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Werder (Havel) Haacke Haus sucht einen Investor
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13:50 10.07.2018
Haacke Haus hat seit 1992 einen Standort in Neu-Plötzin. Quelle: Luise Fröhlich
Neu-Plötzin

Das mehr als 135 Jahre alte Hausbauunternehmen Haacke Haus mit Sitz in Neu-Plötzin hat Insolvenz angemeldet. Wie die Firma mitteilte, sei das „Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung“ der nächste Schritt in Richtung Neuordnung. Es gelte als modernes Instrument für Unternehmen, die sich in einer wirtschaftlichen Schieflage befinden, aber eine klare Aussicht auf eine nachhaltige Sanierung haben. Bis Ende August soll ein Investor gefunden werden, der die Firma übernimmt.

Haacke Haus beschäftigt in Celle und Neu-Plötzin insgesamt 170 Mitarbeiter, die vorige Woche über das Verfahren informiert wurden. „Das operative Geschäft läuft ohne Einschränkungen weiter. Alle laufenden Bauvorhaben werden absprachegemäß fertiggestellt“, sagte Geschäftsführer Ralf-Peter Kottke. Es sei ihm nicht leicht gefallen, den Antrag auf Eigenverwaltung zu stellen. Er sehe darin aber auch eine Chance, sich neu aufzustellen, die Standortkonzepte in Celle und Neu-Plötzin weiter konsequent zu verfolgen und neue Akzente im Vertrieb zu setzen. Haacke Haus wolle sich weiter auf die Kernmärkte in Norddeutschland und Berlin-Brandenburg konzentrieren. Eine MAZ-Anfrage zu den konkreten Auswirkungen des Verfahrens auf den Werderaner Standort und das Musterhaus im Ungerpark in den Havelauen blieb bis Dienstagmittag unbeantwortet.

Zahl der Baugenehmigungen geht zurück

Rechtsanwalt Lorenzo Matthaei aus Frankfurt/Main unterstützt die Geschäftsführung bei der Restrukturierung. „Nach einer ersten Bestandsaufnahme lässt sich festhalten, dass Haacke Haus auf einem guten Weg ist“, sagte er. Zusätzlich bestellte das Amtsgericht Celle den Rechtsanwalt Christian Willmer zum vorläufigen Sachwalter. Seine Aufgabe ist es, darauf zu achten, dass insolvenzrechtliche Vorschriften eingehalten und die Rechte der Gläubiger gewahrt werden.

In wirtschaftliche Schieflage sei das Unternehmen aufgrund von schwierigen Marktbedingungen, einem starken Wettbewerbsdruck und Rückgängen bei den Baugenehmigungen geraten. Außerdem hatte die Firma damit zu kämpfen, dass sie Mitarbeiter in Schlüsselpositionen verloren hat.

Im Jahr 1879 hatte Senator Albert Haacke das Unternehmen in Celle gegründet. 1960 begann die Produktion von Fertighäusern und 1992 eröffnete das Werk an der Autobahn in Neu-Plötzin. Von Beginn an hat sich Haacke Haus mit Energiesparen und dem Schonen von Ressourcen auseinandergesetzt. Bundesweit ist der Hersteller inzwischen für energieeffizientes Bauen bekannt.

Von Luise Fröhlich

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