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Werder (Havel) Tunnel: Stadt macht Druck beim Land
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Tunnel: Stadt macht Druck beim Land
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18:35 11.09.2018
Ein Krankenwagen muss am Bahnübergang in Werder (Havel) warten. Quelle: Stadt Werder (Havel)
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Werder

In einem offenen Brief an die Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD) fordert Werders Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU) den Beginn des Planfeststellungsverfahrens zum Bahntunnel in diesem Jahr. Dabei beruft sie sich auf die Aussage eines Abteilungsleiters, der Schneider bei der Einladung der Stadtverordneten im vorigen Jahr vertreten hatte. Er hatte den Start des Verfahrens Ende für 2018 angekündigt (MAZ berichtete). In der Taktverdichtung des RE 1, die im Landesnahverkehrsplan ab Dezember 2022 vorgesehen ist, sieht sich die Bürgermeisterin natürlich Vorteile für das Nahverkehrsangebot der Stadt, aber auch einen großen Nachteil. Die Wartezeiten an der Bahnschranke würden noch länger werden. „Mit zusätzlichen Zügen wird die jetzt schon unzumutbare Situation nicht mehr tragfähig sein“, schreibt Manuela Saß. Eine zügige Planung und der anschließende Bau des Tunnels seien nach Vorstellungen des Landesnahverkehrsplans 2018 zwingende Schritte. Die Stadt Werder habe dazu bereits umfangreiche und weit über das Maß hinausgehende Vorleistungen erbracht, wie zum Beispiel den Kauf von Grundstücken. Aus Sicht der Stadt gebe es eine tragbare Lösung für die Eisenbahnkreuzung, bei der die Deutsche Bahn zuletzt aber überraschend Zweifel angemeldet hat.

Beginn in diesem Jahr unsicher

Genau diese Zweifel und der zusätzliche Gesprächsbedarf seitens der DB Station und Services gefährden den Zeitplan. Frank Schmidt, Dezernatsleiter Planung beim Landesbetrieb Straßenwesen, könne aktuell nicht garantieren, dass das Planfeststellungsverfahren noch in diesem Jahr beginnt. „Die Planung für den Straßentunnel ist schon weit, wir sind intensiv dabei. Aber wir können nicht mit dem Bau des Straßentunnels anfangen, ohne zu wissen, wo die Fußgänger und Radfahrer während der Bauzeit langgeführt werden“, erklärte er am Dienstag auf MAZ-Nachfrage. Wie berichtet, will die Bahn den derzeitigen Bahnhofszugang behalten. Der Landesbetrieb plant einen breiteren Tunnel mit Rampen unweit dieser Unterführung.

Lesen Sie auch: FDP fordert Bürgerbeteiligung zum Tunnel

Von Luise Fröhlich

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