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Wiederauferstehung zum 100. Geburtstag

Wilhelmshorster Bahnhof ist jetzt Firmensitz und Veranstaltungsort Wiederauferstehung zum 100. Geburtstag

Vor zwei Jahren hatte Maik Nadolny der Deutschen Bahn den Wilhelmshorster Bahnhof abgekauft. Danach sanierte der Bauunternehmer das Stationsgebäude still und leise ohne großspurige öffentliche Ankündigungen, um am 4. Juli pünktlich zum 100. Geburtstag des Bahnhofs das Ergebnis zu präsentieren.

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Jetzt ist der Sohn der Chef

Bahnhofseigentümer Maik Nadolny mit seinem Sohn Nils vor dem frisch sanierten Wilhelmshorster Stationsgebäude.

Quelle: Jens Steglich

Wilhelmshorst. Das nennt man eine Punktlandung: Bis nachts halb zwei hat Maik Nadolny noch den Fußboden verlegt. Am Samstag, 15 Uhr, war der Wilhelmshorster Bahnhof dann empfangsbereit für Gäste – frisch saniert und mit neuer Nutzung. Es gab gleich zwei Dinge zu feiern: Den 100. Geburtstag des Bahnhofs und seine Wiederauferstehung. Nadolny ist der neue Eigentümer des Stationsgebäudes, das er freilich schon vor zwei Jahren von der Deutschen Bahn gekauft und seitdem ohne große Ankündigungen still und leise saniert hat, um zum Bahnhofsjubiläum das Ergebnis zu präsentieren.

Aus dem grauen, leerstehenden Gebäude ist außen wie innen eine Zierde für den Ort geworden. Und der Bahnhof, der in diesen modernen Zeiten seine Funktion verloren hat, wird wieder vernünftig genutzt. Nadolnys Bauunternehmen hat jetzt im Stationsgebäude seinen Sitz. Im Obergeschoss wurden drei Büroräume eingerichtet, zu denen eine Wendeltreppe hoch führt. Lob aber erntet der Wilhelmshorster vor allem für seinen Plan, den Bahnhof nicht nur privat für die Firma zu nutzen.

In einem Teil des Erdgeschosses, in dem früher die Pendler ihre Fahrräder abstellten, um mit dem Zug nach Berlin zu fahren, ist ein Saal entstanden, der für Vereine und Bürger offensteht. Der Privateigentümer bietet ihn für Veranstaltungen und Ausstellungen an. Zum Auftakt eröffnete der Verein der Freunde und Förderer der Ortsgeschichte den Reigen mit einer Schau zum Thema: „Bahnhof in der Kunst – Kunst im Bahnhof“. Nadolny denkt auch an Live-Musik- und Kinoabende, die im Bahnhofssaal stattfinden sollen. Junge Bands könnten dort proben.

Es laufen auch Gespräche darüber, dass der heimatlose Theaterverein der „Kleinen Bühne“ im Saal proben und ihn für Aufführungen nutzen kann. Ortsvorsteher Gerd Sommerlatte sprach von einem „Glücksfall, dass den Bahnhof ein Wilhelmshorster gekauft hat, der mit Herz am Ort hängt“. Nadolny kennt den Bahnhof schon aus Kinderzeiten. „Wir haben hier gespielt, im alten Fahrradschuppen haben wir uns versteckt.“

Über Summen, die nötig waren, um den Bahnhof zu retten, will er nicht reden. „Er ist mit viel Liebe und Eigenleistung saniert worden“, sagt der Bauunternehmer. Den Bahnhof hatten die Bürger einst selbst planen und 1915 bauen lassen. Mit dem Entwurf hatten sie den renommierten Architekten Albert Gessner beauftragt.

Von Jens Steglich

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