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Wiesenburg Versorgung von 1000 Patienten wackelt: Task Force fahndet nach Landarzt
Lokales Potsdam-Mittelmark Wiesenburg Versorgung von 1000 Patienten wackelt: Task Force fahndet nach Landarzt
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11:23 14.03.2019
Heidrun Jöchen leitet die Task Force zur Landarztsuche in Wiesenburg Quelle: René Gaffron
Wiesenburg

Die Zukunft der Landarztpraxis am Goetheplatz ist wieder offen. Nach dem Tod von Ärztin Kerstin Senst im vergangenen Jahr hatte die Gemeinde eine Nachfolge gesucht und gefunden. Doch die für den Sommer detailliert geplante Übernahme hat sich plötzlich zerschlagen. Das bestätigte Bürgermeister Marco Beckendorf (Linke) am Dienstagabend bei der Sitzung der Gemeindevertretung. „Es sind nachvollziehbare persönliche Gründe“, sagte der Rathauschef, der sich mit dem Interessenten nochmals getroffen hatte.

Vertretung nur noch bis April

Für laut MAZ-Information rund 1000 Patienten ist damit offen, wie es weitergeht. Unwahrscheinlich, dass Ute und Dirk Bustian, die unter dem gleichen Dach der einstigen Brennerei die Nachbarpraxis führen, die Betroffenen übernehmen könnten.

Gegenwärtig ist Wilmar Olze vertretungsweise in Wiesenburg. Der pensionierte Mediziner aus Bad Belzig hält an drei Tagen pro Woche seine Sprechzeit ab. Doch seine Zulassung von der Kassenärztlichen Vereinigung ist bis zur Jahresmitte befristet. Schon im Mai und Juni kann der 73-Jährige wegen privater Verpflichtungen nicht aushelfen. „Den Mitarbeitern ist vorsorglich schon einmal die Kündigung ausgesprochen worden“, weiß Heidrun Jöchen, Mitarbeiterin der Gemeindeverwaltung.

Jöchen führt eine „Task Force“. Marco Beckendorf hat diese spezielle Fahndungsgruppe im vergangenen Jahr bei der Suche eines Betreibers für die Schlossschänke „Zur Remise“ einberufen. Die Gruppe hatte Erfolg. Die Arbeitsgruppe trifft sich wöchentlich zur Bestandsaufnahme und sucht sowohl nach einer kurzfristigen Variante als auch einer dauerhaften Lösung des Problems.

Frist bis November 2020

Findet sich keine Nachfolge, läuft die bis November 2020 gültige Zulassung für die Praxis aus. Als nächstes sollen die Medizinischen Versorgungszentren kontaktiert werden. Dort könnte sich ein Doktor anstellen lassen, wenn er sich nicht selbstständig niederlassen will.

Die Kassenärztliche Vereinigung hatte gerade am Wochenende jene Ärzte, die demnächst in den Ruhestand gehen, und den Nachwuchs in Potsdam zusammengeführt. Zweimal jährlich wird die Begegnung organisiert. „Auch das Wiesenburger Exposé lag dort schon aus“, berichtet Christian Wehry. Ob und welche Resonanz es gefunden hat, konnte der KV-Sprecher allerdings nicht sagen. Klar ist, dass es eine Vielzahl von ähnlichen Fällen in der Mark gibt. „Bis Ende nächsten Jahres sind 119 Allgemein- und Facharztpraxen zu übergeben“, erklärt Wehry.

Von René Gaffron

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