Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Wiesenburg: Schulessen wird teurer

Fläming: Eltern bekommen Sparkurs zu spüren Wiesenburg: Schulessen wird teurer

Die Eltern von mehr als 250 Kindern in der Gemeinde Wiesenburg/Mark müssen künftig für das Mittagessen mehr Geld ausgeben. Die Anpassung der Preise ist im Ergebnis einer Neuausschreibung des Versorgungsauftrages erfolgt. Darüber hinaus wirkt der Sparkurs der Kommune, die sich die bisherige Subvention nicht länger leisten kann.

Voriger Artikel
Krumme Geschäfte mit Max Liebermann
Nächster Artikel
Klimakommune Kleinmachnow startet durch

Künftig teurer: Gestern gab es Nudelsuppe in der Tagesstätte Grubo.

Quelle: Dirk Froehlich

Wiesenburg. Das Essen für die Jungen und Mädchen in der Grundschule „Am Schlosspark“ und in den kommunalen Tagesstätten wird nach einer leichten Preissteigerung vor Jahresfrist erneut teurer. Das hat die Gemeindevertretung Wiesenburg/Mark in ihrer jüngsten Sitzung – bei lediglich einer Enthaltung – beschlossen. Demnach sollen die Gebühren schon ab dem nächsten Monat kostendeckend erhoben werden. Sie sind gerade im Zuge einer Neuausschreibung des Auftrages ermittelt worden.

Demzufolge kostet das Schulessen in Wiesenburg künftig 2,40 Euro statt bislang 1,95 Euro. In den Kindergärten steigt der Preis von 1,55 auf 1,85 Euro pro Portion – Getränkegeld inklusive.

Kommune kann sich Subvention nicht mehr leisten

Die Anpassung ist nach Aussage von Marco Beckendorf (Die Linke) mithin ein Beitrag zur dringend nötigen Haushaltskonsolidierung. Die Kommune könne sich die bisher übliche Subvention nicht mehr leisten, betonte der Bürgermeister. Bis jetzt hatte sie jeweils 20 Cent pro Portion beigesteuert. In einigen wenigen Fällen noch mehr.

Seit 2007 schon versorgt der Menüservice der Gaststätte „Kartoffelhaus“ Cobbelsdorf die Einrichtungen in Wiesenburg und Umgebung. Das wird für mindestens zwei weitere Jahre so bleiben. Denn nach der fristgemäßen Vertragskündigung im Frühjahr hat zwar ein beschränktes Ausschreibungsverfahren stattgefunden. Doch haben sich daran lediglich zwei der fünf angefragten Dienstleister beteiligt. Im konkreten Vergleich konnte sich der Stammlieferant durchsetzen.

Vor der Bewertung der Angebote waren die Kriterien und ihre Gewichtung mit Eltern und Erziehern besprochen worden. Demnach ist der Kostenfaktor mit 50 Prozent am höchsten eingestuft worden. Doch nicht minder wurden mit Warmhaltezeit, Qualitätsstandards und der Verwendung von regionalen, saisonalen Produkten weitere Prioritäten gesetzt.

Mittagsangebot ist Pflicht

Die Schulträger, hier die Gemeinde Wiesenburg/Mark, sind im Land Brandenburg laut Schulgesetz dazu verpflichtet, eine warme Mittagsmahlzeit anzubieten.

Kinder aus finanzschwachen Familien brauchen nicht auf die Teilnahme an der Essenversorgung zu verzichten. Die Bundesregierung unterstützt sie mit dem Bildungs- und Teilhabepaket.

Die Gemeinde Wiesenburg/Mark hat bislang laut Parlamentsbeschluss zudem etwa ein Dutzend Geringverdiener subventioniert. Dies soll noch mehr Ausnahme werden und die Prüfung der Möglichkeit erfolgt nur, wenn die anderen Zuschüsse nicht ausgeschöpft werden konnten.

Beratung bietet Sozialamtsleiterin Katharina Menz, Schloßstraße 1, Wiesenburg, 033849 / 7980.

Über die Qualität und Quantität der Speisen aus Sachsen-Anhalt hat es bislang kaum Beschwerden gegeben. Dennoch ist versichert worden, dass neben den behördlichen Kontrollen die Erzieher und Eltern ebenfalls Einfluss nehmen sollen, falls es Grund zur Klage gibt. „Im Vertrag werden wird die Möglichkeit von Sanktionen fixiert sein“, hat der Verwaltungschef auf Nachfrage von Daniela Rabinowitsch (Die Linke) angekündigt. In der zugesagten Warmhaltefrist von 120 Minuten sieht die Abgeordnete die größte Herausforderung für den Hersteller. Wie es hieß, sei beim Besuch in der Küche die Optimierung des Tourenplans erörtert worden. Geschäftsführerin Heidrun Hahn habe grundsätzlich ihre Bereitschaft dazu erklärt. Allerdings könne dies nur im Kostenrahmen geschehen.

In der Schule mit ihrem Ganztagsangebot nehmen etwa 100 Kinder – und somit fast zwei Drittel – an der Versorgung teil. Hinzu kommen noch 160 bis 190 Kinder in den Tagesstätten Grubo, Medewitz, Retz, Reppinichen und Wiesenburg. Lediglich im Naturkindergarten Schmerwitz wird vor Ort gekocht.

Von René Gaffron

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam-Mittelmark

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg