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Werder (Havel) In Kitas und Schulen wird in der Ferienzeit fleißig gebaut
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) In Kitas und Schulen wird in der Ferienzeit fleißig gebaut
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18:23 30.07.2018
Ein Mitarbeiter der Firma Protz erledigt den Feinschliff der Malerarbeiten in den Treppenhäusern der Carl-von-Ossietzky-Schule. Quelle: Luise Fröhlich
Werder

Anstelle von Kindern sind in den Fluren von elf Kitas und Schulen in Werder aktuell Maler, Tischler und Trockenbauer unterwegs. Sie nutzen die Schließzeiten und Sommerferien aus, um die Einrichtungen zu modernisieren. Dafür greift die Stadt tief in die Tasche, oft kommt das Geld aus dem Budget des Programmes „Fit für die Zukunft“. In Kitas werden in diesem Sommer fast 300 000 Euro verbaut, an den Schulen sind es etwa 420 000 Euro, wie Werders 1. Beigeordnete, Christian Große (CDU), am Montag bei einem Rundgang durch zwei Baustellen mitteilte. In der Kita „Anne Frank“ in der Elsastraße etwa sind am Montag Schallschutzdecken aus Mineralwolle eingehängt worden. Bis Ende der Woche müssen die Arbeiten dort abgeschlossen sein, weil dann die zweiwöchige Schließzeit, die in diesem Jahr erstmals an allen städtischen Kindergärten gilt, zu Ende geht. Die Koordination der Baustellen in dem engen Zeitrahmen sei eine große Herausforderung, so Christian Große.

Schallschutzdecken für die Kita Anne Frank. Quelle: Luise Fröhlich

Im Erdgeschoss der Kita „Anne Frank“ werden parallel in den Bädern gerade Trockenestrichplatten verlegt, die anschließend gefliest werden. „Wir mussten voriges Jahr im Obergeschoss anfangen, als sich dort die Bodenfliesen gelöst hatten“, berichtete Elke Heinrich, zuständig für Hochbau in der Stadtverwaltung. Seit 2004 ist die zweitgrößte Kita Werders in dem ehemaligen Kasernenkomplex untergebracht. Neben den Bädern werden nun auch die Küchenbereiche modernisiert. Auf die Kinder warten außerdem neue Garderoben in den Fluren im Obergeschoss, die neu gestrichen sind. „Um überhaupt rechtzeitig fertig werden zu können, wurde schon vor der Schließzeit begonnen und sogar samstags gearbeitet“, erklärte Elke Heinrich.

Treppenhäuser gestrichen

In der Carl-von-Ossietzky-Schule ist bis zur Vorbereitungswoche ab 13. August für die verbleibenden Arbeiten noch etwas mehr Zeit. Einiges hat sich aber bereits verändert, zum Beispiel der Anstrich der Treppenhäuser. Frische Farben wie Weinrot, Steingrau oder Blaugrau sorgen für Frische in den Fluren. Die Töne wurden mit der Schule abgestimmt und jedes Treppenhaus ist durch eine andere Farbe gekennzeichnet. Zehn Klassenräume wurden zudem mit Schallschutzdecken ausgestattet, in denen auch LED-Leuchten integriert sind. Dadurch fallen die hängenden Leuchtstoffröhren weg. Für Schallschutzeinbauten in ihren Einrichtungen gibt die Stadt in den Sommerferien insgesamt mehr als 90 000 Euro aus. Hohe Lärmpegel sollen gedämpft und sowohl die Kinder und Jugendlichen als auch das Personal entlastet werden.

„Den Unterschied hört man deutlich, wenn man vom Flur in den Klassenraum mit Schallschutzdecke geht“, sagte Christian Große. An den Treppen befinden sich neuerdings zusätzliche Geländer auf 1,10 Metern Höhe – zur Sicherheit der Schüler. Die ursprünglichen bleiben erhalten, denn das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Die Treppenhäuser sind zuletzt vor der Wende grundhaft saniert worden.

WLAN und neuer Bolzplatz

An sechs Kitas und fünf Schulen in Werder laufen derzeit Bauarbeiten. In der Kita Märchenwald, der Karl-Hagemeister-Grundschule und der Inselschule Töplitz wird die Elektrik erneuert. Die Kitas Werderaner Früchtchen und Regenbogen erhalten energetische Fassaden. Die „Stadtstrolche“ bekommen einen neuen Bolzplatz und an der Inselschule Töplitz wird die Außensportanlage fertiggestellt. Viel Zeit fresse auch die WLAN-Verkabelung in der Karl-Hagemeister-Schule, in der Inselschule und der Grundschule Glindow. „Die digitale Revolution hält auch an unseren Schulen Einzug“, sagte Christian Große. Im nächsten Schritt werden interaktive Tafeln angeschafft. Weiterführende Arbeiten an den Häusern sind für die Herbstferien geplant.

Die Kita „Stadtstrolche“ hält die Betreuung derzeit während der Schließzeit aufrecht. Das erste Jahr mit einheitlichen Ferien soll der Stadt Erfahrungswerte liefern. „Eventuell könnten wir zum Beispiel den Zeitraum verändern. Die Auswertung wird es zeigen“, so der 1. Beigeordnete.

WLAN-Verkabelung zählt zu den teuersten Posten

Auch im Hort „Sunshine Kids“ in Glindow wird gewerkelt. Flur und Gruppenräume werden für 13 000 Euro gemalert, Schallschutzdecken in den Gruppenräumen kosten 15 000 Euro.

Am Ernst-Haeckel-Gymnasium zäunt eine Metallbaufirma einen Teilbereich an der Kesselgrundstraße neu an. Das Sekretariat wird in zwei Verwaltungsbereiche umgebaut (14 200 Euro) und der Eingangsbereich innen und außen sowie das Foyer (27 600 Euro) gemalert.

114 000 Euro kostet die WLAN-Vernetzung im gesamten Gebäude der Karl-Hagemeister-Grundschule in der Gluckstraße. Im Serverraum wird zudem eine Klimaanlage benötigt, Kostenpunkt: 13 000 Euro. In Glindow schlägt die WLAN-Ausstattung mit 28 000 Euro zu Buche, in Töplitz mit 32 000 Euro.

In der Kita „Werderaner Früchtchen“ werden zusätzlich zur energetischen Fassadensanierung am Haus 1 (etwa 300 000 Euro) die Garderoben und Flure gemalert (7000 Euro). Ein neuer Sonnenschutz an Haus 2 kostet etwa 2000 Euro.

Von Luise Fröhlich

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