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Werder (Havel) Ortsbeirat unterstützt den Schlossgarten
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Ortsbeirat unterstützt den Schlossgarten
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16:15 29.07.2018
Die Ernte aus dem Gemüsegarten, in dem es auch bunt blüht, soll später im Café „Drei Kaehne“ verarbeitet werden. Quelle: Luise Fröhlich
Petzow

Im Streit zwischen Investor und Landkreis um den Schlossgarten schaltet sich nun der Petzower Ortsbeirat ein. Ortsvorsteher Bernd Hanike und Gunter Schinke vom Inselparadies haben einen Brief an den Landrat geschickt, in dem sie um Unterstützung des Projektes bitten. Dass Klaus Kosakowski aus der einstigen Müllhalde mit viel Liebe und Hingabe einen ansehnlichen Schlossgarten gestaltet hat, ist „das beste, was uns passieren kann“, erklärt Bernd Hanike. „Wir sind fest davon überzeugt, dass der Gutsgarten ein weiterer Anziehungspunkt für Petzow sein wird.“ Die Behörden sollen das Engagement des Berliner Investors und das öffentliche Interesse bei ihrer Entscheidung über eine Genehmigung für das noch fehlende Gartenhaus berücksichtigen. „Wenn er sein Werk hier nicht vollenden kann, wird der Gutsgarten wohl wieder zur Müllhalde werden“, schreiben die beiden Petzower in ihrem Brief. Der ging nicht nur an den Landrat Wolfgang Blasig (SPD), sondern auch an die direkt beteiligten Fachbereiche.

Wie berichtet, will die Untere Naturschutzbehörde (UNB) des Kreises das Gartenhaus nicht genehmigen, weil es zum Teil im Landschaftsschutzgebiet liegt. In diesem Bereich ist Bauen nur erlaubt, wenn ein überwiegendes öffentliches Interesse vorliegt. Im Verfahren seien dazu der UNB zufolge aber keine Gründe genannt worden. Die Behörde habe bereits frühzeitig gefordert, Alternativen für den Standort zu prüfen. Der B-Plan sei ohne Rücksicht darauf bereits vor mehr als fünf Jahren beschlossen worden. Klaus Kosakowski bestreitet das jedoch. Alternativen seien geprüft worden, woraufhin man sich letztlich auf den im B-Plan verankerten Standort geeinigt hätte. Ohne Gartenhaus mit Toiletten, Unterstand und einem Empfangshäuschen will er den Garten nicht öffnen. Für den Landkreis spricht nichts dagegen. Klaus Kosakowski rennt indes die Zeit weg. Der 75-Jährige will sein Werk vollendet wissen, ehe er in den Ruhestand tritt. Wenn es im Sommer keine Einigung gibt, steht das ganze Vorhaben auf der Kippe.

Ärger über genehmigten Dreigeschosser

Ortsvorsteher Bernd Hanike weist darauf hin, dass es in Petzow in der Sommersaison bereits jetzt an öffentlichen Toiletten mangelt. Aus dem Budget des Ortsbeirates werde jedes Jahr ein Dixiklo bezuschusst, um den Bedürfnissen der Gäste wenigstens im Ansatz nachzukommen. Ihn wurmt noch etwas anderes: „Ich finde es schade, dass hundert Meter weiter auf dem alten Gutshof mit einem Genehmigungsverfahren das Ortsbild verhunzt wurde“, sagt Bernd Hanike. Dort entstehen dreigeschossige Blöcke. „Hilfe sollte nicht nur denen gewährt werden, die Hochhäuser bauen, sondern auch denen, die mit Herzblut etwas für Petzow tun“, erklärt er weiter. In die Entscheidung über die Wohnbauten sei der Ortsbeirat nicht einbezogen worden. Auch wisse er kaum etwas über die neue Betreibergesellschaft des Resorts Schwielowsee. Beim Projekt Schlossgarten wolle das Gremium deshalb jetzt Farbe bekennen: „Mehr können wir leider nicht tun“, sagt er.

Klaus Kosakowski hatte Bernd Hanike und Gunter Schinke seinen Garten im Herbst vorigen Jahres gezeigt. „Wir waren sehr positiv überrascht. Aufbauend auf alten Zeichnungen, mit Resten der Pflanzen wird der Gutsgarten das historische Petzow bereichern“, heißt es dazu in dem Brief. Der Ortsbeirat wolle unbedingt verhindern, dass das Kleinod am Schloss wieder aufgegeben werden muss.

Von Luise Fröhlich

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