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Werder will ab Saison 2014 Kurtaxe kassieren

Einnahmen im sechsstelligen Bereich erwartet Werder will ab Saison 2014 Kurtaxe kassieren

Mit Erfolg hat die Stadt Werder in diesem Jahr die Anerkennung als Erholungsort verteidigen können. Nun bereitet sie die Einführung der Kurtaxe vor, die ihre Nachbargemeinde Schwielowsee bereits in dieser Saison durchgesetzt hat.

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Der Park Petzow ist zu jeder Jahreszeit ein beliebtes Ausflugsziel für Einheimische und Gäste.

Quelle: MAZ-Archiv

Werder. "Ich hoffe, dass wir die entsprechende Satzung noch in diesem Jahr in der Stadtverordnetenversammlung beschließen können", sagt Werders stellvertretende Bürgermeisterin Manuela Saß der MAZ auf Anfrage. Stimmen die Abgeordneten dem Vorschlag der Verwaltung zu, wären ab Mai 2014 für Urlauber in der Stadt und den Ortsteilen pro Übernachtung 1,50 Euro fällig. In Schwielowsee sind es 1 Euro. Eine Einführung des Kurbeitrages ab April zum nächsten Blütenfest wird offenbar nicht angestrebt, obwohl es in der Stadtkasse klingeln würde. Schließlich sorgt die größte Gartenparty Deutschlands stets für ausgebuchte Hotels in Werder.

Bei jährlich 250000 Übernachtungen rechnet die Stadt laut Saß künftig mit Einnahmen aus der Kurtaxe im sechsstelligen Bereich. "Mit der Beitragshöhe orientieren wir uns an Burg und Lübbenau im Spreewald, die wie wir zu den Leuchttürmen im Tourismusland Brandenburg gehören", sagt Saß. Das Geld aus der Kurtaxe würde in der Stadt dringend gebraucht, um die Anziehungspunkte für die Gäste zu erhalten und zu verschönern. "Ein Radweg entlang der Landesstraße 90 zwischen Glindow und dem Spargelhof Klaistow müsste aber dringend gebaut werden, weil dort das Fahren mit dem Rad äußerst gefährlich ist", sagt Saß. Schon jetzt sind die Ausgaben der Stadt für gepflegte Anlagen erheblich. So muss sie jährlich 20 000 Euro für die Erhaltung der Radwege aufbringen, annähernd 60000 Euro für die Pflege des beliebten Petzower Parks.

Die Stadt Werder will die Zusammenarbeit mit Beelitz weiter ausbauen, um das gemeinsame Mittelzentrum der beiden Orte attraktiver zu machen. Darüber hinaus müsse laut Saß das Wegeleitsystem in Werder erneuert werden. Seit dem Aufstellen der Hinweisschilder 1999 in Werder sei viel Zeit ins Land gegangen, die ihre Spuren auf den Tafeln hinterlassen haben.

Große Hoffnungen setzen Saß und die Leiterin des Stadtmarketings, Alexandra Fabig, auf den 9. Werderaner Wirtschaftstag am 13. November im Schützenhaus auf der Insel. "Wir wollen, dass unsere regionalen Produkte für die Touristen und Gäste noch besser präsentiert und vermarktet werden", sagt Fabig. "Ob es die Hofkäserei in Töplitz ist, die Ölmühle in Werder oder die Obstbrennerei in Glindow ‒ die Familienbetriebe und ihre regionalen Produkte gehören zu einem Potenzial, aus dem sich gemeinsam mit dem Gastgewerbe noch mehr machen lässt", so Fabig. Sie erwartet vom Wirtschaftstag neue Impulse, die dem Tourismus in der Stadt noch mehr Individualität geben. "Aber wir können nicht alle Probleme lösen", sagt Saß. Völlig unbefriedigend ist für die Stadtverwaltung die Situation am Bahnhof als Eingang zur Stadt. "Aber uns sind die Hände gebunden, denn das Bahnhofsgebäude ist im Privatbesitz wie auch das unschöne Containergelände gegenüber."

Abgeordnete hatten den Zustand des Bahnhofsgebäudes auf der jüngsten Stadtverordnetenversammlung kritisiert. Die Verwaltung will laut Saß Kontakt zum Eigentümer des Bahnhofsgebäudes aufnehmen, um eine einvernehmliche Lösung zu erreichen.

Von Regine Greiner

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