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Werder (Havel) Kunst-Geschoss präsentiert neue Ausstellung
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Kunst-Geschoss präsentiert neue Ausstellung
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00:23 03.02.2019
Werderanerin Katharina Zeitz stellt mit weiche Puppen bekannte Kunstwerke nach. Quelle: FOTO: Anne Knappe
Werder

Mit der 3.Bestandsaufnahme für Textilkunst und Kunsthandwerk startet das Kunst-Geschoss im Schützenhaus auf der Werder Insel ganz lokal. Zu der neusten von Frank W. Weber kuratierten Ausstellung dürfen nur Künstler ihre Werke präsentieren, die entweder in der Blütenstadt wohnen oder hier arbeiten.

Insgesamt 42 Aussteller haben sich frei ohne Jury-Enscheid angemeldet – davon sind 24 Einzelaussteller und 18 Teilnehmer aus zwei Arbeitsgruppen. Das sind zum einen die Klöppler rund um Sigrid Weinert und die Patchworker um Maja Protz. Die Köpplergruppe reist fast alle Jahre nach Annaberg ins Erzgebirge und gewinnt dort regelmäßig Preise. Das Ausstellungsspektrum in der 3. Bestandsaufnahme ist mit Holzarbeiten, Keramik, Kalligraphie, Stickerei, Glasarbeiten, Weberei bis hin zu Filzkunst sehr breit gefächert. „Wir brauchen gar keine internationalen Künstler, wir kriegen das mit Werderanern alleine hin“, sagte Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU) bei der gut besuchten Eröffnung am Mittwochabend.

Für jeden ist etwas dabei – Technikbegeisterte, Modeaffine und auch die Jüngsten können Kunsthandwerk entdecken. So stellt Jörg Rappke, der zum ersten Mal dabei ist, allerlei Holzspielzeug aus. Der 80-jährige einstige Soldat hat in seiner Freizeit zuerst für seine drei Söhne und später seine fünf Enkelkinder unter anderem die Bremer Stadtmusikanten gebaut. „Das ist ein Steckspiel. Kinder können probieren, ob sie die Teile wieder zusammensetzen können“, erklärt er. Eine weitere Arbeit ist ein Schaukelpferd, welches einen Elch nachstellt. „Weil einer der Söhne in Norwegen lebt“, sagt Jörg Rappke.

Dichtes Gedränge bei der Vernissage im Kunst-Geschoss auf der Werderaner Insel. Das „Stubilé“ von Michael Hess begeisterte viele Besucher. Quelle: Anne Knappe

So wie Jörg Rappke sind Werderaner erstmals dabei. Neu sind zum Beispiel auch die Upcycling-Arbeiten wie das „Stubilé“ aus einem restaurierten Stuhl von Michael Hess, welches oben an der Decke hängt. Zudem stellt Katharina Zeitz mit ihren biegsamen Puppen bekannte Werke wie „Der Kuss“ von Gustav Klimt oder „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ von Jan Vermeer nach. Zusätzlich sind die Puppen noch mit einem Fernseh-Clip inszeniert.

„Es ist interessant, wie jeder Künstler sich ein Thema sucht und es umsetzt. Und wir haben hier die Möglichkeit so was zu zeigen“, sagt Kurator Frank W. Weber. Er lobte zudem auch die Entwicklung, welche die Künstler genommen haben. „Wir haben hier ein hohes Niveau“, sagt er. Zu sehen sind zudem auch Künstler wie Weberin Brigit Lüdicke oder Sandra Dahlmann, die schaurig-schöne Puppen nach Menschen Vorbildern fertigt. Julia Winter aus dem Ortsteil Glindow präsentiert kunstvolle Keramik mit Blütendekor, das zu ihrem Markenzeichen geworden ist. Als wiederkehrenden Termin gibt es zweijährliche Bestandsaufnahmen abwechselnd zu Textilkunst und Kunsthandwerk oder Malerei, Grafik und Plastik.

Wer Lust auf alle weiteren Aussteller hat, kann die Ausstellung bis zum 10.März besuchen. Am Sonntag den 17.Februar und Samstag, den 23.Februar finden zwischen 15 und 18 Uhr Vorführungen der Klöppelgruppen statt.

Von Anne Knappe

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