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Werder (Havel) Thomas Dosk ist neuer Vereins-Chef des Ruder-Klubs Werder
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder (Havel) Thomas Dosk ist neuer Vereins-Chef des Ruder-Klubs Werder
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14:01 30.11.2018
Macht keine halben Sachen: Thomas Dosk übernimmt ab sofort die Führung des Ruder-Klubs in Werder. Quelle: FOTO: Anne Knappe
Werder

Thomas Dosk zieht die Augenbrauen hoch, presst die Lippen zusammen. Die Fußstapfen, in die er tritt, sind groß: „Oh ja, sie war Weltmeisterin – das muss man erstmal toppen. Sie wird immer in Ehren gehalten“, sagt der 65-Jährige. Thomas Dosk wurde jüngst zum neuen Vorsitzenden des Werderaner Ruder-Klubs gewählt. Er tritt damit die Nachfolge der verstorbenen Olympia-Siegerin und Ärztin Brigitte Ahrenholz an.

Brigitte Ahrenholz hatte das Rudern mit 14 Jahren in der BSG Einheit Werder auf der Havel erlernt. Schon mit 19 Jahren wurde sie Vize-Europameisterin im Achter. 1973 holte sie erst den Europameistertitel im Doppelvierer, ein Jahr darauf den Weltmeistertitel. 1976 gewann sie dann für die DDR bei Olympia in Montreal Gold im Ruder-Achter.

Holger Scharf, der zweite Vorsitzende, hatte die Geschäfte zeitweise übernommen, wollte als Berufstätiger in leitender Funktion den Verein aber nicht dauerhaft führen. „Er wurde mehr oder weniger auch in das Amt reingeworfen. Es musste ja weitergehen“, sagt Thomas Dosk. Der Ruder-Klub-Werder hat aktuell 150 Mitglieder. „Es lief erstmal, weil es ein gut funktionierender Verein ist. Jeder erfüllt seine Aufgaben – oft machen sie mehr, als man überhaupt nötig“, so Dosk.

Der 65-Jährige und von Vater von drei Töchtern ist auf der Werder Insel groß geworden, hat schon immer in der Fischerstraße gelebt. Bis 1974 war er mit „Leib und Seele“ aktiver Ruderer. Er wäre auch gerne Weltmeister geworden, sagt er. „Aber ich war zu klein“, lacht er. Nach dem Studium zum Bauingenieur war dann Schluss – zum Rudern blieb keine Zeit mehr. „Was ich mache, das habe ich immer intensiv gemacht. Mit halber Liebe geht das nicht“, sagt er.

Nach der Wende machte er sich mit seiner Baureperaturenfirma selbstständig. Das war die Zeit, in der er auch wieder zu den Ruderern zurückkehrte. Als Sponsor unterstütze er den Verein. Noch zwei Jahre will er seinen Baubetrieb weiterführen, bis er in Rente geht. In die Aufgaben als Vereins-Chef möchte er sich nun reinarbeiten. „Ich habe mein ganzen Leben geführt und gelenkt – ich traue mir das zu“. Eine seiner ersten Amtshandlungen war, Hans-Jörg-Dahl von seiner Vorstandsarbeit zu verabschieden, der den Verein als Vorsitzender durch die Wendezeit lenkte und nach 30 Jahren Leitung als Regattachef ausscheidet. Er bleibt Ehrenmitglied.

Thomas Dosk möchte in Zukunft weitere Sponsoren finden – am liebsten würde er auch eine Werkstatt, das heißt eine längere Halle, zum Reparieren der Boote bauen. Als nächste große Aufgabe steht zudem der 100-jährige Geburtstag des Ruder-Klubs an. Im Schützenhaus wird am 8. Dezember ab 17 Uhr das Jubiläum mit Kulturprogram der Ruderjugend, der Frauen und mit dem traditionellen Männerballett gefeiert. „Aber auch hier hat Brigitte Ahrenholz alles gut vorbereitet“, sagt Dosk.

Von Anne Knappe

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