Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° Sprühregen

Navigation:
Werder um 1700 Auenländer reicher

Zweite Kita und neues Parkhaus am Zernsee Werder um 1700 Auenländer reicher

In Werders neuem Stadtteil Havelauen hält der Zuzug an, entstehen weitere Wohnungen, Geschäfte an der Uferpromenade. und eine zweite Kita. Der dritte Spielplatz ist fertig und das Einkaufszentrum soll noch erweitert werden. Ein Parkhaus wird ab Frühjahr gebaut.

Voriger Artikel
Linke bezeichnen Gegendemo als Erfolg
Nächster Artikel
CDU: Vorfälle sind nicht hinzunehmen

In den Havelauen werden auf den historischen Werderwiesen am Großen Zernsee einmal 3000 Menschen in neuen Wohnungen leben.

Quelle: privat

Werder. Seit Jahren drehen sich in den Havelauen am Großen Zernsee auf einstigem Militärgelände die Baukrane. Nach Auskunft des Einwohnermeldeamtes Werder zählt die neue Gartenstadt inzwischen 1700 Auenländer. „In den nächsten Jahren wird sich die Zahl aller Voraussicht nach noch verdoppeln“, sagt Klaus-Peter Meißner von der Havelauen Entwicklungsgesellschaft mbH. Denn wie auf der Pressekonferenz verkündet, wird in den nächsten Monaten emsig weiter gebaut. Noch in dieser Woche feiert die Karina Hauskrankenpflege GmbH Richtfest für die zweite Kita in den Havelauen. Sie wird annähernd 30 Kinder aufnehmen können. Die Einrichtung wird dringend gebraucht, denn durch den Zuzug ist anders als in den Vorjahren der Bedarf an Kita-Plätzen größer als das Angebot.

Haben die Auenländer fast zehn Jahre auf ihr Einkaufszentrum warten müssen, so steht der Ausbau der Meile nun schon wieder bevor. „Neben einem Getränkemarkt wollen wir in der Erweiterung auch eine Werder-Markt-Halle integrieren“, sagt Baubetreuer Steffen Lehmann. „Die heimischen Obstbauern sind auch bereit mitzuwirken, doch bisher hat noch keiner den Vertrag unterzeichnet, ein Marktleiter wird offenbar noch gesucht“, sagt Lehmann. „Wir begrüßen natürlich einen solchen Markt, wissen aber auch, dass der Obst- und Gartenbauverein Werder ihn nicht wie die beiden anderen Märkte auch noch betreiben kann“, sagt Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU). Die Stadt hatte die Märkte dem Verein verpachtet, weil sie sonst auf lange Sicht zu scheitern drohten.

Auch an der neuen Uferpromenade mit Stadtplatz werden in den nächsten Wochen wieder Baumaschinen anrücken, denn die Antan Recona baut im Anschluss an die Havelterrassen weitere 112 Wohnungen und sechs Läden. Mit dem Parkhaus über vier Etagen mit 170 Stellplätzen soll auch alsbald begonnen werden. Und wer einen Liegeplatz für sein Boot sucht, braucht in den Havelauen auch nicht lange suchen, denn 130 Plätze sind dafür auf dem Kanal reserviert.

„Obwohl keine Pflicht und nicht zwingend notwendig, wird der Hafenbetreiber die Buchardi/Arndt GbR auf 60 Meter Länge an der Promenade für noch mehr Sicherheit Poller auf stellen, die mit Ketten verbunden sind“, sagt Stadtoberhaupt Saß auf Nachfrage der MAZ. Anwohner und Gäste hatten gegenüber der Stadt Bedenken geäußert, weil sie befürchten insbesondere Kinder könnten ins Hafenbecken stürzen, wenn Zugänge nicht abgesperrt sind. Schon jetzt nicht mehr wegzudenken ist die Brücke über den Kanal, die im Sommer offiziell mit einem fest eingeweiht wurde. „Ohne Zweifel war die Entscheidung der Stadt für die Brücke über den Kanal genau richtig, denn durch die Verbindung sind die Eigenheimsiedlung wie auch der Stadtplatz auf kurzem Wege zu erreichen“, sagt Saß.

Doch die Entwicklung der Region war nur möglich, weil die Trax Erschließungsgesellschaft die Vorarbeit leistete. „Wir haben auf fast zehn Kilometer Straßen gebaut und 13 Millionen Euro investiert. Jetzt ist unser Werk in den Havelauen vollbracht“, sagt Uwe Brühl. Dazu gehören 253 erschlossene Baugrundstücke auf denen bereits 230 Eigenheime errichtet wurden. Zur besseren Verkehrsführung soll in den nächsten Monaten die Einfahrt über die Otto-Lilienthal-Straße in die Havelauen ausgebaut werden. Für die Entschärfung der Kurve sind laut Brühl 250 000 Euro nötig.

Während noch weitere Wohnungen für Senioren und Gebäude für medizinische Einrichtungen im Plan stehen, sind in das Seniorenpflegeheim Zernseehof schon die ersten Bewohner eingezogen. Sie kommen unter anderen aus Köln, Düsseldorf und Glindow. Die Familie wohnt nicht selten nebenan in einer neuen Wohnung mit Blick auf den Zernsee.

Von Regine Greiner

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam-Mittelmark

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg