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Wiesenburg Neue Ordnung am Bahnhof
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09:13 18.07.2018
Helga Benke, Ortsvorsteherin von Jeserig/Fläming, wozu der Bahnhof Wiesenburg bisher gehört Quelle: René Gaffron
Wiesenburg

Das Dreiländereck am Wiesenburger Bahnhof ist wohl schon bald passé. Denn die Splittersiedlungen und Gewerbestandorte an der Station sollen allesamt dem Ortsteil Wiesenburg zugeordnet werden.

Er darf sich dann nicht nur über ein Plus von etwa 50 Einwohnern freuen. Sondern als zentrales Dorf in der Gemeinde Wiesenburg/Mark obliegt ihm dann die forcierte Entwicklung des Areals. Das hat Bürgermeister Marco Beckendorf (die Linke) mit Verwies auf die gerade beginnende Flächennutzungsplanung bekräftigt.

Was genau dort entstehen soll, ist noch ungewiss. Nur jeder für sich dürfte nach Auskunft des Verwaltungschefs nicht und erst recht nicht in großem Umfang planen und bauen. Die Ortsbeiräte Jeserig/Fläming und Reetzerhütten haben in den jüngsten Sitzungen für das Anliegen votiert.

Reetzerhütten verliert 40 Einwohner

Demnach tritt Jeserig/Fläming nicht nur die Häuser und Höfe südlich der Schranken ab, sondern auch das Bahnhofsgebäude. „Es steht bisher auf unserem Territorium“, bestätigt Ortsvorsteherin Helga Benke. Von der Einwohnerzahl ist der Verlust des sogenannten Tränkeberges für Reetzerhütten bedeutender. Das 236-Seeleen-Dorf würde damit etwa 15 Prozent seiner Bevölkerung abgeben.

Dennoch sei es mehr als nur Einsicht in Notwendigkeit, die zur Zustimmung geführt habe, wie Marco Beckendorf im MAZ-Gespräch erklärte. Die Verwaltung wird prüfen, ob es noch vertragliche Festlegungen geben kann und soll.

Finanzielle Entschädigung angekündigt

Immerhin sollen Jeserig/Fläming und Reetzerhütten befristet finanziell etwas entschädigt werden. Fünf Jahre lang erhalten sie pro verlorenem Einwohner fünf Euro jährlich überwiesen, lautet der vom Rathaus unterbreitete Vorschlag.

Überhaupt sollen die im Hohen Fläming einmaligen Ortsteilbudgets der Gemeinde Wiesenburg/Mark reformiert werden. Das Geld wird eigenverantwortlich für kleine Anschaffungen und Dorffeste vor allem ausgegeben.

Ortsteilbudget mit Sockelbetrag

Vom nächsten Jahr an wird es einen Sockelbetrag von 200 Euro für alle 14 Dörfer geben, hat Marco Beckendorf angekündigt. „Das dient jenen Orten, in denen die Einwohnerzahl sinkt“, sagt er. Die Pro-Kopf-Pauschale wird – der Konsolidierung des kommunalen Haushaltes sei Dank – von 4,50 auf 5 Euro gesteigert.

Es bleibt bei der Regelung, dass die Hälfte der Nutzungsgebühren für die Dorfgemeinschaftshäuser direkt vor Ort ausgegeben werden kann. Aktives Gemeinwesen und bessere Auslastung der meist aufwendig sanierten Gebäude sollen mit der Regelung unterstützt werden.

Von René Gaffron

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