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Werder feiert sich selbst

Festwoche in der Blütenstadt Werder feiert sich selbst

700 Jahre Werder – wenn das kein Grund zum Feiern ist! Das ganze Jahr steht bereits unter dem Stern des großen Stadtjubiläums. Am Donnerstag beginnt nun die Festwoche, deren Wochenende das Highlight darstellt. Mit dabei ist zum Beispiel die Band „Glasperlenspiel“. Auch den historischen Festumzug am Sonntag sollte wohl kein Werderaner entgehen lassen.

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Grün-weiß-rot: Schüler des Ernst-Haeckel-Gymnasiums haben auf dem Schulhof eine gigantische „700“ gestellt. Die Idee kam Franziska Hollatz von der Agentur Auenländer und Klaus-Dieter Bartsch vom Stadtsportbund; die Agentur gestaltet das letzte Bild des Umzugs.

Quelle: werderfoto.de, Tom Klement

Werder. Das ganze Jahr steht in der Blütenstadt unter dem Stern des 700. Geburtstags. Etliche Werderaner haben besonders viel Mühe und Zeit in die Vorbereitungen der Festwoche gesteckt, die nun am Donnerstag mit der Festsitzung der Stadtverordneten auf der Bismarckhöhe beginnen wird. Das bedeutet vier Tage lang und speziell am Wochenende geballtes Programm. Die Stadt rechnet mit Tausenden Besuchern. Herausragend wird zum Beispiel der historische Festumzug am Sonntag ab 13 Uhr sein, der die Stadtgeschichte in bewegten Bildern darstellt. Beim am Sonnabend stattfindenden Livekonzert „Musik liegt in der Luft“ werden bekannte Künstler auf der Bühne an der Regattastrecke erwartet.

Erstmals in der Geschichte der Stadt Werder treffen sich die Stadtverordneten am Donnerstagabend zum Auftakt der Feierlichkeiten auf der Bismarckhöhe in Werder. Weiter geht es am Freitag mit dem Festempfang der Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU) im Schützenhaus mit geladenen Gästen. Beim Ehrenamtstag „Werder hilft“ am Sonnabend von 13 bis 16 Uhr sind 25 Vereine beteiligt. Moderiert wird die Präsentation des ehrenamtlichen Engagements in der Blütenstadt auf dem Hartplatz mit Ständen und einem Bühnenprogramm von Stadtsportbund-Chef Klaus-Dieter Bartsch und Reiner Bluck vom Werderaner Karnevalsclub (KCW). Nach der Eröffnung mit dem Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr und der Stadtchefin wird jeder Verein auf der Bühne vorgestellt. Wie Stadtsprecher Henry Klix verriet, soll es zwischendurch ein Überraschungsgeschenk der Freiwilligen Feuerwehr Werder geben. Außerdem wird die Band „Orions“ zum ersten Mal den neuen Werder-Song spielen, der gemeinsam mit dem Kinderchor der Carl-von-Ossietzky-Oberschule entstanden ist.

600 Werderaner beleben die Historie wieder

Anschließend geben sich bekannte Größen der Musikszene an der Regattastrecke beim Livekonzert die Klinke in die Hand. Mit dabei sind Kerstin Ott (bekannt durch den Song „Die immer lacht“), Madeline Juno, „The Dark Tenor“ und „Triple L & Valerie Lombardo“. Ab 21 Uhr kommt dann „Glasperlenspiel“ auf die Bühne.

Carolin Niemczyk und Daniel Grunenberg von „Glasperlenspiel“

Carolin Niemczyk und Daniel Grunenberg von „Glasperlenspiel“

Quelle: Promo

Mit 600 Teilnehmern wird sich am Sonntag der Festumzug durch die Straßen Werders schlängeln. Im Vorfeld hatte es eine hitzige Diskussion über die Darstellung der Nazi-Zeit gegeben, die darin mündet, dass der Abschnitt zwischen 1933 und 1989 weggelassen wird. Letztlich bedeute das aber nur zwei „Bilder“ weniger im Umzug, wie der Stadtsprecher erklärte. Beginnen wird das Spektakel in der Moosfennstraße und im Kugelweg, enden wird es, anders als beim Baumblütenumzug, auf dem Hartplatz. „Das wird ein Theaterstück“, sagt der Gestalter des Festumzuges, Baldur Martin. Der Ortschronist hat die Geschichte Werders dafür in vier Abschnitte unterteilt. Angeführt wird der Umzug von mittelalterlichen Herrschaften, die in der Gründungsurkunde eine besondere Rolle spielen. Im zweiten Zeitabschnitt, der Zeit der Preußischen Könige, wird zum Beispiel der Streit mit den Glindowern auf dem Sauberg anschaulich gemacht.

Kriegskapitel fällt beim Festumzug weg

Die Kaiserzeit beginnt anschließend mit dem legendären Bürgermeister Franz Dümichen. Für den Auftritt lässt sich Ex-Bürgermeister Werner Große einen Bart stehen, kündigte Klix an. Begleitet wird Dümichen von seinem Beigeordneten, dafür hat sich Hartmut Schröder, langjähriger Vize-Stadtchef in Werder, bereit erklärt. Ziegeleibesitzer, Inselbewohner, Fischer, Obstzüchter und historische Pferdewagen tauchen außerdem in diesem Teil des Umzuges auf.

Im letzten Zeitabschnitt sollte eigentlich das finstere Kriegskapitel dargestellt werden. Nachdem sich das Festkomitee, wie berichtet, nun doch dagegen entschieden hat, bleiben noch die Goldenen Zwanziger oder berühmte Persönlichkeiten wie Karl Hagemeister und Carl Schuch. Damit am Ende alles am richtigen Platz ist, die Kostüme rechtzeitig da sind, die Oldtimer in Werder ankommen und die Ansagen richtig sind, hat Baldur Martin ein „Drehbuch“. Drin steht die Zugaufstellung, die mit Namen, Telefonnummern und Hinweisen ergänzt ist. Das dürfe ihm in keinem Fall verloren gehen, sagt er.

Ein besonderer Gottesdienst

Neben der Festsitzung der Stadtverordneten auf der Bismarckhöhe wird es ebenfalls zum ersten Mal in der Geschichte Werders einen ökumenischen Gottesdienst geben.

An einem solchen Gottesdienst können Christen verschiedener Konfessionen teilnehmen. Bei der Feier werden heilige Orte oder Dinge gemeinsam genutzt.

Geplant ist er am Sonntag um 9.30 Uhr auf der Bühne an der Regattastrecke.

Parallel zum Ehrenamtstag „Werder hilft“ wird am Sonnabend zwischen 10.30 Uhr und 16 Uhr der Tanzwettbewerb „Beweg dein Leben“ auf dem Arno-Franz-Sportplatz ausgetragen.

Bei dieser Veranstaltung der Krankenkasse DAK treten die besten Tanzgruppen aus Berlin und Brandenburg gegeneinander an. Die Vorrunden hat es bereits gegeben; in Werder findet nun das Finale statt.

In der Jury sitzen Lorenzo Pignataro, Hanno Liesner und Jessica Ali. Die „Kids“ treten um 10.30 Uhr auf, die „Young Teens“ um 12 Uhr und die „Teens“ um 14 Uhr.

Von 13 bis 18 Uhr gibt es nach dem Festumzug am Sonntag auf dem Hartplatz Markttreiben mit buntem Programm.

Von Luise Fröhlich

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