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Werder (Havel) Neue Waldorf-Kita in Werder
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01:16 03.06.2018
Das Architektenteam Elise Pischetsrieder (l.) und Magdalena Biermann (r.) mit Rebekka Ley vom Verein Freie Waldorfschule in Werder. Quelle: Anne Knappe
Werder

In der Aula der Freien Waldorfschule Werder wurde am Mittwoch der Siegerentwurf für die neue Kita vorgestellt. Zahlreiche Eltern und Interessierte waren gekommen, um die ersten Modelle anzusehen. Am Waldorf-Campus, also auf der leeren dreieckigen Fläche hinter dem Kreisverkehr an der Elsastraße, soll der Neubau entstehen. 2016 hatte der Verein „Freie Waldorfschule Werder Christian Morgenstern“ das Grundstück dafür gekauft.

Acht Architekturbüros hatten bis April ihre Entwürfe eingereicht. „Zwei Tage haben wir im stillen Kämmerlein gesessen und beraten. Das war ein sehr logischer und wenig emotionaler Prozess“, sagt Rebekka Ley, Teil der Vereins-Geschäftsführung und verantwortlich für die Kita. Die Entscheidung fiel einstimmig auf das Architekten-Büro „Weberbrunner“, das in Zürich und Berlin ansässig ist. „Sie haben die Pädagogik am besten erfasst. Die Übersetzung von den Nutzerbedürfnissen in die Architektur war ziemlich einzigartig“, schwärmt Rebekka Ley.

Die neue Kita soll ein eingeschossiger Holzbau werden, so Elise Pischetsrieder, Architektin und Geschäftsführerin des Berliner Büros Weberbrunner. Über eine halbüberdachte Veranda, die in einen Erlebnistunnel übergeht, gelangen Kinder, Eltern und Erzieherinnen an der Nordseite in die einzelnen Gruppenräume. Derzeit gibt es zu dieser Veranda zwei Zugänge über eine kleine Brücke. Ein dritter soll noch folgen. Jeder Raum würde dadurch eine eigene Adresse erhalten. „Damit sollen Knotenpunkte beim Ankommen und Abholen entspannt werden“, erklärt Elise Pischetsrieder. Vor dem Gruppenraum sei so Platz für Fahrräder sowie Sitzmöglichkeiten für kurze Treffen und Gespräche.

Platz für 100 Kinder

Insgesamt wird es sechs wabenartig aufgebaute Gruppenräume mit einem spitzen Zeltdach geben: drei größere Räume für die drei- bis sechsjährigen Kinder, zwei mittelgroße Räume für die Inklusionsgruppen und zwei kleine Zimmer für die anderthalb bis dreijährigen Kinder. Herz des Neubaus wird ein Bewegungs-, Musik,- und Therapieraum sein. Jeder Gruppenraum erhält zudem eine Mini-Küche. Hier können Kinder bei der Zubereitung von Zwischenmahlzeiten zuschauen. Flankiert wird der Bau vom Verwaltungsbereich und der Hauptküche. Zur Südseite soll es Spielflächen im Grünen geben. Gut 100 Kinder sollen hier künftig unterkommen. Sorgen bereitete den Eltern in der anschließenden Diskussionsrunde die Bring- und Abholsituation der Kinder. Die derzeit kleine Anlieferungszone sei nicht ausreichend. „Morgens ist hier die Hölle los. Das fehlt jetzt schon und das Thema nervt“, empörte sich ein Vater. Architektin Magdalena Biermann reagierte mit Verständnis. „Wir werden das mitnehmen und entsprechend berücksichtigen“, erklärte sie.

Die Auslagerung sei für den Verein ein logischer Schritt. Auf einen Schulplatz würden sich inzwischen drei Kinder bewerben, auf einen Kitaplatz seien es sogar schon zehn. „Und das steigert sich jährlich“, sagt Rebekka Ley. Insgesamt kostet der Bau der neuen Kita knapp 3,5 Millionen Euro. 2020 soll alles fertig sein. Der Bau solle zügig im Frühjahr losgehen.

Von Anne Knappe

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