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Werder (Havel) Stadt will Löschwasserdefizite beseitigen
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Stadt will Löschwasserdefizite beseitigen
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16:17 12.02.2019
31 voll funktionsfähige Löschwasserbrunnen gibt es in der Kernstadt Werder und den Ortsteilen, so wie hier in Plessow. Quelle: Luise Fröhlich
Werder

In diesem Jahr will die Stadt Werder ein Konzept für die Versorgung mit Löschwasser erarbeiten. Damit reagiert sie auf eine Empfehlung aus dem Gefahrenabwehrbedarfsplan, den die Firma Forplan aufgestellt hat (MAZ berichtete). Das Konzept soll ein Leitfaden für die Herstellung und Unterhaltung von Löschwasserentnahmestellen in der Kernstadt und den Ortsteilen darstellen. „Das soll den Umgang mit dem Thema Löschwasserbrunnen weiter verbessern und vereinfachen helfen“, erklärte Werders 1. Beigeordneter Christian Große (CDU) auf MAZ-Anfrage. Laut Bedarfsplan weist die Löschwasserversorgung in nahezu allen Ortsteilen Defizite auf – „insbesondere in Rand- und Höhenlagen, in denen Hydranten an Stichleitungen mit geringem Querschnitt liegen“, so die Fachleute. Eine regelmäßige, einheitliche Kontrolle der Hydranten und Entnahmestellen im gesamten Stadtgebiet erfolge derzeit nicht. Das soll sich nun ändern.

In Werder (Havel) gibt es aktuell 31 voll funktionsfähige Löschwasserbrunnen. Einen weiteren Brunnen will die Stadt reparieren und arbeitet derzeit daran, die Brunnen besser zu kennzeichnen und erreichbar zu machen, sagte Christian Große. In einigen Ortsteilen ist es geplant, die Versorgung bezüglich der Löschwasserteiche und der Distanz der Entnahmestellen zu verbessern. Der Etat zur Herstellung von Löschwasserbrunnen ist im Entwurf des Nachtragshaushaltes von 24 000 auf 70 000 Euro aufgestockt worden. Zwei neue Wasserquellen sollen im Rahmen des Förderprogramms „Brunnen im Wald“ noch in diesem Jahr im Wald bei Bliesendorf gebohrt werden.

Mindestbedarf muss eingehalten werden

In der Regel stammt das Löschwasser in Werder (Havel) aus sogenannten „Sammelwasserversorgungen“, also aus dem öffentlichen Leitungsnetz. Ergänzend kann die Feuerwehr auf Seen, Flüsse, Bäche, Teiche oder Brunnen zurückgreifen. Wenn längere Strecken überbrückt werden müssen, kann Wasser aus Tanklöschfahrzeugen entnommen oder über Schläuche und andere Ausrüstung transportiert werden.

Gesetzliche Grundlage für den Brandschutz in Werder ist das Brandenburgische Brand- und Katastrophenschutzgesetz. Der Verein des Gas- und Wasserfaches gibt Empfehlungen für die Installation von Löschwasserbrunnen. Wenn die Stadt neue Baugebiete festlegt, muss sie darauf achten, den Mindestbedarf an Löschwasser einzuhalten. Ist er nicht durch das öffentliche Leitungsnetz gesichert, sind Zisternen, Brunnen oder Teiche erforderlich. Bei einer erhöhten Brandlast oder Brandgefahr sind Eigentümer verpflichtet, auf eigene Kosten für die besondere Versorgung mit Löschwasser zu sorgen.

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Von Luise Fröhlich

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