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Potsdam-Mittelmark Wie starb das Reh in Bad Belzig?
Lokales Potsdam-Mittelmark Wie starb das Reh in Bad Belzig?
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16:17 26.03.2018
Das Anfang März am Stadionteich in Höhe der Kleingärten gefundene tote Reh. Quelle: privat
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Bad Belzig

Nach dem Fund eines toten Rehs Anfang März in der Nähe des im Bad Belziger Stadtgebiet gelegenen Stadionteiches zu Monatsbeginn kann nicht mehr geklärt werden, ob es womöglich durch einen Wolf getötet worden ist. Diese Vermutungen eines besorgten Anliegers relativiert Torsten Fritz, der zuständige Wolfsbeauftragte für den Landkreis Potsdam-Mittelmark. Das Bild des toten Rehs in der Kleingartensiedlung hatte sich vor allem im Internet schnell verbreitet und für Spekulationen gesorgt.

Kadaver ist nicht untersucht worden

Wie der Wolfsbeauftragte am Montag der MAZ sagte, sei der Kadaver nicht untersucht worden. Anders als bei gerissenen Nutztieren üblich, für die ihre Eigentümer gegebenenfalls eine Entschädigung erhalten, sei dies bei Wild nicht vorgeschrieben. Fritz hatte nach dem Fund vor knapp drei Wochen ein Foto des Tieres gesehen und der MAZ damals gesagt, es könnte sich um einen Wolfsriss handeln.

Denkbar auch ein Autounfall

Anhand des ihm damals zur Verfügung gestellten Fotos könne nicht ausgeschlossen werden, „dass auch ein Wolf an dem Reh geknabbert hat“, so Fritz. Ob es aber auch an der Fundstelle an einer Laubensiedlung ums Leben kam, bleibt unklar. Die beiden gebrochenen Hinterläufe ließen vielmehr darauf schließen, dass das Tier womöglich auch anders getötet und in der Siedlung abgelegt worden sein könnte. Denkbar wäre zum Beispiel ein Autounfall. Auch das kann sich der Wolfsbeauftragte vorstellen. „Wir haben schon viel erlebt von Leuten, die den Wolf auch so in Misskredit bringen wollen“, erzählt Fritz. Auch könnten Füchse oder Hunde das Tier angefressen haben.

Schulen und Kitas eher unaufgeregt

Da das Tier auf einem von Spaziergängern, Joggern und Schulkindern gern genutzten Weg gefunden wurde, hatte die Stadtverwaltung den Vorfall vom Monatsbeginn zum Anlass genommen, Schulen und Kindereinrichtungen Informationsveranstaltungen zum Thema Wolf anzubieten. „Wir hätten einen Experten eingeladen, der zu möglichen Begegnungen mit Wölfen und dem richtigen Verhalten in solchen Situationen Auskunft gegeben hätte. Aber es gab keine Nachfrage seitens der Einrichtungen“, sagte Bürgermeister Roland Leisegang (parteilos) am Montag der MAZ. Allgemein gebe es keine Aufregung um das Thema in der Stadt. „Wir hatte lediglich eine besorgte Nachfrage einer Bürgerin“, so der Verwaltungschef. Ihr sei der Kontakt zum Wolfsbeauftragten vermittelt worden.

Von Thomas Wachs

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