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Wiesenburg Konzertwochenende mit jungen Musikern
Lokales Potsdam-Mittelmark Wiesenburg Konzertwochenende mit jungen Musikern
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18:24 02.09.2018
Viele Newcomer, aber auch altbewährte Bands, waren in diesem Jahr beim Reetzival dabei. Hier spielen die Nomad Monads aus Berlin. Quelle: Eva Loth
Reetz

Mit Tränen in den Augen lauschte Ulla Ondratschek dem Lied „Shalom“, das die Reetzer Singegemeinschaft am Wochenende auf dem Reetzival zum Besten gaben. „Es erinnert mich an meine Jugend“, sagte die Berlinerin am Sonnabend beim Besuch der sechsten Festivalauflage auf dem Sensthof in Reetz.

Mit Musik und vielen Gästen hat Reetz am Wochenende zum sechsten Mal das örtliche Festival „Reetzival“ gefeiert. Mit dabei waren neue Bands und alteingesessene Gruppen, Besucher aus Berlin und Brandenburg.

„In den Sechzigern wurde bei uns im Westen die Nazizeit aufgearbeitet, wir sangen viele Lieder aus Israel und tanzten dazu“, erinnerte sie sich. Doch nicht nur durch das Lied fühlte sie sich mit dem Festival verbunden: Die Rentnerin war in ihrem Beruf als Lehrerin oft mit Schülern auf dem Sensthof zu Gast gewesen und kannte die Reetzer Singegruppe aus jenen Zeiten. „Die haben sich enorm verbessert“ sagte Ondratschek – und freut sich schon jetzt auf den Auftritt 2019.

Jedes Jahr neue Nachwuchsmusiker

Den wird es mit Sicherheit geben, dessen ist sich Nico Hübner, der Organisator des Reetzivals, sicher. Der Sensthof und die Akustik der Scheune hatten es Hübner von Anfang an angetan.Was einst als musikalische Unterhaltung auf einer Geburtstagsfeier begann, ist inzwischen zu einem ausgewachsenen Musikfest geworden.

Mit dem ursprünglichen Gedanken, Schüler zu fördern, war die Idee entstanden, ein Treffen mit jungen Menschen und Musikern zu veranstalten. Vor sechs Jahren waren erstmals ein paar Schülerbands und die Musikerin Theresa Bergmann dabei. Das Musizieren im Sensthof kam aber so gut an, dass man bereits ein Jahr später die ganze Sache offiziell machte. Auch die Einwohner des Ortes unterstützten dieses Vorhaben.

Seitdem holt Nico Hübner jedes Jahr aufs Neue Nachwuchsmusiker nach Reetz. Große Unterstützung erfährt er dabei von der Martin-Buber-Oberschule aus Berlin-Spandau. Diese hilft mit notwendiger Technik, die aber auch teilweise von Freunden geliehen wird.

Festival von finanzieller Unterstützung abhängig

Das musikalische Programm gestaltete sich auch in diesem Jahr vielseitig: Einige der Bands waren das erste Mal dabei, andere waren schon öfter in Reetz, wie die Band „Aunt Sally“. Vor vier Jahren fing die Gruppe an, Musik zu machen. Inzwischen sind sie recht bekannt und haben eine eigene CD veröffentlicht. Zum Urgestein des Festivals gehören „Sherz&Shine&Mal“ aus Wiesenburg.

„Obwohl es so gut läuft, brauchen wir natürlich Leute, die uns finanziell unterstützen“, sagt Nico Hübner. Bisher gibt es einige „Kleinstunterstützer“, aber man hofft auf einen größeren Sponsor. Momentan werden die Unkosten allein durch Spenden und aus dem Erlös der Verkäufe beim Reetzival gedeckt –wie etwa aus dem Kuchenverkauf des Oelala-Vereins.

Bewohner nehmen Musikfest gut an

„Wir freuen uns, dass wir jedes Jahr von den Reetzern so toll aufgenommen werden“, so Hübner als Dank an die Einwohner des kleinen Ortes, die das Festival immer gut annehmen, auch wenn es dabei abends etwas lauter wird.

Neben der Musik wurde auch viel Kunstgewerbliches geboten, und wer seinen Hunger auf gesunde Weise stillen wollte, wurde am Burgerstand fündig. „Die Burger sind vegan, der Hefeteig wurde ohne Ei zubereitet“, erklärte Werner Praschko. Er ist Grundschullehrer, aber auch gelernter Konditor und Koch. „Es wäre peinlich, wenn die Burgerbrötchen nun nicht schmecken würden“, schmunzelte er.

Kirchenklänge gehörten auch dazu

In das Konzertwochenende war auch die Kirche mit eingebunden. Kirchenmusikerin Adelheid Flemming gab am Vormittag eine Matinee. Nachmittags improvisierte sie mit dem Saxophonisten Aaron Klenke. Leider wollte die Orgel auch nach der Instandsetzung nicht so recht mitmachen. Auf Grund der monatelangen Trockenheit waren nur drei Register nutzbar, doch die Musiker verstanden es, die sogenannten „Heuler“ in ihre Improvisationen einzubauen.

Von Eva Loth

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