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Werder (Havel) Großes Interesse am Wirtschaftstag
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Großes Interesse am Wirtschaftstag
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22:04 13.09.2018
Am Stand des Gastgebers Herbstreith & Fox erfuhren die Jugendlichen, welche Ausbildungsmöglichkeiten es gibt. Quelle: Stadt Werder (Havel)
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Werder

Mehr als 300 Schüler hatten die Qual der Wahl: Im Innovation-Center von Herbstreith & Fox konnten sie beim Wirtschaftstag in Werder am Donnerstag etliche Betriebe aus ihrer Nachbarschaft kennenlernen. Ob Tourismus, Verkehr, Handel oder Medizin – das Spektrum an Berufen in der Blütenstadt ist groß. „Das Glück liegt oft vor der Tür“, sagte die Moderatorin des Tages, Ellen Fehlow. Das treffe auch auf Ausbildungs- und Jobchancen zu. Den Anfang machte die Klasse 10c der Carl-von-Ossietzky-Oberschule.

Wirtschaftstag Werder Quelle: Luise Fröhlich

Groß war der Andrang unter anderem bei Martina Naujack (34) von der Tierarztpraxis in den Havelauen. Nach knapp einer Stunde hatten schon drei Schüler nach einem Praktikum gefragt. Die 15-jährige Elisa aus Töplitz etwa kann sich vorstellen, später mit Tieren zu arbeiten. Genau wisse sie aber noch nicht, was sie mal werden will. „Wir brauchen Nachwuchs aus der Region, da wir im Notfall schnell in der Praxis sein müssen“, erklärte die tiermedizinische Fachangestellte Martina Naujack. Wer diesen Job wählt, sollte einfühlsam und stressresistent sein. „Und man sollte in Bio, Deutsch und Mathe aufgepasst haben“, sagte sie. Warum Mathe? Medikamente sollten korrekt dosiert sein und auch die Abrechnungen müssen natürlich stimmen.

Besonders die Jungs hatten Spaß beim Fahrsimulator des Nahverkehrsunternehmens Regiobus, mit dem sie virtuell von Stahnsdorf nach Potsdam fahren und Passagiere ein- und aussteigen lassen konnten. „Wir suchen auch Busfahrerinnen“, sagte Anette Lang von Regiobus. Daneben bildet das Unternehmen Kfz-Mechatroniker aus, die sich um Reparaturen oder Wartung der Busflotte kümmern. Vor der Tür stand ein echter Bus, in dessen Fahrerkabine die Schüler Platz nehmen und Durchsagen machen konnten.

Liste der Ausbildungsberufe ist lang

Auch der Fachkräftemangel war auf der kleinen Jobmesse, die sich in den kommenden Jahren etablieren soll, ein Thema. Bei Werder Frucht zeigt sich dieser beispielsweise bei den Lagerfachkräften, berichtete Personalreferentin Monique Baier. „Es ist schwierig, Azubis zu gewinnen. Das liegt zum Teil auch daran, dass wir 365 Tage im Jahr arbeiten und die Mitarbeiter auch Dienste am Wochenende machen“, sagte sie. Bei den Gastgebern von Herbstreith & Fox mangelt es hauptsächlich im Bereich der Produktion an Bewerbungen. Die Liste der Berufe, die Herbstreith & Fox ausbildet, ist lang: Elektroniker, Industriemechaniker, Chemielaborant, Chemikant, Produktionsfachkraft Chemie oder Industriekaufmann. Der Hersteller von Pektin für die Lebensmittel- und Non-Food-Industrie bildet für sich selbst aus – das ist das Ziel, erklärt Ausbilderin Viola Braun. Das Unternehmen wünscht sich Bewerber aus Werder, die sich nicht erst eine Wohnung suchen müssen oder lange Fahrwege haben.

Neben der Carl-von-Ossietzky-Schule informierten sich unter anderem Schüler des Oberstufenzentrums, des Ernst-Haeckel-Gymnasiums und der Förderschule am Plessower See über die Ausbildungschancen in der Region. Gewünscht hätten sich manche Schüler Angebote von Polizei, Bundeswehr oder aus dem Finanzwesen. Die Messe stand auch wechselwilligen Arbeitnehmern offen.

Am Abend kamen Unternehmer, Politiker und die Verwaltung zusammen, um einen Blick in die Zukunft zu wagen. Was hält die Jugendlichen in ihrer Region? „Auch die weichen Standortfaktoren sind entscheidend für die Berufswahl“, sagte der 1. Beigeordnete, Christian Große (CDU).

Von Luise Fröhlich

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