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Werder (Havel) Beschluss: Schauer soll die Therme zu Ende bauen
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Beschluss: Schauer soll die Therme zu Ende bauen
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08:50 05.07.2018
Die Blütentherme soll künftig „Havel-Therme“ heißen. Quelle: Luise Fröhlich
Werder

Mehrheitlich haben Werders Stadtverordnete am Mittwochabend dafür gestimmt, dass der Bäderbetrieb Schauer und Co. die halb fertige Therme in den Havelauen zu Ende baut und betreibt. 20 Ja-Stimmen standen acht Gegenstimmen und einer Enthaltung gegenüber. Nach Antrag der Badausschussvorsitzenden und SPD-Fraktionschefin Anja Spiegel wurde namentlich votiert. SPD und Grüne stimmten geschlossen dagegen. Uneinig war sich die Fraktion Die Linke. Mit dem Beschluss kann Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU) den Zuschlag erteilen und die Verträge schließen und umsetzen.

Allerdings noch nicht sofort, denn aktuell läuft ein Nachprüfungsverfahren, das ein unterlegener Bieter bei der Vergabekammer des Landes beantragt hat. Der Badausschuss wird vor Unterzeichnung noch einmal über die finale Fassung der Verträge entscheiden. Wie berichtet, sollen Fertigbau und Erweiterung der Therme mit Familienbereich und Seesauna etwa 28,3 Millionen Euro kosten.

Solegehalt sorgt für Debatte

In der Sitzung des Badausschusses am vorigen Montag sind letzte grundlegende Änderungen in den Verträgen nicht-öffentlich beraten worden, erklärte Saß. Im öffentlichen Teil der Sitzung kam von Anja Spiegel bereits die Frage nach dem Solegehalt in der Therme. Weil Bestbieter Andreas Schauer daraufhin gesagt hatte, dass es nur in einem kleinen Vitalbecken einen vierprozentigen Solegehalt geben soll, fragte Spiegel schriftlich nach und erhielt „eine verwirrende Antwort“ von der Bürgermeisterin, wie sie sagte. Darin vermisste sie das Vitalbecken, von dem der angehende Partner sprach, und auch die von den Stadtverordneten in der Ausschreibung geforderten fünf Prozent Solegehalt. „Das wäre dann keine Therme, sondern höchstens ein ,Thermchen’. Mir fehlt das Vertrauen am Vergabeverfahren“, sagte Anja Spiegel. Manuela Saß klärte auf: „Es sind multiple Soleanwendungen geplant. Das bereits fertig gestellte Blütenbecken im Thermenbereich wird mit Sole versetzt sein, dazu gibt es ein eigenes Solebecken und eine Sole-Dampf-Inhalation.“

Die Grünen kritisierten weiter mangelnde Transparenz sowie die Kürze der Zeit, in der die Entscheidung fallen sollte, wie Fraktionsvorsitzender Markus Altmann erklärte. Peter Kreilinger (CDU) verwies erneut darauf, dass es kaum realisierbare Alternativen gibt. „Wir sollten die Therme zu den bestmöglichen Konditionen vergeben und das machen wir hiermit“, sagte er.

Von Luise Fröhlich

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