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Potsdam-Mittelmark Werder saust durchs Internet
Lokales Potsdam-Mittelmark Werder saust durchs Internet
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17:25 20.07.2015
Regiomanager Uwe Klawitter und Werders Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU) besiegeln den Ausbau des Breitbandnetzes. Quelle: Foto: Heinz Helwig
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Werder

Die Deutsche Telekom will bis zum März des nächsten Jahres etwa 8000 Haushalte in der Stadt Werder und ihren Ortsteilen sowie im Schwielowseer Ortsteil Geltow an das schnellere Internet VDSL anschließen. Derzeit bestellen die Obstbauern der Region ihr Saatgut zwar auch nicht gerade per Rauchzeichen. Doch Geschwindigkeiten von zwei bis sechs Megabit pro Sekunde im Internet sind jetzt gerade für die kleineren und mittleren Unternehmen in der Region eher hinderlich für einen schnellen Informationsaustausch im Netz. „Wir müssen jetzt nicht mehr wie vor Jahren die weißen Lücken in der Fläche schließen, sondern die weißen Lücken in der Leistung des Internetzuganges“, erklärt Potsdam-Mittelmarks Vize-Landrat Christian Stein (CDU).

Mit dem schnelleren Internet können die Werderaner künftig Dateien mit einer Geschwindigkeit von 100 Megabit pro Sekunde herunterladen oder mit 40 statt bisher 10 Megabit pro Sekunde ins Netz schicken. „Wie viel jemand vom schnelleren Internet nutzen kann, hängt davon ab, wie nah er an einem Verteilerkasten wohnt,“ sagt Uwe Klawitter, Regiomanager der Telekom für Brandenburg. Darum sei sein Unternehmen bemüht, die Entfernungen zwischen den Verteilern und den Verbrauchern möglichst gering zu halten.

Im Raum Werder und in Geltow wird die Telekom rund 30 Kilometer Glasfaserkabel neu verlegen und etwa 40 Verteilerkästen austauschen. Geltow wurde wegen derselben Vorwahl in das Projekt aufgenommmen, obwohl der Ort zu Schwielowsee gehört. Auch die Gewerbetreibenden in Derwitz, das zu Werder gehört, können sich auf das schnellere Netz freuen, obwohl sie einen anderen Anbieter und eine andere Vorwahl haben. Die Verträge laufen in diesem Jahr aus, so dass Derwitz 2016 ins Telekom-Projekt einbezogen werden kann, sagt Klawitter.

Beginnen soll der Ausbau in Geltow in der Hauff- beziehungsweise der Chausseestraße. Von dort will sich die Telekom nach Werder „durcharbeiten“. Obwohl die neuen Kästen etwas größer sind, müsse niemand um sein Grundstück fürchten, so Klawitter. Der Austausch fände nur auf öffentlichen Flächen statt. Eine automatische Umstellung auf das schnellere Internet wird es nicht geben, meint der Regiochef. Wer ab März 2016 VDSL nutzen will, müsse sich selbst an die Telekom wenden.

Von Heinz Helwig

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