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Wie Fichtenwalder den Feuerwehrleuten helfen

Förderverein hat für Brandbekämpfer 160 000 Euro eingesammelt Wie Fichtenwalder den Feuerwehrleuten helfen

Wenn andere nachts schlafen oder sonntags an der Kaffeetafel sitzen, müssen sie oft ausrücken, um Brände zu löschen oder Verletzte aus zerknautschten Autos zu schneiden. Für den Einsatz bekommen Fichtenwaldes Brandbekämpfer einen besonderen Dank – von Mitbürgern, die sich vor 20 Jahren zu einem Förderverein zusammengetan haben.

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Maskottchen: Fichtenwalder Nachwuchs im Feuerwehr-Trabi.

Quelle: Privat

Fichtenwalde. Es sind Rentner, Architekten, Unternehmer oder Lehrer. Vereint hat sie vor allem ein Anliegen:  Wenn sie schon beim Löschen von Bränden oder bei der Beseitigung von Sturmschäden nicht selbst Hand anlegen, so wollen sie doch mithelfen, dass Fichtenwaldes Feuerwehr eine schlagkräftige und gut ausgerüstete Truppe ist und jede Hilfe bekommt, die sie dafür benötigt.

Reichen die öffentlichen Gelder nicht aus, springen diese Fichtenwalder Bürger ein, geben selbst einen Beitrag und sammeln Spenden für den ehrenamtlichen Löschtrupp des Ortes, der mitten in einem Kiefernwald liegt und Brandbekämpfer vor allem in trockenen Sommern als Lebensversicherung braucht. Der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Fichtenwalde, von dem hier die Rede sein soll, hat inzwischen 70  Bürger in seinen Reihen. Am Sonntag feiern sie alle im Hans-Grade-Haus – den 20. Geburtstag ihres Vereins, der aber mehr ist als ein Geldspender. Und doch sollte eine Summe zum Jubiläum noch erwähnt werden: 160 000 Euro hat der Förderverein in den vergangenen 20 Jahren für die Feuerwehr des Ortes eingesammelt – über Mitgliedsbeiträge und Spenden.

Das Geld half zum Beispiel dabei, dass der Nachwuchs in der Kinder- und Jugendfeuerwehr regelmäßig ins Zeltlager fahren und eine Tragkraftspritze oder die neue Küche im Feuerwehrgerätehaus angeschafft werden konnte. Auch wenn kurzfristig Uniformen für neue Feuerwehrleute nötig sind, kann dank des Fördervereins schnell reagiert werden. „Wir können das Geld sofort bereitstellen, öffentliche Mittel müssen erst beantragt und im Haushalt bestätigt werden“, sagt Heinrich Dankers, Vorsitzender des Fördervereins.

Der Verein organisiert und finanziert außerdem jedes zweite Jahr den Fichtenwalder Feuerwehrball und sorgt mit dafür, dass Pflege und Instandhaltung der beiden historischen Feuerwehrautos bezahlt werden können. Die Brandbekämpfer besitzen einen feuerwehrroten Trabi und ein altes Tanklöschfahrzeug russischer Bauart. Sie hatten sich 1976 nach einem großen Waldbrand, bei dem Fichtenwalde beinahe niedergebrannt wäre, einen Lastwagen vom Typ G 5 der sowjetischen Armee beschafft, die damals den Brand mit löschen half. Das Feuer, das sich aus Richtung Neuseddin rasant ausbreitete, konnte kurz vor den ersten Wohnhäusern gestoppt werden. Den russischen Lkw bauten die Fichtenwalder dann in Eigenregie zum Tanklöschwagen um. An den altehrwürdigen Fahrzeugen hängen Erinnerungen, ihre Pflege ist Ehrensache – auch für den Förderverein, der jedes Jahr sehr persönliche Weihnachtsgeschenke für alle Feuerwehrleute besorgt.

„Wenn nachts die Sirenen zu hören sind, hat man schon das Gefühl: Die armen Feuerwehrleute müssen wieder raus und wir können liegen bleiben“, sagt Dankers und fügt hinzu: „Über den Förderverein können wir wenigstens indirekt mithelfen.“

Von Jens Steglich

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