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Werder (Havel) Bildungscampus: Kita soll 2019 eröffnen
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Bildungscampus: Kita soll 2019 eröffnen
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05:06 07.07.2018
Auf dem derzeit noch landwirtschaftlich genutzten Acker soll noch in diesem Jahr mit dem ersten Bauabschnitt begonnen werden. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Vor einem Jahr haben Werders Stadtverordnete beschlossen, dass für den Bildungscampus der Hoffbauer-Stiftung ein Bebauungsplan aufgestellt werden soll. Noch ist auf der vorgesehenen Fläche zwischen dem Langen Grund und der Klaistower Straße nichts passiert. Vor Ende des Jahres müssen Anwohner auch nicht mit Bauarbeiten rechnen, wie der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Frank Hohn, auf MAZ-Anfrage sagte. „Erst wenn der B-Plan beschlossen wurde, kann der Bauantrag eingereicht werden“, erklärte er.

Aktuell ist die frühzeitige Beteiligung zum Vorentwurf des B-Plans abgeschlossen. Das heißt, die Öffentlichkeit, die Behörden und die Träger öffentlicher Belange wurden über das Vorhaben informiert und konnten dazu Stellung nehmen. Werders 1. Beigeordnete, Christian Große (CDU) sagte auf Anfrage, dass die Stellungnahmen gerade im Rathaus bewertet werden. Außerdem sind Fachgutachten zu den Themen Lärm, Natur- und Artenschutz sowie Verkehr nötig.

„Alles läuft nach Plan“

Die Ergebnisse aus der frühzeitigen Beteiligung fließen in die weitere Planung ein. Über den fertigen Entwurf des B-Plans mit Zeichnungen, Begründungen und einem Umweltbericht beraten in einem nächsten Schritt die Stadtverordneten. Danach geht er noch einmal in die Beteiligung und wird letztlich als Satzung beschlossen.

Bislang seien auf dem derzeit landwirtschaftlich genutztem Gelände keine unvorhergesehenen Dinge aufgetaucht, die für den B-Plan relevant wären, sagte Christian Große. Auch aus Sicht der Hoffbauer-Stiftung läuft alles nach Plan. Dieser sieht vor, dass der Bau der Kita in diesem Jahr beginnt. Frank Hohn rechnet nach wie vor mit einer Eröffnung 2019: „Die neue Kita soll die Alternative für die Kita Inselstadt sein, die von Auflagen betroffen ist.“ Das Haus in der Kirchstraße 11 gehört der Stadt, entspricht nicht mehr den heutigen Standards und muss mittelfristig wegen Brandschutzproblemen schließen.

Im ersten Jahr nach der Neueröffnung der Kita mit 120 Plätzen auf dem Campus soll die Grundschule als „Untermieter“ dort in Betrieb gehen, während das eigentliche Gebäude gebaut wird, schilderte Frank Hohn. Wie berichtet, wollen die Stadt Werder und die Hoffbauer-Stiftung am Glindower Ortsrand einen Bildungscampus für rund 30,8 Millionen Euro bauen. Die Stadt beteiligt sich an den Kosten. Geplant sind neben einer Kita und einer Grundschule auch eine Sekundarschule, eine Sporthalle und entsprechende Außenanlagen. Insgesamt soll der Campus einmal 900 Kinder und Jugendliche aufnehmen. Im Mai hatte die Hoffbauer-Stiftung das pädagogische Konzept für die evangelische Grundschule in Werder vorgestellt.

Kritiker gegen die Partnerschaft

Die Verkehrsanbindung ist ein Problem, das Anwohner in Versammlungen immer wieder angesprochen hatten. Mittlerweile gibt es eine konkrete Idee, wie Bauamtsleiter Ralf Schwarzer in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses verraten hatte. Demnach könnte der Campus über einen Kreisverkehr erschlossen werden. „Das ist auch aus Hoffbauer-Sicht eine vernünftige Lösung“, sagte Frank Hohn. Bei der endgültigen Entscheidung helfe das Verkehrsgutachten.

In der Stadtverordnetenversammlung gibt es eine breite Mehrheit für den Campus, allerdings auch Kritiker. Aus Sicht der Linken etwa drohen mit dem privaten Partner hohe Kosten. Die Kita mit 120 Plätzen wird von der Stiftung errichtet. Die Stadt zahlt im Anschluss Miete. An den Baukosten der Grundschule für 300 Kinder und Jugendliche beteiligt sie sich mit 40 Prozent und an denen für die Sportanlagen mit Halle und Mensa mit 20 Prozent. In den ersten beiden Jahren des Schulbetriebs übernimmt sie die Hälfte der laufenden Kosten.

Schulgeld ab 27 Euro

Für den Besuch der Hoffbauer-Schulen muss monatlich Schulgeld bezahlt werden. Der Mindestbetrag liegt für das erste Kind am Gymnasium bei 27 Euro. Maximal zahlen Eltern (je nach Einkommen) 491 Euro.

Ausgehend von einem durchschnittlichen Monatsgehalt von 3200 Euro brutto würden 118 Euro fällig werden.

Zum Vergleich: Beim gleichen Einkommen zahlen Eltern an der Freien Waldorfschule Werder laut Schulbeitragsordnung 160 Euro im Monat für das erste Kind. Beim zweiten sind allerdings nur noch 50 Prozent fällig (Hoffbauer: 70 Prozent).

Von Luise Fröhlich

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