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Werder (Havel) Tempo 30 in der Moosfennstraße bleibt
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Tempo 30 in der Moosfennstraße bleibt
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01:15 17.06.2018
Das Ingenieurbüro Haßmann & Kaula plant den Ausbau der Moosfennstraße. Vor zehn Jahren haben sie auch den Kugelweg geplant. Quelle: Luise Fröhlich
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Werder

Bodenwellen, Risse und Löcher: Die Moosfennstraße in Werder hat sich zu einer Holperpiste entwickelt. Deshalb will sie die Stadt 2018/19 für schätzungsweise knapp 900 000 Euro sanieren lassen. Die Anwohner werden gemäß Satzung an der Finanzierung beteiligt. Am Mittwochabend hat Christian Kaula vom Ingenieurbüro Haßmann & Kaula aus Potsdam dem Bauausschuss die Pläne vorgestellt. Probleme sahen die Ausschussmitglieder unter anderem in der Entwässerung.

„Die bevorzugte Variante hat den charmanten Vorteil, dass die 30 km/h bleiben, was den Anwohnern sehr wichtig war“, erklärte Bauamtsleiter Ralf Schwarzer. Auch das bestehende Einbahnstraßensystem aus Moosfennstraße und Kugelweg zwischen der B 1 und der Brandenburger Straße soll erhalten bleiben. Aktuell entspricht die Moosfennstraße nicht nur wegen der verschlissenen Oberfläche nicht mehr den Standards einer Haupterschließungsstraße, sondern auch wegen der engen Gehwege. „Wenn man mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen unterwegs ist, kann es gefährlich werden“, sagte Christian Kaula. Deshalb soll auf der östlichen Seite ein 1,5 Meter breiter Gehweg entstehen und auf der anderen Seite ein 1,15 Meter breiter Streifen für Fußgänger. Radfahrer bleiben auf der Fahrbahn, sollen aber auch entgegen der Einbahnstraße fahren dürfen. Auf Anregung von Markus Altmann (Bündnis 90/Die Grünen) wird das vom Bauamt auch für den Kugelweg geprüft.

Eine weitere Variante wurde von Polizei und Verkehrsamt abgelehnt

Die Fahrbahn selbst wird auf fünf Meter ausgebaut. Zwischen den Grundstücksgrenzen entsteht eine komplett befestigte Fläche. Parken soll in den eingezeichneten Bereichen erlaubt bleiben. Eine andere Variante, die den Anwohnern im Mai ebenfalls vorgestellt wurde, sah einen 1,50 Meter breiten Gehweg vor, eine 3,50 Meter breite Fahrbahn und eine extra Parkfläche am Rand. „Bei der Polizei und dem Verkehrsamt ist diese Variante nicht befürwortet worden“, erklärte Christian Kaula.

Das Regenwasser soll nach derzeitigem Planungsstand gesäubert in den Moosfenn laufen. Dies stieß auf Kritik. „Wir hatten in der Moosfennstraße immer ein Problem mit Feuchtigkeit. Das Wasser dorthin zu leiten, finde ich schwierig“, sagte Joachim Lindicke (SPD). Auch Hermann Bobka (CDU) sprach dies an, warnte aber auch davor, das Wasser zur B 1 hin abzuleiten. Das Ingenieurbüro will die Entwässerung noch einmal prüfen.

Peter Kreilinger (CDU) fragte, ob es möglich wäre, auf der einen Seite einen Gehweg zu bauen und den anderen für Radfahrer einzurichten. Christian Kaula zufolge sei dies gefährlich, weil der Radweg dann genau vor den Grundstücken verlaufen würde und die Autofahrer schlechte Sicht in ihren Ein- und Ausfahrten haben, da die Häuser teils direkt an der Grundstücksgrenze stehen. „Auf der Straße können die Verkehrsteilnehmer kommunizieren“, so Christian Kaula. Der Bauausschuss votierte einstimmig dafür, die vorgestellte Variante umzusetzen.

Von Luise Fröhlich

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