Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Wiesenburg Bürgermeister ist scharf auf alte Brauerei
Lokales Potsdam-Mittelmark Wiesenburg Bürgermeister ist scharf auf alte Brauerei
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:21 28.08.2018
Das marode Gelände der alte Brauerei Wiesenburg liegt mitten im Ort: Bürgermeister Marco Beckendorf (li.) will es entwickeln. Quelle: Dirk Fröhlich
Wiesenburg

Ein klares Bild zeichnet sich ab. Eine deutliche Mehrheit der Wiesenburger Bürger ist dafür, dass die Gemeinde Wiesenburg/Mark das marode Gelände der früheren Brauerei mitten im Ort kostenfrei übernehmen sollte, um es zu entwickeln. Das geht zumindest aus einer spontanen Umfrage hervor, die Bürgermeister Marco Beckendorf (Linke) jetzt im Internet gestartet hatte. Im Netzwerk Facebook haben mit Stand vom Dienstag 108 Personen abgestimmt: 95 sind für das Vorhaben und 13 dagegen.

Eindruck zum Stimmungsbild

„Mir ist bewusst, dass ich so nicht alle Wiesenburger erreiche und nur solche, die im Internet aktiv sind“, sagt Beckendorf. „Doch für einen Eindruck zum Stimmungsbild halte ich es für repräsentativ, wenn mehr als 100 Leute abgestimmt haben“, so der Bürgermeister.

In der jüngsten Sondersitzung des Ortsbeirates hatte der Bürgermeister sein Anliegen deutlich gemacht. Laut einem Beschluss aus dem Vorjahr ist mit Hilfe eines Anwaltes geprüft worden, wie eine Übertragung des gut 10.000 Quadratmeter großen Geländes samt der mehr oder weniger maroden Gebäude darauf an die Gemeinde erfolgen könnte.

Zwangsversteigerung birgt Risiko

Sie ist der größte Gläubiger in einem Insolvenzverfahren der früheren GmbH. „Deren Rechtsnachfolger sitzt in den USA und will mit dem Objekt nichts zu tun haben“, sagt Beckendorf. Auch der Anteil der früheren Treuhandanstalt war inzwischen an die Kommune übertragen worden, erklärt Beckendorf. Damit könne die Gemeinde eine Zwangsversteigerung anschieben und selbst dabei bieten.

„Das hätte jedoch das Risiko, dass wir nicht wissen, ob wir den Zuschlag bekommen oder jemand, der dort womöglich nur Müll einlagern möchte“, sagt Beckendorf der MAZ. Ihm schwebe vor, eine Rückübertragung des Geländes zu erwirken. Dafür seien die Chancen juristisch gut, sagt der Bürgermeister.

Einen Beschluss der Gemeinde gibt es dafür noch nicht. Doch gibt es auch Zweifel in der Bürgerschaft. „Noch eine Schrottimmobilie?“, fragt ein Nutzer via Facebook.

Das marode Gelände der alte Brauerei Wiesenburg liegt mitten im Ort. Quelle: Dirk Fröhlich

Dem Bürgermeister schweben verschiedene Möglichkeiten vor, wie das alte Brauereigelände genutzt werden könnte. Vor allem gehe es um eine Sicherung vor Missbrauch und weiterem Verfall. Die Gemeinde hatte zuletzt vor etwa zehn Jahren ein Nutzungskonzept erstellen lassen. Dieses sah die Sanierung mit Teilabriss vor. Die Umsetzung war jedoch wegen der Kosten für die Gemeinde nicht möglich.

Nun gibt es zwei Überlegungen. „So könnte das Areal selbst entwickelt und unter Auflagen an einen Investor verkauft werden, so wie wir es auch beim Drahtwerksblock schon getan haben“, sagt Beckendorf.

Auch Dreiteilung ist denkbar

Zweite Variante könnte es sein, das Grundstück in drei Teilbereiche aufzuteilen. So könnten Parkplätze entstehen sowie das Quergebäude saniert und zum Reihenhaus mit vier Aufgängen entwickelt werden. „Erschlossen über eine neue Straße, könnte zudem eine heutige Brache als Bauland und einen Teil der Brauerei als alternativer Kultur- und Gewerbeort oder barrierefreies Wohnen entwickelt werden“, sagt Beckendorf.

Bis zu nächsten Sitzung der Gemeindevertretung am 11. September, wo eine Entscheidung zum Umgang mit Brauereigelände fallen soll, möchte Marco Beckendorf seine Umfrage noch laufen lassen. „Falls die Gemeinde tatsächlich selbst investiert, werden wir eine öffentliche Veranstaltung dazu machen sowie versuchen, die Ideen und Nachfragen in einem Konzept zusammenzufassen“, erklärt der Bürgermeister im Internet.

Von Thomas Wachs

Eine Wiesenburger Abordnung hat die Partnerschaft mit der Region Lwowek in Polen gepflegt. Beim Fest des Brotes mit dabei waren auch die Cammertänzer aus Cammer. Sie erhielten viel Applaus.

28.08.2018

Am Montag gehen viele Kinder das erste Mal in die Schule. Am Sonnabend werden sie in den Grundschulen der Region mit Einschulungsfeiern begrüßt.

17.08.2018

Das Reetzer Ziegelwerk der Wienerberger GmbH trägt ein Jahr nach Übernahme wesentlich zum Erfolg des Baustoffproduzenten bei. Das erfuhr Brandenburgs Wirtschaftsminister Gerber bei seinem Kurzbesuch.

16.08.2018