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Werder (Havel) Panne beim Eignungstest am Gymnasium
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Panne beim Eignungstest am Gymnasium
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17:54 10.07.2018
Am Ernst-Haeckel-Gymnasium in Werder ist ein Fehler bei den Aufnahmetests für die Leistungs- und Begabungsklasse passiert. Quelle: Jacqueline Schulz
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Werder

Das Brandenburgische Bildungsministerium hat sich am Dienstag für einen Fehler entschuldigt, der bei Eignungstests für die Leistungs- und Begabungsklasse am Ernst-Haeckel-Gymnasium in Werder passiert ist. Der sogenannte prognostische Test fand am 14. April an allen Schulen statt, die Leistungs- und Begabungsklassen anbieten. Vor diesem Test hätten die Schüler mündlich instruiert werden sollen, was am Werderaner Gymnasium laut Ministerium nicht erfolgt ist. Darunter hätten die Objektivität und die damit verbundene Vergleichbarkeit der Ergebnisse gelitten. In der Folge mussten alle Schüler den Test am 3. Juli wiederholen.

Kritik an dieser Panne gab es seitens der Eltern. In einem Brief an die MAZ schilderten Betroffene den Vorfall und ihren Unmut darüber. Es sei nicht nachvollziehbar, dass das Ministerium nach zwei Monaten bekannt gibt, welche der fast 50 Schüler einen der 27 begehrten Plätze erhalten haben und zwei Wochen die Bescheide zurücknimmt, weil der Test als nicht auswertbar eingestuft wird. Dass der Test wiederholt werden musste, habe die zunächst erfolgreichen Schüler psychisch extrem belastet, schreiben die Eltern. „Bei denen mit einem negativen Bescheid führte es zu erneuter Hoffnung auf einen der begehrten Plätze mit dem Risiko einer erneuten Ablehnung.“ Dass ein solcher Fehler passiert, sei „skandalös“, meinen sie.

Keine andere rechtssichere Variante

Laut Ministerium seien die Schulleitungen in Zusammenarbeit mit den Schulpsychologen zuständig für die prognostischen Tests. Die Wiederholung sei ordnungsgemäß abgelaufen. „Alle Schülerinnen und Schüler, die schon nach dem ersten Auswahlverfahren eine Zusage für die Aufnahme in eine Leistungs- und Begabtenklasse hatten, waren auch beim zweiten Mal erfolgreich“, erklärte das Ministerium in seiner Mitteilung.

„Wir bedauern außerordentlich, dass es zu diesem Verfahrenfehler gekommen ist und dadurch den betroffenen Schülern und Eltern Unannehmlichkeiten entstanden sind“, sagte Staatssekretär Thomas Drescher (SPD). Eine gründliche juristische Prüfung hätte ergeben, dass es keinen anderen Weg gab, als den Test zu wiederholen. Jede anderen Variante wäre nicht rechtssicher gewesen. „Wir freuen uns, dass das zweite Auswahlverfahren zu keinem grundsätzlich neuen Ranking geführt hat und den Schülern aus der Panne kein Nachteil erwachsen ist“, so Thomas Drescher weiter.

Zwei weitere Komponenten entscheiden

Nicht nur der prognostische Test entscheidet, ob ein Schüler für die Leistungs- und Begabungsklasse geeinigt ist. Der Schulleiter blickt auch auf die Empfehlung der Grundschule und das Eignungsgespräch. Voraussetzung ist zudem die maximale Notensumme 5 auf dem Halbjahreszeugnis der Jahrgangsstufe 4 in den Fächern Deutsch, Mathe und erste Fremdsprache oder Deutsch, Mathe und Sachunterricht.

Im vorigen Jahr hatte eine Panne bei den Abiturprüfungen dafür gesorgt, dass 2600 Brandenburger Schüler die Mathe-Klausur wiederholt haben (MAZ berichtete). Der Stoff einer Logarithmus-Aufgabe war vorher nicht im Unterricht behandelt worden. Der damalige Bildungsminister Günter Baaske (SPD) hatte als Ursache die vielen ausgefallenen Unterrichtsstunden im Fach Mathematik genannt.

An 35 Schulen gibt es Begabungsklassen

In Leistungs- und Begabungsklassen (LuBK) sollen besonders leistungsfähige und begabte Schüler gezielt gefördert werden. Diese Klassen bestehen im Land Brandenburg seit dem Schuljahr 2006/07.

Bereits nach vier Jahren Grundschulzeit können Schüler an ausgewählten Gymnasien oder Gesamtschulen aufgenommen werden. An insgesamt 35 Standorten sind LuBK eingerichtet. Jährlich bewerben sich zwischen 1300 und 1500 Schüler auf die rund 900 Plätze.

Von Luise Fröhlich

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