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Potsdam-Mittelmark Widerstand gegen Wohnbebauung wächst
Lokales Potsdam-Mittelmark Widerstand gegen Wohnbebauung wächst
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19:59 05.03.2018
Quelle: Detlev Scheerbarth
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Kleinmachnow

Wenn Interessen von Grundstückseigentümern gegen Umweltschutzbelange stehen, kann es schon einmal hitzig werden – das zeigt sich aktuell wieder einmal in Kleinmachnow. In den 1930er-Jahren waren Grundstücke an den Straßen Wolfswerder und Am Rund parzelliert und verkauft worden, Krieg und Spaltung Deutschlands führten jedoch dazu, dass die Besitzer dort, am Buschgraben, nie Häuser bauen konnten. Im Kleinmachnow von heute befinden sich ihre Grundstücke jedoch im Außenbereich und angrenzend an ein Landschaftsschutzgebiet. Und das sorgt seit Jahren für Ärger.

Nun beantragte die CDU/FDP-Fraktion, für die betreffenden Flächen einen Bebauungsplan aufzustellen, damit die bereits parzellierten Grundstücke „einer maßvollen Bebauung zugeführt“ werden könnten. Es ginge keineswegs darum, dort Luxusvillen mit freiem Blick auf das Naturschutzgebiet zu ermöglichen, wurde dabei betont. Doch genau diese Gefahr sehen die Naturschützer, neben der Fraktion Bündnis 90/Grüne auch der Förderverein Landschaftsschutzgebiet Buschgraben/Bäketal und die Anwohnerinitiative Grüner Buschgraben. Sie fürchten um einen wertvollen Eichenbestand sowie um die dortige Pflanzen- und Tiervielfalt. Unter anderem haben sich Biber im Buschgrabensee angesiedelt, auch seltene Amphibien und Vögel gehören zur Fauna des Biotops. Abgesehen davon hätte diese Fläche nicht nur eine wichtige Funktion als Frischluftschneise für Kleinmachnow und nach Berlin hinein, sondern seien auch Außenbereiche grundsätzlich von Bebauung frei zu halten, wurde argumentiert.

Am Buschgrabensee in Kleinmachnow haben sich Biber, seltene Amphibien sowie Vögel angesiedelt. Natur- und Tierschützer in der Gemeinde bangen nun um deren Fortbestand. Quelle: Konstanze Kobel-Höller

Sollte nun den betreffenden Eigentümern Baurecht eingeräumt werden, so fürchte man außerdem, dass damit Tür und Tor für mehr Bebauung geöffnet werde. Matthias Schubert (SDP) erwiderte den Kritikern, dass dem sicher nicht so sei, da man eine Bebauung nicht erzwingen könne. Auch wurde von den Befürwortern des Antrages betont, dass die Eichen sicher nicht komplett verschwinden würden, es solle nur eine maßvolle Bebauung erlaubt werden und an Genehmigungen für die Fällung von wertvollen Bäumen würde nicht gedacht. Außerdem gaben sie zu bedenken, dass es den Grundstückseigentümern durchaus auch bei Grünflächen offenstünde, Zäune zu setzen, da es sich schließlich um Privateigentum handle. Ein Kauf der Flächen durch die Gemeinde, der ebenfalls als Idee aufgebracht wurde, sei aufgrund der Haushaltslage nicht möglich, hieß es weiter – gerade erst hat Kleinmachnow erfahren, dass die Finanzen für 2018 über einen Nachtragshaushalt neu aufgestellt werden müssen, da nach einer neuen Steuerschätzung voraussichtlich mehr als eine Million weniger Einnahmen als erwartet einfließen werden.

Die aktuelle Diskussion um eine mögliche Bebauung am Buschgraben wurde zunächst einmal in den Umwelt- sowie in den Bauausschuss zurückverwiesen, weil das Thema im ersten Gremium noch nicht behandelt wurde. Der Umweltausschuss startet am Mittwoch mit einer Ortsbegehung. Treffpunkt ist um 17.30 Uhr in der Straße Am Rund.

Von Konstanze Kobel-Höller

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