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Werders große Pläne mit der Blütentherme

Bauprojekt in Werder an der Havel Werders große Pläne mit der Blütentherme

Die Stadt Werder (Potsdam-Mittelmark) hält an dem Bau der Blütentherme fest – und nicht nur das. Nach der Trennung von der Kristall Bäder AG werden jetzt neue, größere Pläne geschmiedet. In zwei Jahren soll das Bad mit mehr Attraktionen öffnen. Danach sollen ein Hotel, ein Wohnpark und ein überdachter Hafen folgen.

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Noch befindet sich die Blütentherme in Werder im Bau. Eröffnung soll in zwei Jahren sein. Foto: Christel Köster

Werder. Noch ist von einem Leuchtturm, einem Hotel und einem Wohnpark an der Therme in den Havelauen nichts zu sehen. Das soll sich jetzt ändern. Bis 2018 will die Stadt Werder die Therme mit mehr Attraktionen vollenden.

Die Visionen Hamburger Planer von einer Bäderlandschaft mit gläsernem Spaßbereich, Sauna auf dem Zernsee und Hotel wurden am Mittwochabend im Badausschuss der Stadtverordnetenversammlung grundsätzlich begrüßt. Mitglieder des Gremiums unter Vorsitz von Anja Spiegel (SPD) sprachen sich dafür aus, insbesondere die Therme als Herzstück vorrangig zu vollenden. Neben dem Hotel sollen im Umfeld der Bäderlandschaft ein Wohnpark und ein überdachter Hafen umgeben von Wohnungen entstehen. Eine endgültige Entscheidung zu den Plänen ist noch nicht gefallen.

Hoffnung auf 300 000 Besucher

Der Grundstein für die Blütentherme wurde 2011 in den Havelauen gelegt.

Ende 2012 wollte die Kristall Bäder AG als damaliger Baupartner der Stadt das Familienbad mit Saunalandschaft für jährlich 300 000 Besucher öffnen.

Nach Streitigkeiten über steigende Kosten und Bauweise trennte sich die Stadt im April 2016 von der Kristall Bäder AG. Die Gesellschaft betreibt die Therme in Ludwigsfelde und schätzt die Besucherzahlen dort auf annähernd 600 000 Gäste.

Die Stadt Werder hat bisher annähernd 20 Millionen Euro in den Thermenbau investiert. Sie rechnet mit weiteren Millionen für die Fertigstellung. Planer halten eine Hafenstadt mit Hotel und Wohnungen für erforderlich, damit sich die Therme rechnet.

Doch bereits jetzt schließen die Stadt und die Hamburger GBG Projektentwicklung GmbH Änderungen des B-Planes, die Zeit kosten, nicht aus. Werders Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU) stellte in der Ausschusssitzung klar, dass die Stadt als Eigentümer der Therme auf keinen Fall das komplette Umfeld der Bäderlandschaft mit Hotel, Wohnpark und Ferienwohnungen bebauen will. „Die Therme hat Vorrang, aber sie braucht ein attraktives Umfeld, damit sie wirtschaftlich betrieben werden kann“, sagte Saß. Für den Architekten und Geschäftsführer der GBG, Gerhard J. Geising, aus Hamburg hat das Bad auf jeden Fall Zukunft, wenn es besondere Anziehungspunkte bietet und das Umfeld mit Hotel, Wohnpark, Lokal im Leuchtturm für reichlich Gäste sorgt.

Für die Therme in Werder und die künftige Sauna gibt es ein Vorbild – die Fontanetherme in Neuruppin

Für die Therme in Werder und die künftige Sauna gibt es ein Vorbild – die Fontanetherme in Neuruppin. In Werder soll es beim Saunieren einen Seeblick geben, genau wie in Neuruppin auch.

Quelle: Peter Geisler

Während die Zielrichtung zum größten Teil klar ist, bleibt weiterhin völlig offen, wer das Bad weiterbaut und betreibt, das Hotel und den Wohnpark errichtet und finanziert. Werders Bürgermeisterin zeigte sich im Anschluss an die Sitzung des Badausschusses zufrieden. „Ich habe mich gefreut, dass zur Präsentation nicht nur der Ausschuss und die Planer unter sich waren, sondern auch Stadtverordnete und Werderaner gekommen waren“, sagte Saß. „Wir bereiten schließlich die gegenwärtig wichtigste Entscheidung für Werder und seine weitere Entwicklung vor.“ Nach der nächsten Sitzung des Gremiums will der Ausschuss den Stadtverordneten empfehlen, ob die Stadt oder ein Investor die Therme vollendet, wer sie betreiben und das Umfeld mit Hotel und Wohnpark bauen könnte.

Ein Leuchtturm wie im Hafendorf Rheinsberg soll künftig die Havelauen in Werder bereichern

Ein Leuchtturm wie im Hafendorf Rheinsberg soll künftig die Havelauen in Werder bereichern.

Quelle: Peter Geisler

Im April hat sich die Stadt nach langem Streit von ihrem Partner der Kristall Bäder AG getrennt und die Baustelle übernommen und gesichert. Zuvor hatten sich die Stadtverordneten für das Aus der Partnerschaft ausgesprochen. In den nächsten Wochen werden sie beschließen müssen, wie es mit Therme weitergeht und welche Visionen Wirklichkeit werden sollen.

 

Von Regine Greiner

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