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Potsdam-Mittelmark Widerstand gegen Mastbetrieb in Steinberg
Lokales Potsdam-Mittelmark Widerstand gegen Mastbetrieb in Steinberg
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09:44 28.07.2014
Protest gegen Aufzuchtanlage in Steinberg Quelle: Alex Hofford
Steinberg

In Steinberg sind sind zwei Hallen mit je 50.000 Tierplätze für Junghennen mit zugehörigen Nebeneinrichtungen geplant.

Errichtet werden soll die geplante Anlage auf der Nordseite der A 2 nahe der Steinberger Autobahnbrücke. Hinter der Investition steht die Agrarhof Steinberg GmbH mit Axel Lenz aus Buckau. Gegenstand des Unternehmens sind laut Handelsregister landwirtschaftliche Arbeiten, Handel mit landwirtschaftlichen Produkten und die Tierproduktion. Lenz wollte sich in dieser Woche nicht zum Projekt äußern. Für Einzelheiten sei es wegen der noch ausstehenden Auslegungsphase zu früh, meinte Lenz.

In der Gemeinde Buckautal und im Amt Ziesar hat man gegen das Vorhaben an sich nichts. Verwaltungschef Norbert Bartels sagte der MAZ Mitte Mai: „Wir haben nichts gegen solch eine Anlage. Von Landschaft und Tourismus allein kann unser strukturschwaches Amt nicht leben. Ich denke, dass unsere Region dieses Vorhaben durchaus verträgt.“

Schon im Mai machten die Kritiker von großen Aufzuchtanlagen gegen das Projekt mobil. So sei nach Ansicht von Friederike Schmitz vom „Bündnis Tierfabriken-Widerstand“ jetzt die richtige Zeit, gegen diese Mega-Anlage vorzugehen.

Durch entschlossenen Widerstand von Anwohnern seien in den letzten Jahren einige geplante Tieranlagen verhindert worden. Jetzt gelte es, auch dieses Projekt zu stoppen, so Schmitz. Das Bündnis befürchtet von der Anlage ausgehenden Gestank, Atemwegserkrankungen und multiresistente Keime, die über die Lüftungsanlagen in die Umgebung gelangen würden. Nach Ansicht des Tierfabriken-Widerstands können Hühner in der industriellen Legehennenhaltung keine stabile Sozialstruktur aufbauen und würden sich gegenseitig bis hin zum Kannibalismus picken.

Das Bündnis ist ein Zusammenschluss von Menschen, die sich gegen Neubauten von Tieranlagen in Ostdeutschland einsetzen. 

Jetzt, Ende Juli 2014, erneuern die Tierschützer ihren Aufruf. Für sie ist "die geplante Anlage eine Katastrophe". Die Gewalt, so heißt es in dem Aufruf weiter, "die Tieren im Rahmen der Nutzung als 'Legehennen’ angetan wird, ist immens und nicht zu rechtfertigen". Anwohner und alle Interessierten sind herzlich eingeladen mit dem Bündnis Tierfarbiken-Widerstand Kontakt aufzunehmen.

Von Frank Bürstenbinder

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