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Weseramer Ortsdurchfahrt wird endlich saniert

Straßenbau Weseramer Ortsdurchfahrt wird endlich saniert

Ihre Sanierung war längst überfällig. Vermutlich zuletzt zu DDR-Zeiten wurde die Ortsdurchfahrt in Weseram (Potsdam-Mittelmark) saniert. Genutzt wird sie von vielen Auto- und Lastwagenfahrern: Die L 91 verbindet Brandenburg mit Ketzin und Potsdam-Nord. Nun werden mehr als 120.000 Euro in die Fahrbahnerneuerung investiert.

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Schicht für Schicht fräsen die Mitarbeiter der Straßenmeisterei von der Weseramer Ortsdurchfahrt ab.

Quelle: Marion von Imhoff

Weseram. Laut scheppernde Lastwagen auf der holprigen Hauptverkehrsstraße in Weseram sollen bald der Vergangenheit angehören. Die Weseramer Ortsdurchfahrt wird derzeit für 120 000 Euro saniert. Bitter nötig ist das: „Es ist seit 20 Jahren überfällig“, bestätigt Mike Magaschütz, Leiter der Straßenmeisterei Brandenburg. Seit Jahrzehnten leiden die Weseramer am Lärm, der von der schlechten Asphaltpiste vor ihren Haustüren ausgeht. Jedes Schlagloch, jede Unebenheit führt zu einem erhöhten Geräuschpegel.

Zuletzt sei die Straße vermutlich zu DDR-Zeiten grundsaniert worden, so Magaschütz. Definitiv sei seit dem Jahr 2000 nichts mehr in dieser Form gegen die holprige Fahrbahn unternommen worden.

Am Donnerstag werden die Arbeiten aber nun erst einmal unterbrochen bis zur ersten Juli-Woche. Grund ist nach Angaben von Magaschütz ein urlaubsbedingter Personalengpass. So bauen die Männer der Straßenmeisterei die Baustellenampeln für gut drei Wochen nun wieder ab.

Bisher frästen die Mitarbeiter der Straßenmeisterei Brandenburg Unebenheiten ab. 6600 Quadratmeter umfasst der Straßenabschnitt, der bearbeitet werden sollte. Doch erst 50 Prozent davon seien geschafft, sagt Magaschütz.

Über eine Baustellenampel wurde bisher der Verkehr halbseitig an der Baustelle vorbei geleitet. So soll es dann auch in gut drei Wochen weiter gehen. Der Leiter der Straßenmeisterei spricht von längstens zwei Wochen, die dann dafür ungefähr noch nötig seien. Ab Ende August, vermutlich aber eher Anfang September wird eine Tiefbaufirma anschließend eine gut zweieinhalb Zentimeter dicke Asphaltdecke aufgetragen.

Asphalt für die Buckelpiste

Der Untergrund der Weseramer Ortsdurchfahrt macht den Männern der Straßenmeisterei zu schaffen. Sind diese Arbeiten abgeschlossen, kommt eine neue Asphaltdecke auf die Fahrbahn. Die meisten Straßen in Deutschland sind asphaltiert. Sie decken 95 Prozent des Straßennetzes ab.

Von Gemeindestraßen sind es 75 Prozent. Die restlichen 25 Prozent sind gepflastert oder haben eine Betondecke. Auf Bundesstraßen wird nur Asphalt verwendet.

Asphaltschichten von drei bis vier Zentimetern haben eine durchschnittliche Lebensdauer von zwölf bis 18 Jahren. Es kommt dabei sehr auf die Verkehrsbelastung an.

Derzeit laufen Ausschreibung und spätere Vergabe des Auftrags. Mit einer endgültigen Fertigstellung der Ortsdurchfahrt rechnet die Straßenmeisterei für den Herbst. Solange müssen die Weseramer und Pendler mit der Baustelle leben.

„Die Fahrbahn wird wieder geglättet, damit die Belästigung für Anwohner durch klappernde Lastwagen beendet wird“, so Magaschütz. Wer die Weseramer Ortsdurchfahrt nutzt, und das sind täglich durchschnittlich 4687 Auto- und Lastwagenfahrer auf der Landstraße 91 zwischen Brandenburg und Potsdam, kennt sie als holprig. Es ist die Hauptverbindung nach Ketzin und wird als immer bekannter werdender Geheimtipp genutzt, um den von Baustellen verstopften südlichen Berliner Ring zu meiden.

Derzeit ist die Strecke besonders stark frequentiert als dritte Verkehrsschlagader zwischen Potsdam und Brandenburg neben der Autobahn 2 und der Bundesstraße 1. Letztere ist bekanntlich noch bis zum Monatsende voll gesperrt.

Eine gründliche Sanierung ist es nicht: „Wir bringen die Ortsdurchfahrt jetzt mit bescheidenen Mitteln auf Vordermann“, sagt der Fachmann. „Es ist wie eine Schönheitsoperation.“ Mehr sei für die nächste Zeit nicht drin: „Die Neubauabteilung hat sie für die nächsten fünf, sechs Jahre nicht im Programm.“

Der Untergrund der Ortsdurchfahrt ist so abgenutzt und unterschiedlich aufgebaut, dass genau deswegen keine genaue Zeitprognose für die derzeitigen Arbeiten möglich ist. Die Männer arbeiten sich Schicht für Schicht und Meter für Meter voran. Wie der Untergrund beschaffen ist, sehen sie erst, wenn die Fräsmaschine die oberste Schicht abgehobelt hat.„Wir glätten die Spurrillen und Verwerfungen. Dann kommt später der Dünnschichtbelag darüber“, erläutert Magaschütz die Arbeitsweise. Weil der Untergrund so schwierig sei, hätten die Arbeiten auch nicht in der vorgesehen Zeit abgeschlossen worden können.

Von Marion von Imhoff

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