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Wiesenburg: Fähndrich-Chronik wieder da

Heimatforschung Wiesenburg: Fähndrich-Chronik wieder da

Der alte Fähndrich - das Handbuch eines jeden Heimatforschers im Hohen Fläming - ist wieder erhältlich. Darauf hat die Geschichtswerkstatt Belzig aufmerksam gemacht. Sie hat die wertvolle Quelle ob der guten Nachfrage seit 2007 erneut veröffentlicht. Nicht von ungefähr: Es dürfte die einzige Quelle zur Historie der Wiesenburger Herrschaft sein.

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Wiesenburg im 19. Jahrhundert. Das Aquarell zeigt eine Ansicht vom Mühlenberg aus-

Quelle: Dirk Fröhlich

Wiesenburg. Der alte Fähndrich – das Handbuch eines jeden Heimatforschers im Hohen Fläming – ist endlich wieder erhältlich. Die Geschichtswerkstatt Belzig hat die bemerkenswerte Schrift wieder aufgelegt. Genau 420 Seiten stark, liegt die 1883 verfasste Chronik der „Herrschaft Wiesenburg unter den Herren Brandt von Lindau und deren späteren Mitbesitzern, den Herren von Watzdorff (Gr. von Fürstenstein), von Trotta-Treyden, von Goldacker und von Tschirschky „ von Ernst Wilhelm Fähndrich im Originalnachdruck wieder vor und kann erworben werden.

„Die Chronik des Wiesenburger Pfarrers aus dem Jahre 1883 ist eine wichtige Quelle für die heimatgeschichtliche Forschung sowie Gegenstand der Lektüre historisch Interessierter“, erklären Hannelore Dieckmann und Bärbel Kraemer die erneute Auflage der Schrift. 2007 hatte der Verein der Chronisten einen Nachdruck gewagt, der in kurzer Zeit vergriffen war.

Fähndrich stand bei seinen Forschungen noch das alte Wiesenburger Schlossarchiv zur Verfügung. Heute sind diese Akten nicht mehr vollständig vorhanden. In den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs wurde das Inventar des Schlosses stark beschädigt – Teile des Archivs gingen für immer verloren. Fähndrichs Werk ist damit von unschätzbarem Wert, heißt es.

Bärbel Kraemer ergänzt: „Die Vorarbeiten für die Chronik der Wiesenburger Herrschaft leistete ehemals dessen Schwiegervater, der Wiesenburger Pfarrer Gottlob Thiele. Eine mit dem Alter sich einstellende Schwäche der Augen und ein ihn tief erschütternder Todesfall hinderten den Pfarrer jedoch an der Fertigstellung der Aufgabe. Gottlob Thiele wirkte von 1810 bis 1850 im Wiesenburger Pfarramt. Seine Tochter Anna Auguste war bereits seit 1846 mit dem damals noch in Belzig wirkenden Rektor Ernst Wilhelm Fähndrich (1817 bis 1893) verheiratet.

Nachdem dieser die Pfarrstelle des Schwiegervaters in Wiesenburg übernommen hatte, machte er sich auch daran, die begonnenen Arbeiten an der Chronik der Wiesenburger Herrschaft zu vollenden.Nachdem sämtliche Exemplare dieser ersten Auflage vergriffen waren, wurde auf Wunsch und Kosten der Gräfin Elisabeth von Fürstenstein, geb. von Watzdorff, eine zweite Auflage des Werkes vorbereitet. Dieselbe erschien 1883 und ist mit der Neuauflage durch die Geschichtswerkstatt Belzig e.V. in nunmehr dritter Auflage erschienen.“

info: Die Chronik der „Herrschaft Wiesenburg“ ist in der Geschichtswerkstatt Belzig, 033841/31316; und im Buchhandel erhältlich.

Von René Gaffron

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