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Werder (Havel) Sechster Band der beliebten Chronik erschienen
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Sechster Band der beliebten Chronik erschienen
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17:21 31.01.2019
Rainer Lambrecht, Klaus Froh, Manuela Saß, Baldur Martin und Klaus-Peter Meißner (v.l.) stellten den neuen Band vor.  Quelle: Stadt Werder (Havel)
Werder

Der sechste Band der beliebten Werder-Chronik ist auf dem Markt. Lange haben Fans dieser Reihe zur 700-jährigen Ortsgeschichte auf den vorletzten Teil gewartet, der sich um Dienstleistungen und Industrie in der Blütenstadt dreht. Am Donnerstag stellten die drei Herausgeber Baldur Martin, Klaus-Peter Meißner und Klaus Froh das Buch bei einem Pressegespräch vor. „Wir sind sehr stolz, dass wir in so kurzer Zeit so viele Bände veröffentlichen konnten. Bei dem sechsten Band gestaltete es sich etwas schwieriger, weshalb es auch länger gedauert hat“, berichtete Ortschronist Baldur Martin.

Einerseits mussten in der Fülle an Unternehmen und Gewerben in Werder Prioritäten gesetzt und andererseits das Material so ausgewählt werden, dass viel reinpasst, es aber trotzdem authentisch bleibt. Viele, die einst in leitenden Positionen Firmen geführt oder mit aufgebaut haben, meldeten sich bei den Machern der Chroniken, um ihre Geschichten zu erzählen. „Es erschien uns einleuchtend, sie selbst zu Wort kommen zu lassen“, sagte Baldur Martin. So treten in dem Buch elf neue Autoren auf, die teilweise vorher noch nie Texte veröffentlicht haben. Entsprechend viel Arbeit steckte in der Aufarbeitung einiger Beiträge.

Peter Rüters etwa berichtet über das Schaltgerätewerk, die Stuhlfabrik Hermann-Saß und die Geschichte von Dampf und Wärme in Werder. Er war bis 1968 Technischer Leiter im Volkseigenen Betrieb (VEB) Vulkanfiberfabrik und engagierte sich bis 1990 für Bau und Betrieb eines Heizwerkes.

Sonderhefte geplant

Klaus Schmidt, ab 1972 Leiter der Havel-Apotheke in Werder, befasst sich mit den Apotheken in Werder von ihrer Gründung bis zur Gegenwart. Über die Brauereien schreibt Diplom-Brauingenieur Manfred Baarsch. „Alle Autoren waren mit Begeisterung dabei, weil sie ihr Schaffenswerk darstellen konnten, und das merkt man auch“, sagte Baldur Martin. Neben den Autoren lieferten zudem auch andere Werderaner Bildmaterial für das Buch.

Besonderes Interesse, schätzt Baldur Martin, wird die Vulkanfiberfabrik wecken, die ihren Ursprung während des Ersten Weltkrieges fand. 1920 waren dort bereits 150 Mitarbeiter beschäftigt. Der Autor dieses Kapitels, Hubert Rießner, beschreibt, wie das Werk nach vormals anderen Plänen doch zum VEB wurde und wie in der DDR immer mehr Vulkanfiber produziert wurde. Außerdem von großem Interesse bei den Lesern dürfte die Geschichte der Handweberei Georg Kahlmann in der Adolf-Damaschke-Straße sein, so Baldur Martin.

Werders wichtigste Gewerbe Fischerei, Weinbau und Ziegelei sind im vierten Band ausführlich behandelt. Der fünfte Teil widmet sich dem Obstbau und weiteren Bereichen des Gartenbaus. Diese Branchen finden sich daher im neuen Band nicht noch einmal wieder. Bestimmte Themen wie die Geschichte der Post oder die der Restaurants mussten zudem ausgegliedert werden, weil sie den Band sonst zu sehr dominiert hätten, berichtete Klaus-Peter Meißner. Aber das Material wird nicht verloren gehen: Sonderhefte der Heimatgeschichtlichen Beiträge sollen damit gefüllt werden, beginnend mit den Gaststätten, kündigte er an.

Letzter Band ist in Arbeit

Noch in diesem Jahr erscheinen soll außerdem der letzte Band der Chronik zu den Themen Bildung, Sport und Kultur. Er wird anders aufgebaut sein, als zunächst angekündigt und sich wie ein Stadtrundgang auf der Insel, angereichert mit vielen historischen Anekdoten, lesen. Die Geschichtsschreibung für Werder sei mit dem siebenten Band aber nicht abgeschlossen. „Die Geschichte ändert sich zwar nicht, aber der Blick auf die Geschichte“, sagte Klaus-Peter Meißner.

Von dem neuen Chronik-Band wurden 650 Exemplare gedruckt. Die Stadt kauft, wie gewohnt, ganze Sätze für Schulklassen und die Bibliothek. „Wer sein Werder liebt, hat es zu Hause“, sagte Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU). Von den zuvor erschienenen Bänden sind dem Verleger Rainer Lambrecht zufolge nur noch Reste zu haben, einige Teile sind schon lange vergriffen. Eine Neuauflage sei finanziell nicht machbar, sagte er. Hauptsponsoren des sechsten Bandes waren die Stadt und die Haus- und Grundstücksgesellschaft Werder (HGW).

1600 Seiten Werder-Chronik

Die Chronik „Werder (Havel) - 700 Jahre Ortsgeschichte“ ist ein Projekt zum Stadtjubiläum im Jahr 2017. Sie ist unterteilt in die zeitlich sortierten Bände 1 bis 3 und die thematischen Bände 4 bis 7. Der Gesamtumfang aller Ausgaben beträgt etwa 1600 Seiten.

Der Teil 6 der Chronik ist wie die anderen Bände im Potsdamer Knotenpunkt-Verlag erschienen. Er ist zum Preis von 17,50 Euro in der Buchhandlung Hellmich oder im Kartenhaus im Werderpark erhältlich.

Von Luise Fröhlich

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