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Werderaner heiß auf Darm mit Charme

eBooks sind der Renner Werderaner heiß auf Darm mit Charme

Die Werderaner lesen wieder mehr und haben im Vergleich zum Vorjahr auch öfter die Stadtbibliothek besucht. Die Erwachsenen griffen am häufigsten zum Titel „Darm mit Charme“ von Giulia Enders und die Kleinen zu „Gregs Tagebuch“, aufgeschrieben von Jeff Kinney.

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Birgit Mücke (l.) und Kimberly Bönisch bei der Titelauswahl.

Quelle: Stähle

Werder. Nein, Werderaner arbeiten nicht nur gerne im eigenen Garten oder tummeln sich auf oder an der Havel. Sie haben in den vergangenen Monaten einmal mehr das Lesen für sich entdeckt. Und das zur Freude der Stadtbibliothek und deren Leiterin Birgit Mücke. Bei den Lesern der Blütenstadt besonders beliebt war nicht nur die Fachliteratur über schöne Gartengestaltung, reiche Ernten und optimale Bodengestaltung. In diesem Jahr wollten besonders viele Leser des Erholungsortes mehr über das schwarze Schaf unter den Organen erfahren, den Darm, laut Experten völlig unterschätzt, wenn er verrückt spielt.

Auch wenn manchem Werderaner das Drama um die unvollendete Therme in Werders Havelauen auf den Magen geschlagen sein könnte, der Grund für die Sucht nach Darmlektüre waren die ständigen Hiobsbotschaften über den Badbau wohl eher nicht. Aber das Sachbuch „Darm mit Charme“ hat es in Werder nun mal auf Platz 1 in der Liste der ausgeliehenen Bücher geschafft. Und während Mama und Papa mit der gestörten Darmflora kämpften, reisten die lieben Kleinen in ihrem Buch aus der Bibliothek durch Europa und fragten sich „Wieso? Weshalb? Die größeren Geschwister dagegen wollten den Jugendroman „Silber – das erste Buch der Träume“ nicht mehr aus der Hand legen. Nicht weniger gefiel den Mädchen und Jungen das Kinderbuch „Gregs Tagebuch“. Mit insgesamt 106 626 Entleihungen haben die Bibliotheksmitarbeiter 39 Entleihungen mehr als im Vorjahr registriert. Die Zahl der Besucher in der Bücherei stieg um 74 auf 32 219. „Die Entleihungen von eBooks, eAudios und ePaper sind bei uns um annähernd 20 Prozent gestiegen“, sagt Bibliotheksleiterin Birgit Mücke. Die Onleihe wird laut Stadtverwaltung Werder vom Landkreis Potsdam-Mittelmark finanziert. Die Stadt und ihre Bibliothek haben sich darüber hinaus auch an der Aktion „Weltrekord Lesen 2015“ mit der längsten Leserreise mit dem Autor Stefan Gemmel beteiligt. Dabei drehte sich alles um das neue Buch Gemmels „Im Zeichen der Zauberkugel“.

In den Sommerferien hatten sich nach einem Aufruf der Stadt Werder 104 Kinder am Sommerleseclub in der Stadtbibliothek beteiligt. Und weil Werder auch den Nachwuchs bei der Stadtgestaltung zu Wort kommen lassen will, lud sie Kinder zur Teilnahme am Projekt „Lesen macht stark“ ein und übergab ihnen auf Zeit symbolisch das Kommando. „12 Kinder haben sich überlegt, was sie ändern würden, wenn sie Chef von Werder wären“, sagt Vizebürgermeister Christian Große (CDU) und zeigte sich außerordentlich zufrieden über die Aktion. Dabei standen sichere Schulwege und ein neuer Tunnel statt der Bahnschranke in der Eisenbahnstraße für die Kinder wie auch viele Werderaner überhaupt an erster Stelle.

Von Regine Greiner

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