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Wie es zum Krieg kam

Ragösener Heimatfreunde pflegen Dorfgeschichte Wie es zum Krieg kam

Ingo Haß, Ortsvorsteher von Ragösen, hat einiges zu tun. Nachdem am alten Kriegerdenkmal und an der Luisen-Linde Tafeln aufgestellt worden sind und auch mit Stelen im Dorf an die alte brandenburgisch-sächsische Grenze erinnert wird, wurde jetzt eine Informations- und Gedenktafel an einer der beiden Friedenseichen im Ort enthüllt.

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Ingo Haß (l.) und Bernd Meyer an der Friedenseiche mit Stele.

Quelle: A. Koska

Ragösen. Wieder geht die Idee auf Bernd Meyer und die Natur- und Heimatfreunde des Flämingdorfes zurück. Auf dem Boden der Kirche fand der Heimatforscher zwei verstaubte Gedenktafeln, die an zwei im Deutsch-Französischen Krieg gefallene Landsleute erinnern.

Am 16. August 1870 starben August Friedrich sowie Friedrich Wieland bei der Schlacht in Mars-la-Tour. Drei Jahre später pflanzten die Ragösener Bürger damals für jeden von ihnen jeweils eine Eiche. Die inzwischen mehr als 140 Jahre alten stolzen Bäume sind bis heute eine Zierde für das Fläming-Dorf. Die eine steht am Abzweig von der Bundesstraße 102 nach Groß Briesen, die andere an der Einfahrt zum Kastanienwinkel. Dort wurde nun auch die Gedenktafel enthüllt.

Auf ihr werden die geschichtlichen Zusammenhänge des Krieges allgemein erklärt. So erfährt der Betrachter auch, dass in Ragösen im Jahr 1875 ein Kriegerverein gegründet wurde. Immerhin nahmen damals 20 Dorfbewohner an den Kämpfen teil, in deren Folge das deutsche Kaiserreich gegründet wurde.

„Es lagern noch weitere Motivtafeln auf dem Kirchenboden, diese müssen aber noch ausgewertet werden“, berichtet Bernd Meyer. Der ehemalige Lehrer weiß viele im Dorf hinter sich. So wurde auch die neue Stele vom Ortsvorsteher privat gesponsert. Der Fuhrunternehmer Lutz Schulze brachte den Findling für den Sockel mit und Herbert Greiner stiftete die Herstellung der Informationstafel. „Es ist also vorstellbar, dass weitere Gedenktafeln folgen“, so Meyer.

Von Andreas Koska

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