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Wiesenburg Hier finden Angehörige von Demenzkranken Hilfe
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14:40 13.08.2018
Imke Dammüller betreut die neu gegründete Selbsthilfegruppe für Angehörige von Demenzkranken in Wiesenburg. Quelle: Christiane Sommer
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Wiesenburg

Imke Dammüller bietet in Wiesenburg ein betreutes Wohnangebot und eine Tagesbetreuung für Senioren an. Jetzt unterstützt sie die neu gegründete Selbsthilfegruppe für Angehörige und Freunde von Menschen mit Demenz. Sie trägt den Namen „Vergissmeinicht“.

Frau Dammüller, die Selbsthilfegruppe ist im Juni gegründet worden. Wie kam es dazu?

Imke Dammüller:Viele Angehörige, die einen demenzkranken Angehörigen pflegen, suchen nach Möglichkeiten, sich auszutauschen. In dieser Folge wurde auch bei mir angefragt, ob es in Wiesenburg und Umgebung eine solche Selbsthilfegruppe gebe. Nachdem ich anfangs noch verneinen musste, ist das Defizit mit der Gründung der Gruppe „Vergissmeinicht“ beseitigt. Mittlerweile fand auch schon das erste Treffen statt.

Wie war die Resonanz?

Es waren sieben Interessierte dabei. Mit einer solchen Resonanz hatte ich im Vorfeld nicht gerechnet. Das Interesse hat zugleich gezeigt, wie groß die Nachfrage nach Informationen und nach einer Gelegenheit des Austausches in Wiesenburg und Umgebung ist.

Wie kam die Gruppe zu ihrem Namen?

Eine ehemalige Kollegin überraschte mich vor einiger Zeit mit einem Bild. Darauf heißt es: „Vergiss mein nicht – sagte die Erinnerung und ihr Duft blieb mir ewig im Gedächtnis“. Das Zitat stammt von Janine Weger. Es hat mich sehr berührt. Durch meine Arbeit weiß ich, dass durch die Sinne die Erinnerungen von Demenzkranken angeregt werden können. Der Name passt einfach.

Mit welchen Sorgen und Fragen sind die Angehörigen und Freunde von Betroffenen in die Selbsthilfegruppe gekommen?

In der Gesprächsrunde entwickelte sich schnell ein vertrauensvoller Austausch. Die ersten Symptome der Krankheit waren Thema der Gespräche und natürlich der weitere Verlauf. Im Verlauf des Abends ging es um viele Themen. Unter anderem um die Frage, welche Kosten die Pflegekassen bei vorhandenem Pflegegrad übernehmen. Aber auch darum, wie der Tagesablauf in einer Tagesbetreuung abläuft.

Und wie helfen Sie konkret?

Erst einmal durch die Bereitstellung eines geeigneten Raumes für die Gesprächsrunden. Wir organisieren die Treffen und sorgen dafür, dass Angehörige Infomaterial über die Krankheit erhalten. Hauptanliegen ist, die Angehörigen wissen zu lassen, dass sie nicht alleine sind und welche Entlastungsangebote es gibt. Das Gesprächsangebot kann helfen, dem Alltag gewachsen zu sein. Demenz ist schließlich oft noch ein Tabuthema. Während sich die Selbsthilfegruppe trifft, können die Angehörigen durch geschulte Mitarbeiter betreut werden. Dadurch wird ein unbeschwerter Austausch möglich.

Welchen Rat geben Sie pflegenden Angehörigen – sich einzuigeln oder offen mit der Krankheit umzugehen?

Einigeln hilft nicht. Deshalb empfehle ich, sich über die Krankheit in einer Selbsthilfegruppe auszutauschen. Ganz wichtig ist, in Kontakt mit der Familie, Freunden und Nachbarn zu bleiben. Dabei dürfen sich die pflegenden Angehörigen nicht selbst vergessen. Sie sollten guten Gewissens bestehende Entlastungsangebote nutzen – dadurch können sie auch eine kleine Auszeit erhalten.

Info: Die Selbsthilfegruppe trifft sich jeden dritten Donnerstag im Monat um 17 Uhr. Die nächsten Termine sind der 16. August, der 20. September und der 18. Oktober.

Von Christiane Sommer

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