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Wiesenburg Tanklöschfahrzeug für Reetzer Feuerwehr
Lokales Potsdam-Mittelmark Wiesenburg Tanklöschfahrzeug für Reetzer Feuerwehr
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15:27 05.12.2018
Das gebrauchte Tanklöschfahrzeug TLF 24/50 N stammt von der Nürnberger Flughafenfeuerwehr. Die Reetzer Feuerwehr will mit dem Fahrzeug künftig auch Waldbrände effizienter bekämpfen. Quelle: Feuerwehr
Reetz

4800 Liter Wasser können im Tanklöschfahrzeug TLF 24/50 N der Reetzer Feuerwehr gespeichert werden. Das gebrauchte Gefährt kostet 39 865 Euro, die Wiesenburger Gemeindevertreter stimmten dem Kauf zu. Das TLF steht aktuell noch auf dem Nürnberger Flughafen.

Es hat 3414 Betriebsstunden auf der Uhr, 435 Pferdestärken (PS) und kann im Schaumtank weitere 500 Liter speichern. „Sie haben eine richtige, gute Entscheidung für die Sicherheit aller Bürger getroffen“, sagte Gemeindewehrführer Burkhard Brüning.

Erinnerung an Waldbrände

Sein Stellvertreter Lutz Knape erinnerte an die Gefahren durch die diesjährigen Waldbrände. „Was wir diesen Sommer hatten, war nicht normal. Es gab Feldbrände, die bis an den Ortsrand gegangen sind“, sagte Knape. So hätten Bürger in Lehnsdorf mit Schippe und Spaten gestanden, um ihr Eigentum zu verteidigen.

Wegen der Vielzahl der Brände seien wasserführende Fahrzeuge der Gemeinde häufig außerhalb Wiesenburgs zu Einsätzen gerufen worden. „Zum Teil hat dann ein Feuerwehrfahrzeug die Grundversorgung in Wiesenburg aufrecht erhalten“, kommentiert der 54-Jährige.

Auf fremde Hilfe angewiesen

Aktuell steht der Reetzer Feuerwehr momentan nur ein Fahrzeug mit 600 Litern Wasser zur Verfügung. Dies führe laut Brüning dazu, dass die Kameraden im Erstangriff immer warten müssen, bis die Feuerwehrfahrzeuge aus Medewitz, Wiesenburg und Lehnsdorf zur Hilfe eilten.

Der Einsatz des TLF 24/50 N sei umso wichtiger, weil die als Löschwasserdepots genutzten Teiche bei anhaltender Hitze vielerorts ausgetrocknet sind. Im Falle eines Brandes entsteht das Problem „möglichst viel Löschwasser in kurzer Zeit an den Einsatzort bringen zu müssen“, sagte Burkhard Brüning.

Er erinnerte daran, dass die Einsatzkräfte bei Bränden in diesem Jahr auch viel Glück hatten. So hätten sowohl in Zernsdorf, als auch in Reetz und in Lehnsdorf private Unternehmen mit Wasserwagen schnelle Hilfe angeboten. „Darauf dürfen wir uns natürlich nicht verlassen, wir müssen das selbst in die Hand nehmen und kriegen“, äußerte der Gemeindewehrführer.

Teiche vielerorts ausgetrocknet

Neue Zisternen sollen sowohl in der Wiesenburger Hasenheide als auch auf dem Landgut Reppinichen bei Trockenheit im Sommer Abhilfe schaffen. Vielerorts herrscht Wasserknappheit, obwohl der Industrieteich in Wiesenburg und der Naturteich in Schlamau „gut gefüllt“ seien. „Alles andere kann man aber fast vergessen und somit muss man das Wasser schnell zum Zeitpunkt des Brandausbruchs vor Ort haben“, äußerte Burkhard Brüning weiter.

Der Wiesenburger Ortsvorsteher Bernd Müller fragte in der Gemeindevertretersitzung auch, ob das gebrauchte Tanklöschfahrzeug ausreichend auf Mängel überprüft wurde. Bürgermeister Marco Beckendorf sind keine Schäden bekannt. „Uns wurde klar geäußert, dass sich das Fahrzeug in einem guten Zustand befindet“, antwortete der Hauptverwaltungsbeamte.

Sollte sich dies nicht bewahrheiten, sei es für die Gemeinde möglich, vom Kaufvertrag zurückzutreten. Das Tanklöschfahrzeug soll laut Gemeindewehrführer Burkhard Brüning „zu 90 Prozent“ vor Weihnachten nach Reetz geliefert werden. Dann planen die Mitglieder der Feuerwehr auch eine Feier.

Von André Großmann

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