Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Werder (Havel) Braucht der Blütenumzug ein neues Sicherheitskonzept?
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Braucht der Blütenumzug ein neues Sicherheitskonzept?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:31 05.07.2018
Pro Rad ein Mann: Beim Baumblütenumzug fahren einige Traktoren mit. Für die Sicherheit müssen die Vereine oder Firmen selbst sorgen. Quelle: Foto: Stähle
Anzeige
Werder

Nach der Sommerpause werden die politischen Gremien der Stadt Werder über ein neues Sicherheitskonzept für den traditionellen Baumblütenumzug debattieren. Initiiert hat das die SPD-Fraktion mit einem Antrag, den sie den Stadtverordneten vorgelegt hatte. Darin wird Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU) aufgefordert, bis Ende des Jahres ein neues Konzept zu erarbeiten, das die Zuschauer des Umzugs vor Unfällen schützt und gleichzeitig die Fahrer der Traktoren und Wagen entlastet. „Wir hatten einen sehr schönen Umzug, aber es war schwierig, mit Traktor, Lkw und Pkw über die Inselbrücke zu kommen. Äußerst riskant war auch die Rückfahrt“, erklärte Joachim Lindicke (SPD). Immer wieder seien Wagen ins Stocken geraten, weil betrunkene Jugendliche in die Fahrzeuge rennen wollten oder Eltern mit Kindern direkt vor den Traktoren über die Straße gegangen sind.

Werders 1. Beigeordneter, Christian Große (CDU), habe nach einer Umfrage einen anderen Eindruck bekommen. Joachim Thiele (SPD) habe diese Umfrage zwar hilfreich gefunden, allerdings nicht, um die Zufriedenheit der Teilnehmer am Umzug daran abzulesen. „Man konnte sich für drei Antwortmöglichkeiten entscheiden. Ich habe die vermisst, die besagt, dass wir den Umzug weiter so durchführen, aber mit mehr Sicherheitspersonal“, sagte der Kemnitzer Ortsvorsteher.

Verein muss für die Sicherheit am Wagen sorgen

„Es gibt drei Möglichkeiten: Erstens, wir lassen den Umzug so. Zweitens, wir lassen ihn an der Carl-von-Ossietzky-Schule stoppen und führen ihn durch die Potsdamer Straße. Drittens, wir lassen keine motorisierten Fahrzeuge mehr zu“, sagte er. Wenn der Verein nicht in der Lage sei, genügend Sicherheitsleute zu stellen, solle er nicht mehr mit motorisierten Wagen teilnehmen, so Große. Nicht nur die Anzahl der Leute, die zur Begleitung der Wagen mitlaufen, stelle Vereine vor Probleme. „Viele Vereine haben ältere Mitglieder, die es nicht schaffen, die Distanz zu laufen“, sagte Peter Hinze (Die Linke). Daher sei es seiner Ansicht nach durchaus sinnvoll, darüber zu reden. CDU-Fraktionsvorsitzender Hermann Bobka schlug vor, den Antrag in den Ausschüssen zu beraten. Das wurde einstimmig befürwortet.

Aber auch ein anderes Problem soll zum 140. Baumblütenfest im nächsten Jahr angegangen werden: „Wir werden uns zum Thema Jugendschutz und Prävention mit dem Landkreis beraten“, erklärte Christian Große. Hinsichtlich der „Alkoholleichen“, so Peter Kreilinger (CDU), gebe es „Verbesserungspotenzial“. Es sei beispielsweise eine Überlegung wert, vor dem Umzug noch keinen Alkohol zu verkaufen oder mit Altersgrenzen zu arbeiten. „Ich denke, es herrscht Einvernehmen darüber, dass wir uns das Traditionsfest nicht von Chaoten kaputt machen lassen sollten“, sagte der Vize-Fraktionsvorsitzende.

Von Luise Fröhlich

Hitze und Trockenheit sorgen dafür, dass das Werderaner Rathaus mit dem Wässern von Gehölzen und Grünflächen nicht mehr hinterherkommt. Der Aufwand ist derzeit so groß wie selten.

06.07.2018

Am Sonnabend ist es für die Abiturienten des Ernst-Haeckel-Gymnasiums soweit: Sie feiern Abschied von der Schulzeit. Diesmal allerdings nicht in Werder.

08.07.2018

Die finale Entscheidung ist getroffen: Mehrheitlich haben Werders Stadtverordnete am Mittwochabend für die Zuschlagserteilung an den Bestbieter Schauer und Co. gestimmt. Die Verträge können derzeit aber noch nicht geschlossen werden.

05.07.2018
Anzeige