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Potsdam-Mittelmark Werder durch die Linse einer Super-8-Kamera
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder durch die Linse einer Super-8-Kamera
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18:38 05.09.2017
Der Bus nach Potsdam, auch „Das blaue Wunder“ genannt, biegt am Plantagenplatz ein. Quelle: Foto: privat
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Werder

Bei einer 700-Jahr-Feier in Werder darf der Goldschmied Alfons Link nicht unerwähnt bleiben. In den 1960er- und 1970er-Jahren hat er mit seiner Super-8-Kamera bemerkenswerte Szenen aus dem Werderaner Alltagsleben festgehalten. Er war seit der zweiten Karnevalsveranstaltungen mit dabei, wurde sogar Ehrenmitglied, dokumentierte Szenen aus dem Stadtleben, Feste und Ausstellungen. Er filmte Straßenbauarbeiten im Rahmen des Nationalen Aufbauwerks der DDR, eine Fahrt des Wohnbezirksausschusses WBA IV nach Oberjünne und ließ sich auch eine Blumenausstellung auf dem Rauenstein nicht entgehen.

Der Heimatverein Werder konnte das Filmmaterial nach dem Tod von Alfons Link für die Stadt vor einigen Jahren sichern. Seine Tochter hat die rund 50 Schmalfilmrollen kostenlos zur Verfügung gestellt. Im Zusammenhang mit dem 700. Geburtstag der Blütenstadt in diesem Jahr sind die Filme nun von der Stadt Werder digitalisiert und mit Unterstützung des Ortschronisten Baldur Martin aufbereitet worden. Bei Filmvorführungen am 8. und 9. September im Scala Kulturpalast soll es jeweils einstündige Vorführungen geben.

Am Freitag, 8. September, um 19.30 Uhr geht es um den Karneval in Werder, um Prunksitzungen, Tanzvorführungen und Umzüge. Bilder zeigen zum Beispiel, wie bei einer Veranstaltung auf der Friedrichshöhe bei offenem Feuer ein Hase gebraten wurde. Bei einer Mottoveranstaltung „Besuch aus dem Weltall“ werden Interviews mit sprechenden Bäuchen geführt.

Auch frühere Karnevalsumzüge hat Alfons Link für die Nachwelt festgehalten. Als Karnevalspaare tauchen unter anderem Manfred Lindicke mit Gabriele Seidel (geb. Plönning), Walter Kassin mit Elke Duiff (geb. Neumann) oder Joachim Raupach mit Rita Jucha (geb. Wils) auf. Eine Schmergower Showtanzgruppe ließ ihre Mädels so leicht bekleidet wie nie, nämlich in schwarzen Badeanzügen, in Werder auftreten.

Bei der Vorführung am Sonnabend, 9. September um 19.30 Uhr werden Szenen aus dem Werderaner Alltagsleben der 1960er- bis 1970er-Jahre gezeigt, darunter das Blütenfest von 1966, ein Schneesturm oder Straßenszenen. Alfons Link filmte auch den Bau der Ernst-Haeckel-Oberschule. Auf anderen Aufnahmen ist zu sehen, wie Erntehelfer vom Bahnhof abgeholt werden und mit vollen Körben am Abend wieder zurückkehren.

Ortschronist Baldur Martin war in den 60er- und 70er-Jahren ein Nachbar von Alfons Link und zudem Zeitzeuge bei vielen der gefilmten Ereignisse. Er kommentiert die beiden Kinoabende. Musikalisch wird Ute Beckert das Programm begleiten. Im Anschluss an die einstündige Vorstellung am Sonnabend wird noch ein kompletter Film des Baumblütenfestes von 1969 gezeigt.

Eintritt jeweils 7,50 Euro für Kinder und 9,50 Euro für Erwachsene. Kombiticket: 17 Euro für beide Tage.

Von Luise Fröhlich

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