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Werder (Havel) Melanie Mach ist die neue Kirschkönigin
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Melanie Mach ist die neue Kirschkönigin
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17:11 27.06.2018
Melanie Mach Kirschkönigin Quelle: Luise Fröhlich
Glindow

Für die Glindowerin Melanie Mach wird ein Traum wahr: Die 22-Jährige wird die neue Kirschkönigin der Saison 2018/19. Am Mittwoch hat sie sich der Presse auf dem Obsthof Lindicke zum ersten Mal in ihrem roten Baumwollkleid mit grüner Schärpe und weißem Schleier präsentiert. Passend dazu ist die Kirschernte in Werder und Umgebung gerade in vollem Gange – anders als im vorigen Jahr, in dem es wegen der Wetterkapriolen kaum Kirschen gab. Die angehende Majestät hatte sich zum ersten Mal beworben. Den Gedanken, einmal im Leben Kirschkönigin sein zu wollen, trägt sie allerdings schon lange mit sich herum. Gekrönt wird sie beim Kirsch- und Ziegelfest am Sonnabend, 7. Juli, auf der Festwiese am Jahnufer. Das Fest beginnt in diesem Jahr schon am Freitag und dauert bis Sonntag, 8. Juli.

Melanie Mach (22) hat sich am Mittwoch auf dem Obsthof Lindicke zum ersten Mal in ihrem Kleid gezeigt.

Geboren in Potsdam wuchs Melanie Mach in Glindow auf, wo auch heute noch ein Großteil ihrer Familie lebt. Ihr Abitur absolvierte sie am Ernst-Haeckel-Gymnasium in Werder und schloss vor drei Jahren erfolgreich ab. Danach zog es die sympathische Blondine raus aus dem gewohnten Umfeld. Bei der Bundeswehr meldete sie sich für den Freiwilligen Wehrdienst als Sanitäterin an und arbeitete unter anderem in Feldkirchen und zuletzt in Kiel. Das Heimweh war groß. Jedes Wochenende fuhr die junge Frau nach Hause, weil es ihr im Norden nicht gefiel. „Ich bin hier verwurzelt und möchte nach meiner Ausbildung unbedingt hier bleiben“, sagte Melanie Mach. 2016 trat sie aus der Bundeswehr aus, möchte aber in einem Jahr am liebsten wieder in einem der Versorgungszentren in Geltow, Beelitz oder Umgebung tätig werden. Dass dennoch Auslandseinsätze auf sie zukommen können, sei ihr bewusst.

Mehr als 50 Termine warten auf die neue Majestät

Die Lehre zur medizinischen Fachangestellten macht sie aktuell in der Tagesklinik am Holländischen Viertel in Potsdam, wo sie hauptsächlich Patienten vor und nach der Operation betreut. „Es macht mir sehr viel Spaß. Die Medizin fasziniert mich einfach“, erzählte sie. Das zweite Lehrjahr hat sie beendet und im dritten werden einige zusätzliche Termine als Kirschkönigin hinzukommen. Die noch amtierende Majestät Isabel Kaufmann (28) resümierte ihre Amtszeit am Mittwoch kurz und kam auf insgesamt 56 Termine, bei denen sie Glindow und Werder repräsentiert hat. „Das Jahr war wunderschön, ich habe viele aufregende Dinge erlebt und kann nur jeder Frau empfehlen, es selbst auszuprobieren“, sagte Isabel Kaufmann.

Wie ihre Vorgängerin will sich Melanie Mach während ihrer Amtszeit als Kirschkönigin sozial engagieren. Ausgesucht hat sie sich das Begegnungszentrum für Demenzkranke und deren Angehörige im „Treffpunkt“ am Plantagenplatz in Werder. „Wir haben das Angebot seit zwei Jahren und es wächst stetig. Inzwischen haben wir mehrere Ehrenamtler, die Betroffene sogar zu Hause besuchen“, erklärte Leiterin Sigrid Hilburg. „Ich möchte mehr junge Menschen dazu ermutigen, sich sozial zu engagieren. Es ist nicht schwer zu helfen“, so Melanie Mach. Heute um 15 Uhr eröffnet im Treffpunkt eine Fotoausstellung zum Demenzcafé namens „Wir gemeinsam für Menschen mit Demenz“. Die Fotografin Renate Tietze hat sich während des Demenzcafés unter die Leute gemischt und 20 Situationen festgehalten. Sigrid Hilburg zufolge soll die Ausstellung bis September zu sehen sein.

Zahl der Bewerberinnen bleibt ein Geheimnis

Wie viele Bewerberinnen es auf das Amt der Kirschkönigin gegeben hat, wollte Fred Witschel vom ehrenamtlichen Festkomitee des Kirsch- und Ziegelfestes für sich behalten. Für Melanie Mach sei es besonders attraktiv gewesen, dass sie, was Farbe und Stoff des Kleides angeht, mitbestimmen durfte. Die Baumblütenkönigin sieht die Robe erst bei der Inthronisierung. Manuela Giese aus Glindow hat das Kleid geschneidert. „Ich bin begeistert. Es ist wie bei einem Brautkleid. Man muss sich darin wohlfühlen“, sagte Melanie Mach. Den Haarschmuck aus Kirschblüten und Spangen habe sie selbst gebastelt.

In der Plantage ließ sich die Auszubildende geduldig fotografieren. Stefan Lindicke zeigte sich unterdessen zufrieden mit dem Behang an den Bäumen. „Es darf jetzt nicht mehr regnen. Der Regen vom Wochenende hat bereits einige Kirschen platzen lassen“, erklärte der Obstbauer. Insgesamt sehe er aber einer guten Ernte entgegen.

Von Luise Fröhlich

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