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Potsdam-Mittelmark Wiesenburg: Abwasser wird teurer
Lokales Potsdam-Mittelmark Wiesenburg: Abwasser wird teurer
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00:17 30.01.2016
Noch einmal als Saubermann: Bernd Seliger war seit Errichtung von Kanalnetz und Klärwerk in Wiesenburg dabei. Jetzt ist er in Rente. Quelle: Dirk Fröhlich
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Wiesenburg

Der wegen des Bevölkerungsrückganges in den Dörfern stagnierende Wasserverbrauch sowie steigende Kosten für Personal, Technik und Energie fordern ihren Tribut. Die Gemeinde Wiesenburg/Mark hat jedenfalls zu Jahresbeginn die Gebühren für die Schmutzwasserentsorgung erhöht. Der Beschluss im Parlament ist indes mit breiter Mehrheit gefasst worden. Die Anpassung fällt mit rund zwei Prozent realtiv moderat aus.

Schließlich hat zwar die Steigerung der Produktion und somit des Abwasseraufkommens bei der Fläming-Quellen-GmbH von 22600 auf 27000 Kubikmeter pro Jahr gerade noch dazu geführt, dass die Gesamtmenge, die im Wiesenburger Klärwerk zu reinigen ist, etwa konstant bei knapp 146 500 Kubikmeter erhalten bleibt. Jedoch erhöht sich der Aufwand für den Betrieb von Netz und Anlage von 587 000 auf 604 000 Euro im Jahr. Das geht aus der Kalkulation hervor, die alle zwei Jahre von der Kommune erstellt werden muss.

Die vor drei Jahren drastisch erhöhten Grundgebühren bleiben dieses Mal unberührt: 60 Euro pro Jahr. Außer in Reppinichen. Dort werden stabil 45 Euro fällig. Und die Anpassung der Mengengebühr von 3,74 auf 3,76 Euro je Kubikmeter fällt vergleichsweise gering aus. Das liegt daran, dass der 320-Einwohner-Ort sein Abwasser gen Görzke entsorgt und dort schon 2014 die Preissteigerung weitergereicht worden war.

Kooperation im Blick

Bernd Seliger ist zum Jahreswechsel in Ruhestand gegangen. Er hat bei der Dorferneuerung maßgeblich den Aufbau und Betrieb von Kanalnetz und Klärwerk für die Kommune verantwortet.

Sein Nachfolger wird nun Lars Kozikat. Die Mitarbeiter des Bauhofes sind geschult, um ihn im Klärwerk zu unterstützen.

Langfristig werden Kooperationen geprüft. Gespräche über die Betriebsführung mit Unterstützung der Stadtwerke-GmbH Bad Belzig sind im Gange.

Für die Grundstückseigentümer aus Wiesenburg, Reetz, Reetzerhütten, Schlamau/Schmerwitz, Jeserig/Fläming und Neuehütten, die mittlerweile alle ans zentrale Kanalnetz der Wiesenburger Kläranlage angeschlossen sind, erhöht sich die Mengengebühr von 4,01 auf 4,08 Euro je Kubikmeter.

Für die Abfuhr aus Sammelgruben werden ebenfalls eine Grundgebühr von 60 Euro sowie 5,01 statt bisher 4,92 Euro pro Kubikmeter in Rechnung gestellt. Und für die Entsorgung des Fäkalschlamms aus den etwa noch vierzig bestehenden Kleinkläranlagen sind – zehn Cent weniger als bisher – 52,36 Euro je Kubikmeter zu berappen, wobei keine Grundgebühr angesetzt ist.

So plausibel die Begründungen vom zuständigen Bauverwaltungschef Hartmut König vorgetragen wurden, blieben sie doch nicht unwidersprochen. „Die Tendenz ist ja eindeutig und wenig erfreulich“, beklagte Kornelia Stephan. Die Ortsvorsteherin von Neuehütten erinnerte daran, wie schwierig es war, die Bürger überhaupt vom Anschluss ans zentrale Netz zu überzeugen. Neben einem Beitrag zum Umweltschutz hatten sie sich eher moderatere Preise versprochen.

Die Aussichten werden freilich nicht besser. Die Auslastung ist laut Amtsleiter nicht so gering, dass mit der ohnehin schwierigen Akquise weiterer Nutzer neue Entlastung geschaffen werden könnte. Wohl aber brauche es bald Investitionen in die Technik aus den 90er-Jahren.

Von René Gaffron

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