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Potsdam-Mittelmark Wiesenburg: Mahnung vor „blauem Wunder“
Lokales Potsdam-Mittelmark Wiesenburg: Mahnung vor „blauem Wunder“
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00:17 27.04.2016
Ein Solarpark ist in Wiesenburg nicht von jedem gern gesehen. Quelle: privat
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Wiesenburg

Die Initiativgruppe gegen Photovoltaik-Freilandanlagen in Wiesenburg will den Klageweg beschreiten, wenn die Gemeindevertretung am morgigen Dienstagabend die Änderung des Bebauungsplanes „Gewerbepark II“ wie vorgesehen bestätigen sollte. Die zu beschließende Ausweisung des in Privateigentum befindlichen Geländes als Sondergebiet soll einer Investorengesellschaft, hinter der die Stadtwerke Halle (Saale) stehen, die höchstmögliche Vergütung für die Einspeisung der dort gewonnenen Sonnenergie gewähren.

Mangelhafte Bürgerbeteiligung wird beklagt

Mit ihrem Antrag auf Rechtsschutz wollen die Gegner die für Mai avisierten Arbeiten zum Aufbau des Solarparkes noch aufhalten. Seit einem Monat organisieren sie den Protest und fordern einen Neubeginn des ihrer Meinung nach fehlerhaft geführten Verfahrens. Immerhin ist das 3,5 Millionen Euro teure Projekt in der „Perle des Flämings“ jetzt in aller Munde. Doch zeichnet sich nach drei Gesprächsterminen bei Bürgermeister Marco Beckendorf (die Linke) keine Annäherung ab, wie beide Seiten berichten.

Nach wie vor wird kritisiert, es habe keine hinreichende Bürgerbeteiligung gegeben. Gleichwohl die Thematik seit einem Dreivierteljahr in den parlamentarischen Gremien erörtert wird. Selbst habe die Kommune nicht die Bonität und Seriosität des Investors geprüft, lautet ein weiterer Vorwurf. In Bezug auf die planende Castus-GmbH heißt es indes, dass geprüft werden müsse, ob sie versuche, die Subventionen mit unrichtigen Angaben zu erschleichen.

In Sorge um Biotop und Kunstwanderweg

Denn mehr denn je wird bezweifelt, dass es bei den ins Auge gefassten 4,8 Hektar südlich des Borner Weges überhaupt um eine dafür zugelassene Fläche _vorzugsweise sollte es einst versiegelter oder vergifteter Untergrund sein _ handelt. Auf dieser Grundlage waren freilich im vergangenen Jahr bereits Bürger, Behörden und Verbände mit dem Vorhaben befasst, haben Ausgleichs- und Ersatzpflanzungen sowie Maßnahmen zum Schutz von exklusiver Flora und Fauna eingeleitet. Die Initiative stuft das Areal weiterhin als wertvolles Biotop ein und mahnt vor der negativen Wirkung „des blauen Wunders“ auf die alle drei Jahre stattfindende Prädikatisierung des Internationalen Kunstwanderweges, der dort unmittelbar verläuft. Während die Kulturlandschaft und damit die Tourismusentwicklung im Hohen Fläming beeinträchtigt würden, gebe es kaum Effekte der Wertschöpfung für die Kommune und die Einwohner, lautet die Argumentation von Karola Wendler und ihren Mitstreitern. Mithin wird von ihnen auf die Brandgefahr neben den Biogas-Anlagen hingewiesen und alternativ nochmals der einst ebenfalls in Rede stehende Standort des einstigen Agrochemischen Zentrums Reetzerhütten für den Zweck zur Diskussion gestellt.

Damit werden sich schon am heutigen Montagabend die Mitglieder des Ortsbeirates auseinandersetzen müssen. Sie sollen in einer eigens anberaumten Sondersitzung die Empfehlung für den Beschluss des Parlamentes am Tag darauf vorbereiten.

Von René Gaffron

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