Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Wiesenburg Der Hohe Fläming ist jetzt Youtube-Star
Lokales Potsdam-Mittelmark Wiesenburg Der Hohe Fläming ist jetzt Youtube-Star
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:18 30.11.2018
Leander Stedtler (l.) und Thomas Haberland beim Dreh für einen „Fläming Kanal“-Clip im Schlosspark Wiesenburg. Quelle: Privat
Wiesenburg

Wer in den vergangenen Monaten im Hohen Fläming unterwegs war, der ist vielleicht an der einen oder anderen Stelle einem Filmteam über den Weg gelaufen. Dahinter steckt der Wiesenburger Kulturverein „Mal’s Scheune“, der seit über einem Jahr an seinem bislang größten Projekt arbeitet – dem „Fläming Kanal“.

Dieser hat auf der Videoplattform „Youtube“ seine eigene Seite und zeigt kurze Filme über die Region und die hiesigen Angebote – so zum Beispiel über den Niemegker Wasserturm, den Burgenwanderweg oder die Brücker Holztürme.

„Auf der Burg Rabenstein haben wir zum Beispiel über das Jahr bei verschiedenen Veranstaltungen Bildmaterial gesammelt und daraus den Clip zusammengeschnitten“, erzählt Claudia Heinz, erste Vorsitzende des Vereins.

Für die meisten eine neue Erfahrung

Mit dem Endergebnis seien alle Protagonisten glücklich gewesen. „Das war uns wichtig. Die Leute sollen die Clips ja auch nutzen und teilen.“ Dabei sei es für die meisten eine neue Erfahrung gewesen, ein so professionell produziertes Video zu bekommen – noch dazu kostenlos. „Das konnten viele kaum glauben“, sagt Claudia Heinz und lacht. „Auch hatten sie oft keine Vorstellung welchen Aufwand es bedeutet, wenn immer wieder ein Kamerateam anrücken muss.“

An so manche Anekdote kann sich das Filmteam noch erinnern. „Bei ’48 Stunden Fläming’ hat es nur geregnet“, erzählt Kameramann Thomas Haberland, ehemaliger Azubi von Malcolm – Mal – St.Julian-Bown im Studio Wiesenburg. „Und um genügend Bilder von der Bustour zu bekommen, mussten wir immer schnell dem Bus hinterher. Dann Kamera raus, filmen – alles wieder einpacken und weiter.“

Insgesamt 40 Clips gedreht

An den Drehbüchern, den Kameraaufnahmen und bei den Schnittarbeiten waren beteiligt: Christine Boock, Malcolm St.Julian-Bown, Thomas Haberland, Leander Stedtler, Heidi Snel und Inga Pfafferott.

Außerdem hat das Team mit den Synchronsprechern Viola Sauer und Eberhard Weißbarth zusammengearbeitet.

Das Projekt „Fläming Kanal“ ist mit 35.700 Euro über das Leader-Programm des Ministeriums für ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft gefördert worden.

Die Herstellung der bislang 40 Clips hat insgesamt 44.625 Euro gekostet – außer der Förderung sind auch Eigenmittel eingeflossen.

Das Projekt ist gemeinsam mit der Lokalen Aktionsgruppe „Fläming-Havel“ entwickelt worden

Alle Clips sind hier zu sehen.

Schön sei der direkte Kontakt zu allen Leuten gewesen – und das Netzwerk, das dadurch entstanden ist. „Das sind die Früchte von 20 Jahren, die ich jetzt schon im Fläming lebe“, sagt Malcolm St.Julian-Bown. Dabei sei es spannend gewesen zu erleben, wie die Leute spontan reagierten – denn oftmals sei nicht viel Zeit gewesen, sie lange auf das Interview vorzubereiten. „Dabei auf die unterschiedlichen Befindlichkeiten Rücksicht zu nehmen, das war eine Herausforderung, die man im Vorfeld vielleicht nicht ganz so bedacht hat“, ergänzt Claudia Heinz.

Der Antrag für eine weitere Förderung im kommenden Jahr sei bereits gestellt. Interessenten gebe es noch genügend, eine Vorschlagsliste sei ebenfalls bereits erarbeitet worden. „Wir sind zum Beispiel im Gespräch mit dem Landratsamt, um die Clips zusätzlich über dessen Internetseite zu verbreiten“, sagt Claudia Heinz.

Aus bisheriger Arbeit gelernt

Dabei solle die Umsetzung diesmal von Anfang an etwas genau geplant werden – beispielsweise zu der Frage, ob ein Sprecher den Film mit Text unterlegen soll. Das würde einen Mehraufwand bedeuten und sich auch in den Produktionskosten niederschlagen.

Außerdem sollen die Clips Untertitel bekommen, die ein- und ausgeschaltet werden können. „Damit können sie überall gesehen werden – auch ohne Ton, aber die Bilder ergeben trotzdem einen Sinn“, erklärt Claudia Heinz. „Da haben wir aus der Arbeit in den vergangenen anderthalb Jahren dazu gelernt.“

Von Josephine Mühln

Eigentlich sollten Büros, Lager und Hallen an der Drahtzieherei Wiesenburg reaktiviert werden. Doch mit Einstellung der Drahtproduktion gerät die kommunale Wirtschaftsfördergesellschaft selbst in Not.

29.11.2018

Ob mit Glühwein und Stollen oder heißem Apfelsaft und Zuckerwatte: Am Wochenende öffnen vielerorts die ersten Weihnachtsmärkte ihre Türen. Wir verraten Ihnen, was es wo zu entdecken gibt.

29.11.2018

Robert Pulz, Vorsitzender des Hauptausschusses der Gemeinde Wiesenburg/Mark, soll besser bezahlt werden. Bislang bekommt er lediglich 25 Euro für seinen umfangreichen zusätzlichen Arbeitsaufwand.

28.11.2018