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Werder (Havel) Schüsse im Hinterhof: Tatverdächtiger bleibt in U-Haft
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Schüsse im Hinterhof: Tatverdächtiger bleibt in U-Haft
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18:41 11.02.2019
Die Polizei war am Freitagabend in Werder im Großeinsatz. Quelle: Julian Stähle
Werder

Der 60-jährige Werderaner, der am Freitagabend in einem Hinterhof der Brandenburger Straße seinen Nachbarn mit einer Schrotflinte erschossen haben soll, wird bis zum Tag der Hauptverhandlung vor Gericht in Untersuchungshaft bleiben. Das teilte die Staatsanwaltschaft Potsdam am Montag auf MAZ-Nachfrage mit. Bei dem Verdacht eines Tötungsdeliktes sei dies der übliche Weg – ausgenommen die Beweislage ändert sich grundlegend, sagte Oberstaatsanwältin Sigrid Komor.

Wenn die Ermittlungen abgeschlossen sind, werde voraussichtlich eine Anklage erhoben. Wohin der Mann nach der Verhandlung kommt, hänge vom Urteil des Richters ab. Keine Auskunft konnte Sigrid Komor dazu erteilen, ob bei der Durchsuchung noch weitere Waffen oder Munition in seiner Wohnung gefunden wurden. Wie berichtet, hatte der Tatverdächtige bei der Vernehmung der Polizei erklärt, die Schrotflinte in den 90er Jahren illegal erworben zu haben. Er war zur Tatzeit betrunken und kam am Sonnabend per Haftbefehl hinter Gitter. Unklar ist derzeit außerdem noch, was mit den beiden Hunden passiert ist, die bei dem Mann gelebt haben.

Bürgermeisterin zeigte sich bestürzt

Das Opfer der Bluttat, das jahrelang Tür an Tür mit ihm lebte, hätte am Montag seinen 59. Geburtstag gefeiert. Mindestens zweimal soll sein Nachbar am Freitag gegen 18 Uhr auf ihn geschossen haben. Bewohner des Hofes wurden Zeugen des Vorfalls, beobachteten die Tat vom Fenster aus, und trauten sich nicht aus ihren Wohnungen, bis die Polizei das Gelände mit Spezialeinsatzkräften durchsucht hatte. Den Schützen stellten die Polizisten mit Großaufgebot schließlich ein paar Querstraßen weiter.

Auch Werders Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU) zeigte sich bestürzt. „Von der schrecklichen Tat bin ich erschüttert. Die Polizei hat in einer auch für viele Anwohner beunruhigenden Situation schnell und professionell agiert. Den Angehörigen gilt mein Beileid“, sagte sie.

Von Luise Fröhlich

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