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Potsdam-Mittelmark Vorlesepaten begeistern kleine Leseratten
Lokales Potsdam-Mittelmark Vorlesepaten begeistern kleine Leseratten
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16:30 18.11.2016
Bürgermeister Marco Beckendorf liegt im Ratskeller aus Richard David Prechts Werk „Warum gibt es alles und nicht Nichts?“ Quelle: Dirk Froehlich
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Wiesenburg

Der bundesweit von der Stiftung Lesen begangene Vorlesetag hat am Freitag für große Begeisterung bei den Wiesenburger Grundschülern gesorgt. Bibliothekarin Irina Seeger hat sich für die rund 160 Kinder etwas Besonderes ausgedacht: Die einzelnen Klassen besuchen verschiedene Orte in Wiesenburg und bekommen dort von Repräsentanten der Stadt Geschichten vorgelesen. Wohin es für die Jungen und Mädchen genau gehen würde, war in den letzten Tagen wohl das am besten gehütete Geheimnis des Hohen Flämings.

Am Freitagmittag dann offenbart Irina Seeger gemeinsam mit Schulleiterin Ilona Zehnsdorf den gespannten Schülern die Ziele des Tages. „Die Schüler waren den ganzen Vormittag lang schon ganz kribbelig und aufgeregt“, verrät Ilona Zehnsdorf.

Motivation zum Selbstlesen

Die Fünftklässler brechen dann auch in lauten Jubel aus, als sie erfahren, dass sie in die Bibliothek gehen dürfen; auch sie Schüler der sechsten Klassen finden es ziemlich gut, vom Bürgermeister im Rathauskeller unterhalten zu werden. „Das wird bestimmt super“, sagt die zwölfjährige Julia Johanna Spindler. Früher haben ihr die Eltern viel vorgelesen, erinnert sich die Schülerin aus Bad Belzig, heute lese sie selbst sehr viel. „Am liebsten Gregs Tagebuch“ – eine witzige Comic-Romanreihe.

Die Leiterin der Wiesenburger Grundschule hört das gern. „In der Schule müssen die Kinder naturgemäß viel lesen, manchmal kommt das Genießen dabei zu kurz“, sagt Ilona Zehnsdorf. Sie hofft, durch den Vorlesetag die Motivation ihrer Schützlinge zum Selbstlesen zu animieren. „Es gibt mehrere Studien, die nachweisen, dass das Vorlesen in der frühen Kindheit einen für das ganze leben prägt“, weiß Bibliothekarin Seeger, „diese positive Erfahrung ist immens wichtig.“ Deshalb lese sie auch in der eigene Familie viel vor, sagt Seeger. „Meine liebste Vorlesegeschichte stammt von Astrid Lindgren“, sagt sie.

Diese Auffassung teilten auch die Lesepaten, die Seeger für den Vorlesetag gewinnen konnte. Dazu gehören Mitglieder des Schulfördervereins, darunter Wiesenburgs ehemalige Bürgermeisterin Barbara Klembt, welche einer ersten Klasse das Märchen „Der gestiefelte Kater“ vorträgt.

Lebendige Kooperation

Auch der aktuelle Bürgermeister Marco Beckendorf hat sich in seinem privaten Bücherregal umgesehen. Die sechste Klasse hört bei ihm einige Seiten aus Richard Davis Prechts Werk „Warum gibt es alles und nicht Nichts?“. In dem philosophischen Buch unternimmt der Autor einen langen Spaziergang mit seinem Sohn Oskar, der ihn mit Fragen über das Leben löchert.

In dieser Form begeht die Grundschule den Vorlesetag in diesem Jahr zum ersten Mal, im Anschluss folgen noch die traditionellen Lesenächte. Schule und Bibliothek können sich durchaus vorstellen, die seit langem gepflegte Kooperation – in der Grundschule gibt es etwa einen von der Bibliothek bestückten Leseraum, die Schüler ihrerseits besuchen im Rahmen des Unterrichts regelmäßig die Bücherei – auch mit einer Fortführung des Vorlesetags weiter auszubauen. „Wir werden jetzt das Feedback von Schülern, Lesepaten und Eltern einholen“, sagt Direktorin Ilona Zehnsdorf.

Von Saskia Kirf

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