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Wiesenburg: Nachfrage nach Bauland wächst

Mittelmark Wiesenburg: Nachfrage nach Bauland wächst

In Wiesenburg im Hohen Fläming wächst die Nachfrage nach Bauland. In der Feldstraße gibt es seit 20 Jahren einen Plan zur Ansiedlung von 30 Eigenheimen. Er hat sich jedoch bisher nicht realisieren lassen. Jetzt soll er, etwas weniger anspruchsvoll und nur halb so umfangreich, doch noch realisiert werden. Die Chancen für den Lückenschluss stehen gut.

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Bauland im Blick: Noch wird an der Nordseite der Feldstraße geackert.

Quelle: René Gaffron

Wiesenburg. In der „Perle des Flämings“ wächst die Nachfrage nach Bauland. Deshalb soll jetzt die Nordseite der Feldstraße für solche Zwecke ausgewiesen werden. Das hat die Gemeindevertretung Wiesenburg/Mark beschlossen. Sie folgt damit der Empfehlung des Ortsbeirates.

Die Idee ist nicht ganz neu. Schon vor mehr als 20 Jahren hatten Politik und Verwaltung das Potenzial am Dorfrand ausgemacht. Knapp 30 Grundstücke für Eigenheime waren damals vorgesehen, Spielplatz inklusive. Doch der seinerzeit erstellte Bebauungsplan, der mehr in die Tiefe der Fläche ging, hat sich bis jetzt nicht realiseren lassen. „Für die Kommune war es letztlich nicht lukrativ weil sie ihre eigenen Grundstücke nicht hätte vermarkten können“, erinnert sich Bernd Müller (SPD). „Statt dessen hielt die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Potsdam-Mittelmark dann erhebliche Auflagen parat“, so der Ortsvorsteher. Die Stein- und Grünabfalllager waren zum Biotop erklärt geworden.

Vor allem aber hat sich all die Jahren kein Investor gefunden, der Leitungen verlegen und Straßen herrichten lässt. Die chronisch klamme Gemeinde selbst konnte die Erschließung ebenfalls nicht finanzieren. Doch das ebenfalls in den 90ern entwickelte Wohngebiet Schulze-Delitzsch-Straße ist ausgelastet. Die ansonsten im 1250-Einwohner-Dorf offenen Areale werden knapp.

Lückenschluss heißt daher nunmehr der Plan. 10 000 Quadratmeter direkt an der Feldstraße sind gemeint, was wohl auf die Hälfte der ursprünglichen Parzellenzahl hinauslaufen dürfte. Dafür soll ein beschleunigtes Verfahren angewendet werden, das die sogenannte Abrundung der Siedlung begründet, aber derzeit nur bis 2019 befristet ist. Das hat Marco Beckendorf (die Linke) erklärt. Nach Aussage des Bürgermeisters ist das Landgut Reppinichen Eigentümer von größeren Flächen. Der Agrarbetrieb habe bereits versichert, sich nicht gegen das Vorhaben zu stellen. „Das bedeutet viel in Zeiten, da um jeden Quadratmeter landwirtschaftlicher Nutzfläche gekämpft wird“, so der Verwaltungschef in der jüngsten Parlamentssitzung.

Mithin sind die wichtigsten direkt schon Anschlüsse verlegt. „Wenn es genügend Anlieger als Beitragszahler gibt, lohnt es sich womöglich, die Feldstraße auszubauen“, frohlockt Bernd Müller. Der Dorfchef wohnt an der Südseite der Sand- und Schotterpiste. „Jeder Einwohner zählt für den Fortbestand der Gemeinde Wiesenburg/Mark“, sagte Marco Beckendorf. Von den 14 Ortsteilen hätte lediglich Wiesenburg von den Landesplanern die Perspektive für fünfprozentiges Wachstum bis 2030 zugestanden bekommen. Feldstraße mittel- und das Vorhaben von Mario Fecht und Igor Brinckmann am ehemaligen Kreisbetrieb für Landtechnik (KfL) langfristig seien dementsprechend in die Flächennutzungsplanung einzuordnen.

Dieses Areal ist nicht mehr per Beschlusslage als Gewerbefläche realisiert. Über Abrundungs- und Klarstellungsbeschlüsse sei Wohnungsbau dort zu realisieren, erfuhr Daniela Rabinowitsch (Linke) auf Nachfrage. Anliegend zur Raiffeisen- und Müntzer-Straße vergleichsweise einfach realisierbar. Je näher es zum Gewerbepark herübergeht, desto mehr müsste Konfliktpotenzial abgewogen werden.

Von René Gaffron

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