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Potsdam-Mittelmark Blitzeis bremst Schulbusse aus
Lokales Potsdam-Mittelmark Blitzeis bremst Schulbusse aus
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11:13 05.03.2018
Anliegerpflicht erfüllt. Reiner Faatz streut Sand gegen das Blitzeis auf dem Gehweg der Belziger Landstraße in Wiesenburg. Quelle: René Gaffron
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Bad Belzig

Im Hohen Fläming sind zahlreiche Schulbänke am Montag unbesetzt geblieben. Neben der Grippewelle war das Blitzeis schuld, das sich am frühen Morgen gebildet hatte. Deshalb war der Busverkehr am Morgen zu großen Teilen lahm gelegt.

„Bei uns fehlt etwa ein Drittel der Schüler“, bestätigt Kathrin Wiencek. „Der Unterricht findet aber trotzdem wie geplant statt“, so die Leiterin des Fläming-Gymnasiums. Ähnlich die Lage in den anderen Schulen in Bad Belzig und Umgebung. Denn Regiobus Potsdam-Mittelmark, Omnibusunternehmen Armin Glaser, Klepzig, und – teilweise – Lange-Tours, Görzke hatten aus Sicherheitsgründen den Busverkehr am Morgen eingestellt.

Zahlreiche Unfälle auf spiegelglatten Straßen

Die Straßen in Brandenburg waren heute Morgen spiegelglatt. Überfrierende Nässe verwandelte die Straßen und Fußwege über Nacht in Eisbahnen. Die Polizei zählte zahlreiche Unfälle. Ausnahmezustand auch auf den Straßen in Berlin.

Die Entscheidung, dass die Busse im Depot bleiben, ist kurz vor 7 Uhr getroffen worden. „Das Problem waren nicht die Bundes- und Landesstraßen. Dort war alles vorbereitet“, so Hans-Jürgen Hennig. „Aber die Kommunalstraßen waren für unsere Fahrer fast durchweg nicht zumutbar“, resümiert der Geschäftsführer der kreislichen Verkehrsgesellschaft. Ähnlich die Einschätzung in Klepzig, die jedoch unabhängig getroffen wird, wie Sieglinde Glaser berichtet.

Gefahr besonders auf Kopfsteinpflaster

In den Morgenstunden hatte der leichte Regen, der auf den gefrorenen Untergrund traf, gleich Blitzeis gebildet. Insbesondere auf Kopfsteinpflaster war es extrem rutschig. „Deshalb haben wir zwar die Strecke nach Brandenburg an der Havel bedienen können, die Linie von Ziesar über die Dörfer nach Bad Belzig aber nicht“, so Carmen Lange aus Görzke. „In Werbig kommt der Bus bei solchen Verhältnissen den Berg gar nicht hoch.“

Als Vorwurf will Jörg Großkurth vom Bauhof Bad Belzig das dennoch nicht gelten lassen. Obwohl die Prognose für die Wetterunbilden für das Havelland und nicht für die hiesige Region angekündigt hat, waren er und acht Mitarbeiter auf fünf Autos seit 4 Uhr im Streueinsatz. „Unter der Berücksichtigung der Sicherheit von Kollegen und Technik ist ordentlich nach Plan gearbeitet worden“, sagt der Einsatzleiter in der Kur- und Kreisstadt.

Gehwege nur teilweise gut abgestumpft

Allerorten waren auch die Eigentümer in der Pflicht, zumindest die Gehwege vor ihren Grundstücken abzustumpfen. Das wurde dem Vernehmen nach wie immer in sehr unterschiedlicher Qualität erledigt.

Immerhin sind bislang keine schweren Unfälle bekannt geworden. „Lediglich auf der Linie 635 hat ein Bus einen geringen Sachschaden davon getragen, als bei Derwitz ein Auto hineingerutscht ist“, berichtet Hans-Jürgen Hennig. Im Tagesverlauf hatte das Unternehmen einige Probleme dann im Raum Werder/Havel und Potsdam zu meistern. Neben dem sich dort verschlechternden Straßenzustand dort waren es die Staus, die sich nach Unfällen auf den Autobahnen auf den Umleitungsstrecken gebildet haben.

Von René Gaffron

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