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Potsdam-Mittelmark Wie der Kern aus dem Kürbis geholt wird
Lokales Potsdam-Mittelmark Wie der Kern aus dem Kürbis geholt wird
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18:39 14.09.2015
Kürbisse in den Regalen: Silvia Wernitz vom Kreisbauernverband, Landwirt Thomas Syring und Reisemuseumsleiter Klaus Hänel (v.l.). Quelle: JST
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Zauchwitz

So schlimm wie befürchtet ist es nicht gekommen – zumindest nicht im Kreis Potsdam-Mittelmark. Die diesjährige Getreideernte auf den mittelmärkischen Feldern fällt durchschnittlich aus und damit besser als gedacht. Trotz zwischenzeitlicher Dürre entsprechen die Erträge pro Hektar bei Winterroggen, Winterweizen und Wintergerste fast genau dem fünfjährigen Ertragsmittel aus den Jahren 2010 bis 2014.

Beim Winterroggen zum Beispiel liegt dieser Mittelwert bei 35,2 Dezitonnen pro Hektar. Geerntet wurden dieses Jahr 35,26 Dezitonnen je Hektar. „Für einige Betriebe war es dennoch ein schlechtes Jahr“, sagte Silvia Wernitz, Geschäftsführerin des Kreisbauernverbands. Es gab gravierende regionale Unterschiede, so wie der Regen ungleich verteilt war. Schlechter dran war die Beelitzer Region mit ihren leichten Böden und die Gegend um Ziesar am Fiener Bruch. „Wir haben beim Roggen und Weizen etwa 30 Prozent weniger geerntet als im Vorjahr. Bei den Sonnenblumen wird es ähnlich sein“, sagte der Zauchwitzer Landwirt Thomas Syring.

Auch wenn es in dieser Region keine gute Ernte war – gefeiert wird trotzdem. Am Wochenende ist Familie Syring Gastgeber des 19. Kreiserntefestes, zu dem der Kreisbauern- und der Kreislandfrauenverband einladen. Dabei wird eine Sonderfrucht mit im Mittelpunkt stehen, die hierzulande kaum einer anbaut. Auf den Feldern der Syrings wachsen neben Spargel, Getreide und Sonnenblumen auch Steirische Ölkürbisse. Das milde Kürbiskernöl der Marke Syring ist schon mehrfach von der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft preisgekrönt worden. Zum Kreiserntefest kann der Besucher auf einem Acker an der B 246 beim Schauernten zusehen, „wie die Maschine die Kerne aus dem Kürbis holt“, kündigte Syring an. Der jährliche Ertrag reicht für die Herstellung von 5000 bis 6000 Liter Kürbiskernöl. Die Ölkürbisse haben die Trockenheit übrigens besser überstanden als die Speisekürbisse, sagte Syring.

Beim Kreiserntefest ist auch das Dorf Zauchwitz eingebunden. Mit von der Partie sind dort unter anderem die Kirche, die Ortsfeuerwehr und das Reisemuseum von Klaus Hänel. Festgäste können mit dem Kremser zwischen den Veranstaltungsorten pendeln. Auf dem Feld neben dem Syring-Hof steigt derweil bereits am Sonnabendmorgen die 24. Kreismeisterschaft im Pflügen. Nach einem Probeflügen wird es ab 9.30 Uhr ernst: Dann treten neun Landwirte mit ihren Traktoren zum Beetpflügen an und zwei Bauern gehen mit dem Pferdegespann in den Pflügwettstreit.

Programm zum Fest

Am 19. September fällt 9.30 Uhr der Startschuss zur Kreismeisterschaft im Pflügen. Ab 10 Uhr beginnt parallel dazu auf dem Syring-Hof in der Trebbiner Straße 69 F das bunte Markttreiben.

Ab 14 Uhr spielt unter anderem das Blasorchester Stücken, 15 Uhr eröffnet die Erntekronenausstellung.

Am 20. September ab 10 Uhr ist unter anderem ein Oldtimer-Traktoren-Treffen geplant, 13.30 Uhr beginnt die Sternfahrt der Trecker. 13 Uhr ist Andacht zum Erntedankfest in der Zauchwitzer Kirche mit einem Konzert des Caputher Handglockenchores.

Außerdem können sich Freunde alter Landwirtschaftstechnik am Sonntag auf eine Oldtimer-Traktoren-Sternfahrt freuen. 54 alte Trecker werden erwartet. Und die schönsten Erntekronen sind in einer Ausstellung zu bewundern. Es ist sogar eine Erntekrone dabei, die Männerhände gefertigt haben. Eine Herrengruppe aus Michelsdorf macht hier den Landfrauen Konkurrenz.

Von Jens Steglich

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