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Widerstand gegen geplanten Brückenabriss

Tremsdorf/Gröben Widerstand gegen geplanten Brückenabriss

Ein Schildbürgerstreich der Straßenbehörde droht die Verbindung zwischen den Orten Tremsdorf und Gröben zu kappen. Die einzige Brücke über die Nuthe soll abgerissen werden. Ein Ersatzbau sei nicht geplant. Die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden protestieren. Gröben droht zur Sackgasse zu werden.

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Nuthetals Bürgermeisterin Ute Hustig spricht auch für die Tremsdorfer und protestiert vehement gegen den geplanten Abriss der Brücke nach Gröben.

Quelle: Archiv

Tremsdorf. Die Brücke über die Nuthe auf der L 771 zwischen Tremsdorf und Gröben muss komplett für den Fahrzeugverkehr gesperrt werden. Wie der Landesbetrieb Straßenwesen mitteilte, hätten sich die Schäden an der Brücke verschlimmert. Das sei bei einer Hauptprüfung festgestellt worden.

Aus Sicherheitsgründen soll nun auf der Brücke bis Ende des Monats eine Absperrung errichtet werden, um eine Durchfahrt zu verhindern. Der Überweg war schon vor Jahren für den Durchgangsverkehr gesperrt worden, Landwirtschaftsfahrzeuge durften ihn aber bislang weiter nutzen.

Nach der Komplettsperrung können nur noch Radfahrer und Fußgänger die Brücke überqueren. Das soll aber auch bald vorbei sein. Laut Landesstraßenbetrieb soll die Brücke 2017 oder 2018 ersatzlos abgerissen werden. Gegen einen Abriss formiert sich indes auf beiden Seiten der Nuthe Widerstand. Nuhtetals Bürgermeisterin Ute Hustig (Linke) und ihr Ludwigsfelder Kollege Andreas Igel (SPD) wollen sich mit einem Brief an das Land wenden, um eine Trennung der Verbindung zwischen Tremsdorf (Nuthetal) und Gröben (Ludwigsfelde) zu verhindern.

„Wenn Experten sagen, die Brücke muss gesperrt werden, dann muss ich das erst einmal so hinnehmen“, so Hustig: „Es kann aber keine Lösung sein, mit einem Abriss die Verbindung einfach zu kappen.“ Sie fordert eine Instandsetzung der Brücke, damit zumindest Radfahrer und Fußgänger sie nutzen können. „Der komplette Abriss wäre ein Problem, weil dann selbst Radfahrer und Fußgänger dort nicht mehr legal über die Nuthe kommen“, sagte der Tremsdorfer Manfred Gattung. „Für die Gröbener wäre das noch schlimmer, weil ihr Ort dann richtig zur Sackgasse wird.“

Von Jens Steglich

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