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Potsdam-Mittelmark Marco Beckendorf wird Bürgermeister
Lokales Potsdam-Mittelmark Marco Beckendorf wird Bürgermeister
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14:58 13.10.2014
Marco Beckendorf (Die Linke) ist neuer  Bürgermeister der GemeindeWiesenburg/Mark Quelle: Privat
Wiesenburg

+++ Glückwünsche von der Vorgängerin +++

Wahlsieger Marco Beckendorf am Abend im Rathaus der Gemeinde Wiesenburg/Mark. Noch-Amtsinhaberin Barbara Klembt gehörte zu den ersten Gratulanten.

+++ Statistik +++

Insgesamt waren 3942 Menschen in der Gemeinde Wiesenburg/Mark zur Wahl des neuen Bürgermeisters aufgerufen. 2360 Wähler nahmen die Einladung an. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 59,9%. Von den abgegebenen Stimmen konnten waren jedoch nicht alle gültig. 31 Wahlzettel wurden nicht berücksichtigt.

Von den 2329 gültigen Stimmen konnte Marco Beckendorf schließlich 1568 Stimmen auf sich vereinen. Damit erreichte er 67,3%. Noch nicht mal halb soviele Stimmen bekam Ulrich Jarke. Seine 625 Anhänger stellen gerade mal 26,8 Prozent der wahlberechtigen Einwohner dar. Weit abgeschlagen in der Wählergunst landete Dorothe Bornath auf dem dritten Platz. Sie erhielt nur 136 Stimmen bzw. 5,8 Prozent.

+++ 18:52 Uhr +++

+++ 18:45 Uhr +++

Es ist ausgezählt.

+++ 18:38 Uhr +++

Eng... naja, zumindest relativ eng war das Rennen im Gemeindeteil Schmerwitz. 244 Einwohner waren wahlberechtigt. Davon haben 114 Menschen von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht. Alle Stimmen waren gültig.

Mit 47,4% gewann aber auch hier Marco Beckendorf vor Dorothe Bornath (27,2%) und Ulrich Jarke (25,4%).

+++ 18:35 Uhr +++

Traumergebnis für Marco Beckendorf im Ortsteil Benken: 86,5 Prozent gaben ihm dort ihre Stimme. Aber es geht noch besser: im Ortsteil Medewitz erreicht er sogar 89,5 Prozent.

+++ 18:27 Uhr +++

Es fehlen nur noch die Stimmen aus einem Wahlbezirk. Bisher haben 1735 Wähler ihre - 1710 gültige -  Stimmen  abgeben. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 61,3 Prozent. Davon entfallen auf Marco Beckendorf 1.147 Stimmen, auf Ulrich Jarke 447 und auf Dorothe Bornath 116 Stimmen.

+++ 18:23 Uhr +++

Sechzehn von siebzehn Stimmbezirken sind ausgezählt

+++ 18:17 Uhr +++

Dreizehn Stimmbezirke wurden bereits ausgezählt

+++ 18:12 Uhr, zweites Zwischenergebnis +++

1055 Wahlberechtigte, 597 abgebene Stimmen (56,6%) , davon 581 gültig.

+++ Erstes Zwischenergebnis +++

Um kurz nach 18 Uhr wurde das erste Zwischenergebnis veröffentlicht:

+++ Großes Interesse +++

Wie sich bereits angedeutet hatte, besteht großes Interesse an der Bürgermeisterwahl in der Gemeinde Wiesenburg/Mark. Gegen 16 Uhr lag die Beteiligung im Wahllokal gegenüber dem Rathaus bereits deutlich über 50 Prozent.

Bei der Kommunalwahl im Mai betrug sie am Ende 54,1 Prozent.

+++

Barbara Klembt (Die Linke) hatte im Mai angekündigt, aus persönlichen Gründen bereits zu Beginn des neuen Jahres in den Ruhestand wechseln zu wollen, obwohl die Amtszeit noch bis 2016 liefe. Die fast 4000 Stimmberechtigten in der Gemeinde Wiesenburg/Mark haben nun am Sonntag, 12. Oktober, die Qual der Wahl: Denn drei Kandidaten streben den zum Jahreswechsel frei werdenden Posten des hauptamtlichen Bürgermeisters der Gemeinde Wiesenburg/Mark an.

Wir haben den drei Bürgermeisteranwärtern im Vorfeld auf den Zahl gefühlt

+++ DER MAZ-FRAGEBOGEN +++

Dorothe Bornath, Jahrgang 1966, aus Schmerwitz ist als Moderatorin und Trainerin tätig. Sie tritt als Einzelkandidatin an.MAZ:Sind Sie Frühaufsteher oder Nachtschwärmer?Ich bin „Frühwachwerder“. In der Regel genieße ich morgens erst mal eine geruhsame Stunde im Bett, trinke einen Kaffee, denke nach und plane den Tag.Wen würden Sie zur Tafelrunde in das Wiesenburger Schloss einladen und warum?Ich würde eine bunte Vielfalt an Menschen aus allen Dörfern einladen. Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren, Frauen und Männer, Alteingesessene und Zugezogene, Arbeitnehmer, Unternehmer und Arbeitslose. Ich will die Menschen, ihre Probleme und ihre Wünsche kennenlernen und dass alle miteinander Ideen entwickeln. Denn ich weiß aus langjähriger Erfahrung als Moderatorin, dass die Betroffenen am besten wissen was es braucht und wie es geht.Wie wichtig ist Dorfklatsch?Sehr wichtig, damit man erfährt was los ist. Und wenn Menschen miteinander reden ist das immer gut.Welches Hobby müssten Sie im Fall der Wahl womöglich zurückstellen?Bisher engagiere ich mich in meiner Freizeit hauptsächlich für die Region und den Wiesenburger Bahnhof. Meinen Vorstandsposten in der Bahnhofsgenossenschaft würde ich erstmal behalten wollen. Und das Tango tanzen sollte noch möglich sein.Welches „Fleckchen“ in der Gemeinde Wiesenburg/Mark ist Ihr Geheimtipp für Ausflügler?Das kommt auf die Interessen der Ausflügler an. Da ist das Töpfercafé in Schmerwitz, der Wiesenburger Bahnhof mit dem neuen Tanzboden, der Schlosspark mit ungezählten schönen Plätzen. Zudem sind Feldsteinkirchen beispielsweise die in Lehnsdorf, die alte Ziegelei in Reetz, eine dreistämmige Birke zwischen Schmerwitz und Steindorf sowie die Rummeln entdeckenswert. Und Genuss: Wildkräutersalat im Familienhotel „Brandtsheide“ in Jeserig/Fläming, die Leberwurst in der Pension Stein in Neuehütten.Eine Million Euro gibt's geschenkt. Wofür soll sie ausgegeben werden?Wir könnten eine zusätzliche Stelle in der Verwaltung schaffen. Eine Ansprechperson für Vereine und Initiativen und Bürgerschaft nach österreichischem Vorbild. Beratung und Dienstleistung für bürgerschaftliches Engagement. Beispielsweise zu den Themen Recht, Buchaltung, Öffentlichkeitsarbeit. Und eine zweite Stelle die sich nur mit Öffentlichkeitsarbeit und Standortmarketing für die Gemeinde Wiesenburg/Mark zu beschäftigen braucht.Wie soll die MAZ-Schlagzeile nach der Bürgermeisterwahl am 12. Oktober lauten?„Keine Stichwahl nötig – wieder eine Frau an der Wiesenburger Spitze“» ein ausfürliches Porträt: Dorothe Bornath will die lokalen Kräfte bündeln Quelle: MAZ

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Ulrich Jarke wohnt in Jeserig/Fläming. Bislang Leiter des Wiesenburger Parkes geht der 46-Jährige ebenfalls als unabhängiger Bewerber ins RennenMAZ:Sind Sie Frühaufsteher oder Nachtschwärmer?Wenn ein vollgepackter Tag vor mir liegt: Frühaufsteher. Wenn es um eine kulturvolle Nacht geht: Nachtschwärmer.Wen würden Sie zur Tafelrunde in das Wiesenburger Schloss einladen und warum?Meine Ritter der Tafelrunde wären: ein Bürgermeister einer vergleichbaren Gemeinde, der sich aus einer Haushaltsschieflage befreien konnte; die Kämmerin als langjährige Fachfrau für unseren Gemeindehaushalt; zwei erfolgreiche, aber sozial engagierte Unternehmer aus der Gemeinde, die Fachpersonal ausbilden bzw. in der Region halten wollen; die Schulleiterin der Grundschule „Am Schlosspark“; zwei pfiffige, kreative Ortsvorsteher, die sich mit guten Ideen für die Dörfer in die Tafelrunde einbringen; und Max Raabe mit kleinem Orchester für die gute Stimmung.Wie wichtig ist Dorfklatsch?Super wichtig! Nur wo miteinander geredet wird, kommen die Menschen eines Dorfes zusammen, teilen Erlebtes und helfen einander.Welches Hobby müssten Sie im Fall der Wahl womöglich zurückstellen?Fußballtrainer oder die ImkereiWelches „Fleckchen“ in der Gemeinde Wiesenburg/Mark ist Ihr Geheimtipp für Ausflügler?Das ist die alte Schäferei in Arensnest. Tolle hügelige Landschaft – ein wundervoller Ort für ein Picknick im Grünen und um die Seele baumeln zu lassen.Eine Million Euro gibt's geschenkt - wofür soll sie ausgegeben werden?Die eine Hälfte zur Sanierung des kommunalen Haushaltes, die andere soll verteilt werden in den 14 Dörfern der Gemeinde mit Diskussion und Bürgerbeteiligung, wofür das Geld angelegt werden soll. Einzige Maßgabe: Es gibt einen Termin, bis wann eine Entscheidung getroffen werden muss.Wie soll die MAZ-Schlagzeile nach der Bürgermeisterwahl am 12. Oktober lauten?Wiesenburger Parkleiter wird neuer Bürgermeister.» ein ausfürliches Porträt: Ulrich Jarke ist bereit für große Aufgaben Quelle: MAZ

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Marco Beckendorf ist 32 Jahre alt und hat Regionalwissenschaften studiert. Derzeit in Berlin zu Hause hat er sich vom Ortsverband der Linken nominieren lassen.MAZ:Sind Sie Frühaufsteher oder Nachtschwärmer?NachtschwärmerWen würden Sie zur Tafelrunde in das Wiesenburger Schloss einladen und warum?Als Anerkennung für ihr Engagement würde ich gerne die vielen Ehrenamtlichen einladen. Wichtige Veranstaltungen und Einrichtungen in der Gemeinde wären ohne sie nicht tragbar oder würden erst gar nicht existieren.Wie wichtig ist Dorfklatsch?Da kommt es auf den Inhalt an. Lästern finde ich nicht gut.Welches Hobby müssten Sie im Fall der Wahl womöglich zurückstellen?Ich lese gerne philosophische und poetische Texte. Als Bürgermeister würde ich sicher mehr Bücher und Artikel aus den Themenbereichen Kommunalpolitik und Verwaltungsmodernisierung lesen.Welches „Fleckchen“ in der Gemeinde Wiesenburg/Mark ist Ihr Geheimtipp für Ausflügler?Das Töpferei-Café in Schmerwitz sollte man besucht haben. Nach dem schweren Brand vor einigen Wochen hat es eine provisorische Unterkunft auf dem Hof von Gut Schmerwitz gefunden. Jeder Gast leistet einen Anteil zum Wiederaufbau der Töpferei.Eine Million Euro gibt's geschenkt – wofür soll sie ausgegeben werden?Das wäre fantastisch! Die Hälfte könnte man gut gebrauchen für die Modernisierung der Ausrüstung des Bauhofes und der Feuerwehr sowie für eine bessere Ausstattung der Kindertagesstätten und der Schule. Auch das Ehrenamt und die Einrichtungen in den einzelnen Ortsteilen sollten damit gefördert werden. Über die Vergabe der Mittel könnten die Bürger in einem Bürgerhaushalt entscheiden. Die andere Hälfte der Million sollte der Gemeinde als Rücklage für schlechte Zeiten dienen oder für unvorhergesehene Ausgaben.Wie soll die MAZ-Schlagzeile nach der Bürgermeisterwahl am 12. Oktober lauten?Wiesenburg/Mark sorgt für frischen Wind im Hohen Fläming» ein ausfürliches Porträt: Marco Beckendorf und die Stretegie mit dem Sparkurs Quelle: MAZ

+++ Geplatzt +++

Übrigens: der 12. Oktober ist nicht der erste Wahltermin. Die Wahl des nächsten hauptamtlichen Bürgermeisters der Gemeinde Wiesenburg/Mark war zunächst für am 14. September vorgesehen. Wie die Wahlleiterin Kornelia Feldmann im Juni einräumte, waren Fristen für die Bekanntmachung versäumt worden. Sie habe offenbar – obwohl anderes ausgezeichnet – mit nicht aktualisierten Unterlagen für die Wahlvorschriften gearbeitet, erklärte sie den Fauxpas auf MAZ-Nachfrage.

Der Plan, die Abstimmung über den neuen lokalen Verwaltungschef, mit dem Urnengang zur Wahl des Landtages Brandenburg zu koppeln, war damit hinfällig.

+++ Überraschung im Mai +++

Im Mai hatte Barbara Klembt (Die Linke) um Versetzung in den sogenannten Antragsruhestand gebeten und das Parlament hatte dem zugestimmt.

Bei der letzten Zusammenkunft des Gremiums in dieser Legislaturperiode hatte die 63-jährigeVerwaltungschefin im nichtöffentliche Teil einer Sitzung erklärt, dass sie sich zum 15. Januar 2015 ihren Posten abgeben wolle. Regulär wäre die Amtszeit erst eineinhalb Jahre später zu Ende. Doch gab Barbara Klembt an, sich aus persönlichen Gründen zurückziehen zu wollen.

Zu dieser „Privatsache“ hatte sie sich damals auf MAZ-Nachfrage nicht näher äußern wollen. Bekannt ist, dass Ehemann Hans gesundheitlich angeschlagen ist. Mithin sagt Barbara Klembt von sich selbst: „Ich merke, dass mich zuweilen die Kraft verlässt.“ Der Entschluss sei ihr schwer gefallen, so die Bürgermeisterin, schließlich erledige sie ihre Arbeit gern.

Barbara Klembt ist 63 Jahre alt, verheiratet und Mutter von drei Kindern. Sie stammt von der Ostsee.Als Beruf hat sie zunächst Handelskauffrau gelernt. Von 1984 bis 1989 war sie stellvertretende Bürgermeisterin; seit 1989 steht sie dem Wiesenburger Rathaus vor. Für den Chefposten hat sie nach der politischen Wende eine Fortbildung für den gehobenen Verwaltungsdienst absolviert.Bei der Direktwahl im Mai 2008 ist die Verwaltungschefin mit 90,14 Prozent Zustimmung – bei 36,57 Prozent Wahlbeteiligung – in den 14 Orten bestätigt worden. Quelle: MAZ

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MAZ

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