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Wiesenburg Neuer Betreiber für das Tierheim gefunden
Lokales Potsdam-Mittelmark Wiesenburg Neuer Betreiber für das Tierheim gefunden
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14:28 04.12.2018
Mario Lindenborn gilt als Mann für alle schwierigen Fälle. Quelle: Christiane Sommer
Medewitzerhütten

Der Tierschutzverein „Hoher Fläming“ betreibt ab 1. Januar das Tierheim „Hoher Fläming“ in Medewitzerhütten. Der reibungslose Betreiberwechsel freut Unternehmer Mario Lindenborn, der das Tierheim zum 31. Dezember aufgibt. „Eigentlich wechselt nur der Name“, erklärt der 48-Jährige, der künftig als stellvertretender Vorsitzender des Vereins dessen Arbeit aktiv mitgestalten wird.

In den vergangenen Wochen hatte Lindenborn vergeblich nach einem Nachmieter für das Objekt auf 4000 Quadratmetern Land gesucht und in dieser Folge die bestehenden Betreuungsverträge für Fundtiere mit 13 Kommunen und dem Veterinäramt des Landkreises Potsdam-Mittelmark gekündigt. Als Grund gab er einen Einbruch der Fundtierzahlen an, wodurch Einnahmen und Ausgaben in der Unternehmensstatistik monatlich weit auseinanderklafften.

Mietpreis für Grundstück halbiert

„Ich musste die Reißleine ziehen“, sagt der Unternehmer, der neben dem Tierheim ein Zentrum für Herdenschutzhunde betreibt, Pyrenäenberghunde züchtet und Chef einer Sicherheitsfirma ist. „Dass über die Vereinsgründung der Fortbestand des Tierheims gesichert werden konnte, macht mich froh“, erzählt der 48-Jährige.

Als stellvertretender Vorsitzender wird er dessen Geschicke aktiv mitgestalten und der frisch gebackenen Vereinsvorsitzenden Carolin Blanke mit Rat und Tat zur Seite stehen. Die entscheidende Wende im Ringen um den Erhalt des Tierheims brachten Gespräche mit dem Grundstückseigentümer. Nachdem der eine Halbierung der monatlichen Miete von 1000 Euro auf 500 Euro angeboten hatte, entschlossen sich acht Tierfreunde aus der Region, den Tierschutzverein „Hoher Fläming“ zu gründen.

Erste Kommunen haben Interesse bekundet

Vorerst für ein Jahr hat der russische Eigentümer des Anwesens den Mietpreis reduziert. „Von dieser Lösung profitieren beide Seiten“, ist sich Lindenborn sicher und erzählt von Investitionen, die beide Seiten in den vergangenen Jahren auf dem Gelände getätigt haben. Der 48-Jährige hat nach eigenen Aussagen nahezu 150.000 Euro auf dem Gelände des früheren Tanklagers für Zwinger und Zaunanlagen investiert, die bei einer Schließung hätten zurückgebaut werden müssen.

„Weil sie stehen bleiben können, ist der Verein ab dem 1. Januar sofort arbeitsfähig“, so Lindenborn weiter. Erste Kommunen, unter anderem das Amt Brück und die Stadt Bad Belzig sowie das Veterinäramt des Landkreises Potsdam-Mittelmark, haben nach seiner Aussage bereits Interesse an Fundtierbetreuungsverträgen mit dem neu gegründeten Verein signalisiert. „Für unsere Vertragspartner bietet der Verein eine 24-Stunden-Bereitschaft an“, sagt Lindenborn und berichtet von weiteren Plänen.

Hundetraining weiter ausbauen

Anderen Tierschutzvereinen soll beispielsweise angeboten werden, Problemtiere zu übernehmen. Lindenborn, der von 1991 bis 2000 als Ausbilder für Diensthunde für Polizei, Zoll und Grenzbeamte tätig war, gilt in der Region als Mann für alle schwierigen Fälle. Er wird beispielsweise gerufen, wenn verwahrloste Tiere ihren Haltern abgenommen werden. Auch das Hundetraining soll künftig wieder ausgebaut werden.

Aktuell suchen die acht Vereinsmitglieder weitere Mitstreiter und Unterstützer. Im kommenden Frühjahr soll es einen Tag der offenen Tür geben. „Damit sich die Leute ein Bild von unserer Arbeit machen können“, sagt Mario Lindenborn.

Von Christiane Sommer

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