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Wiesenburg Historische Kostüme und Fahrzeuge für Festumzug dringend gesucht
Lokales Potsdam-Mittelmark Wiesenburg Historische Kostüme und Fahrzeuge für Festumzug dringend gesucht
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11:18 11.03.2019
Gut in Erinnerung: Dorffeste früherer Jahre: 2008 präsentierten die Töchter die Brautkleider der Mütter. Quelle: Ingrid Krüger
Reppinichen

Das 320-Einwohner-Dorf kann in diesem Jahr auf sein 600-jähriges Bestehen zurückblicken. Das soll im Frühsommer gefeiert werden vom 21. bis 23. Juni. Die Vorbereitungen laufen mittlerweile.

Das Festkomitee beruft sich auf die erste schriftliche Erwähnung des Ortes. Sie findet sich in Unterlagen des Staatsarchives Weimar und stammt von 1419/1420. Darin wurde er unter dem Namen „Reppinken“ aufgeführt. Nicht ganz klar ist, ob der Fleck zu dieser Zeit besiedelt war. Denn in einem Beleg von 1487 ist er als wüste Dorfstätte bezeichnet.

In der Chronik der Gemeinde Görzke aus dem Jahr 1989 wird dies mit schweren Zerstörungen durch die Hussitenkriege begründet.Auch 1534 erhielt der Pfarrer zu Reetz den Zehnten von der wüsten Feldmark Reppinichen. Sicher ist, dass 1571 mit dem Wiederaufbau begonnen worden ist um 16 Hüfner mit je zwei Hufen und darüber hinaus acht Kossäten angesiedelt wurden.

25-köpfiges Vorbereitungskommitee

So hat Reppinichen also laut dieser Unterlagen ein Jubiläum. Und das soll nicht nur mit einem Festtag, sondern gleich mit einem Festwochenende begangen werden. Zwei Dutzend Einwohner bilden das Komitee, das sich um die verschiedenen Dinge kümmert. Diese Mitstreiter können auf die Erfahrung der alljährlichen Dorffeste bauen. Gleichwohl soll das Programm noch etwas umfang- und facettenreicher werden.

Die Feierlichkeiten finden in der Dorfmitte rund um Feuerwehr und Kirche statt. Bereits am 21. Juni wird das Wochenende mit einer Disco und Feuerwerk eröffnet. Der Höhepunkt am 22. Juni bedarf wohl der meisten Vorbereitungen. Die Einwohner möchten einen Festumzug mit Blasmusik auf die Beine stellen. Dabei soll die Geschichte des Ortes dargestellt werden.

Der Ausbimmler fährt voran

Anführen wird den Zug ein sogenannter Ausbimmler mit Glocke. Diese Tätigkeit war früher ein richtiger Beruf. Er war Gemeindediener, Gemeindearbeiter, hatte amtliche Mitteilungen an die Gemeinde zu verkünden, zum Beispiel, wann Kohlenkarten, Lebensmittelmarken und ähnliches ausgegeben wurden.

Ihm soll eine Kutsche mit den Dorfältesten folgen. Verschiedene Gruppen schließen sich in historischen Kostümen an. Dazu gehören der Männergesangsverein, die Jäger, die Kita „Pusteblume“, die Löschgruppe und die Firmen des Ortes.

Erinnerung an ehemalige Vereine

Auch ehemalige Vereine des Ortes sollen dargestellt werden, wie der Turn- und der Radfahrverein. „Nun sind schon alle auf der Suche nach historischen Fahrzeugen und zeitgemäßer Bekleidung“, berichtet Ortsvorsteherin Doris Baewert.

Am Nachmittag werden außerdem die Jungen und Mädchen aus der örtlichen Tagesstätte und der Männergesangsverein auftreten. Natürlich gibt es noch mehr Unterhaltsames für Groß und Klein. Die Holzschuhtänzer aus Marzahna sind ebenso gebucht wie die Pogo-Rock-Band.

Der Sonntag beginnt mit Gottesdienst und Frühschoppen. Das Festwochenende kann dann mit Tanz und Showeinlagen ausklingen.

Von Eva Loth

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